Forum: Kultur
Ausgrenzung durch Sprache: Deutsche und Döner

Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.

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bodenseekind 16.11.2011, 17:58
60. Sie haben die Wahl

Zitat von dilara1502
Alle regen sich jetzt über "Rechtsterrorismus"auf, aber es handelt sich um "RASSISMUS". Die Politik möchte das gern mit "Terror" einer einzelnen Gruppe in Verbindung setzen, aber der Artikel zeigt, dass im täglichen Leben permanent Ausgrenzung durch die Deutschen passiert...
Es ist unerträglich, wie jede Seite immer nur grundsätzlich sich selber sieht. Ich lebe in Berlin Neukölln. Ich erlebe in meinem täglichen Leben viele, sogar sehr viele Momente, in denen es genau umgekehrt ist... Der agressive, muskelbepackte junge Türke, der sich vor dem Bankautomaten vor fünf Wartenden als erster in die Schlange stellt, und laut sagt: "Ich war vorhin schon mal hier, ich bin an der Reihe!" - wer würde es wagen, ihm zu widersprechen? Deutsche Kinder, die auf dem Schulhof als erstes die ewige Litanei vom "Hurensohn" lernen. Kaum eine deutsche Vokabel. Ganz abgesehen von den mafiösen Arabischen Clans in Berlin.
IST DAS KEIN RASSISMUS ? IST DAS KEINE GEWALT ?
Ich bringe Ihnen 100 Beispiele aus dem Alltag in Berlin Neukölln, die ich ERLEBT und MITERLEBT habe.
Hören Sie auf, immer nur sich selbst zu sehen. Es gibt massenweise junge Türken, die WOLLEN überhaupt keine deutsche Identität. Das ist sehr wohl bekannt. Sie WOLLEN nicht assimiliert sein. Bitte - dann wird man sie aber auch immer wieder als Fremde betrachten. Als Fremde im eigenen Land. Die Wahl hat ein jeder selbst. Aber bitte reden Sie nicht von "Ausgrenzung".

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Grerd 16.11.2011, 17:58
61. "Ausländerhass"?

Herr Kuzmany, Sie greifen lobenswerterweise das Thema "Ausgrenzung durch Sprache" auf, schließen den Artikel dann aber mit "...ihr Motiv war Ausländerhass. Nennen wir ihre Taten beim richtigen Namen." und werden damit Ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht: "Ausländer" ist selbst ein ausgrenzender Begriff und hier ohnehin falsch, weil einige der ermordeten Einwanderer Deutsche waren (einen deutschen Pass hatten). Also wird versucht, die Motivlage der Mörder mit einem die Opfer ausgrenzenden Begriff zu erfassen, anstatt einfach den offenkundigen Rassismus der Täter als Motiv zu benennen. Ihr mörderisches Kriterium war nämlich nicht die Nationaliät, sondern die Herkunft der Opfer.

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Abberline 16.11.2011, 18:01
62. Den Splitter im fremden Auge ...

Hier sind Menschen ermordet worden! Wegen ihrer Herkunft! In unserem Land! Das ist wirklich unerhört! Durch nichts zu rechtfertigen oder zu entschuldigen. Jeder der hier lebt muss sich in diesem Land sicher fühlen können! Dieser Sicherheit ist beschädigt worden und muss unter allen Umständen wieder hergestellt werden.

Allerdings bringt es jetzt gar nichts die PC Keule zu schwingen. Das ist nicht nur unangebracht sondern auch gleichsam irreführend wie hetzerisch. Der Polizei und Presse wegen eines harmlosen Begriffs Rassismus zu unterstellen und gar eine "Entmenschlichung" der Opfer zu mutmaßen zeigt vor allem, dass es dem Autor vor allem um Stimmungsmache geht. Darum aus diesen unsäglichen Verbrechen politisches Kapital zu schlagen. Ein für alle Mal jene als Faschisten zu brandmarken, die nicht glücklich darüber sind, dass in der Grundschulklasse ihres Sohnes 80 % der Kinder einen "Migrationshintergrund" haben, die die tatsächliche Immigration in die Sozialsysteme beklagen, die darauf hinweisen das jugendliche Intensivstraftäter im Regelfall einen Migrationshintergrund haben. Nie wieder sollen eine Kirsten Heisig, ein Thilo Sarrazin, ein Norbert Bolz, ein Hans-Ulrich Wehler ungestraft Tatsachen artikulieren dürfen ohne sich sogleich als Wegbereiter neuerlicher Morde zu outen.
Wenn wir schon unsere Sprache bereinigen wollen, dann sollten wir mit Begriffen anfangen die definitiv menschenverachtend sind. Da fällt mir allerdings als erstes der "Ehrenmord" ein.

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plleus 16.11.2011, 18:01
63. Aoto

Zitat von brux
Als Deutscher im Ausland nimmt man viel besser wahr, wie durchseucht Deutschland mit nationalistischem Gedankengut ist. Eine Fahrt mit ausländischem Nummernschild auf deutschen Autobahnen ist immer wieder sehr lehrreich für mich: Deutsche Autobahnen für Deutsche scheint das kollektive Motto zu sein. Die linke Spur ist ganz klar reserviert für Deutsche.
Wie denn sonst, es sind ja mehr als 90% deutsche Autofahrer auf den Strassen in D unterwegs.

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friedenspfeife 16.11.2011, 18:02
64.

Zitat von Lueder
Ich sehe auch, dass in dieser Gesellschaft ein latenter Ausländer und Fremdenhass vorherrscht! Freundlichkeit, Aufgeschlossheit, Toleranz und Hilfsbereitschaft sind Eigenschaften die den meisten Deutschen fremd sind! Hier liebt man nur sich und alles andere wird gehasstm, heruntergemacht und verachtet! Ein Volk mit miesem Charakter, aber insofern passen die Medien schon gut zu diesem land!
wenn es Ihnen so gegen den Strich geht, wandern Sie am Besten aus. Aber erwarten Sie nicht, das Sie dort mit offenen Armen empfangen werden. Freundlichkeit,Aufgeschlossenheit, Hilfsbereitschaft kennen andere Nationen auch nicht, von Toleranz ganz zu schweigen.

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N.Elias 16.11.2011, 18:03
65. Danke...

...für diesen Artikel. Der Begriff Döner-Morde verhöhnt die Opfer und ist eine Unverschämtheit. Aber das gefällt dem rechten SPON-Forum natürlich nicht. Gut so.

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verpiler 16.11.2011, 18:03
66. Verständnis tut gut 1

Es gibt Zuwanderer, die sich integriert haben, und solche, die neben uns in ihrer Welt leben, und mit uns nur einen Berührungspunkt haben: den Geldfluss berg-abwärts.

Mit ersterer Gruppe hat niemand ein Problem.

Wenn wir über die zweite Gruppe sprechen:

Zitat von
Was war Deutschland doch für ein glückliches Land! Unverkrampft. Herzlich. Aufgeschlossen gegenüber den Menschen aus der ganzen Welt, die sich "zu Gast bei Freunden" fühlen sollten. Endlich schien es überwunden, das Image der Ausländerfeindlichkeit. Das war im Sommer 2006, zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland.
Das waren allerdings Gäste, die mit uns zusammen gefeiert und anschließend wieder nach Hause gefahren sind.

Außerdem: Wieso sollten wir uns ein besonders ausländerfreundliches Image erst aufbauen? Das haben wir doch bereits - und zwar schon vor der WM 2006. Und der Umstand, dass Deutschland nahe des "amerikanischen Traumes" rangiert, hat auch seinen Grund.

Dass so ein Image auch immer sehr gefährlich ist, das sehen wir selber. Es ist geradezu verlockend, unsere lächerliche Einwanderungspolitik auszunutzen, um hier von der arbeitenden Bevölkerung durchgefüttert und ein Leben in relativem Wohlstand, verglichen mit dem Heimatland, zu führen.

Zitat von
Der Begriff "Döner-Morde" ist ein trauriger Beweis für den latenten Rassismus der deutschen Gesellschaft - auf drei Ebenen.
Ein Schlagwort der Presse. Wir können uns allerdings auf "Mord aus fremdenfeindlichem Motiv" einigen, solange wir uns in gebildeten Kreisen bewegen.

Zitat von
Man stelle sich eine ähnliche Mordserie mit vornehmlich italienischen Opfern vor - würden wir sie dann "Spaghetti-Morde" nennen? Und welch Aufschrei ginge durch Politik und Presse, würden in der Türkei serienmäßig deutsche Staatsbürger ermordet und man spräche dort von "Kartoffel-" oder "Sauerkraut-Morden"?
Dann nennen es die Medien halt Spaghetti-Morde. Mir doch egal. Wenn von "Kartoffel-" oder "Sauerkraut-Morden" die Rede wäre, würde ich höchstens fragen, ob es nicht daran liegt, dass unsere im Ausland lebenden Staatsbürger etwas falsch gemacht haben, das ihnen diesen Namen verschafft.

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verpiler 16.11.2011, 18:04
67. Verständnis tut gut 2

Zitat von
Mit der Aufklärung der Mordserie beschäftigt war eine Polizeikommission unter dem bezeichnenden Namen "Bosporus"
Solche Namen gab es immer, und wird es immer geben. Stichwort "Operation Freedom". Dass sie das ein oder andere mal, mal mehr, mal weniger, daneben liegen, ist aber nicht zwangsläufig einer Mutwilligkeit geschuldet. Ich finde es bedenklich, was Sie hier der deutschen Justiz unterstellen.

Wenn hinter solchen Taten sehr häufig Gewaltnetzwerke stehen, ist eine erste Vermutung in die Richtung berechtigt. Irgendwo muss man schließlich anfangen.

"Die dritte Ebene des Begriffs "Döner-Morde" ist die damit zusammenhängende, aber noch viel tiefer reichende Ausgrenzung von Zuwanderern"

Sie unterstellen den Deutschen, dass Ausländer ausgegrenzt werden. Ich persönlich beobachte jedoch viel mehr, dass die Ausländer freiwillig eine Parallelgesellschaft ausbauen, d.h. sich nicht in den Kreis deutscher Kultur begeben wollen.

Letzteres sollte man eigentlich fordern. Wenn ich in ein anderes Land ziehe, dann ganz oder gar nicht. Nur die Sahne vom Kuchen zu essen, ist äußerst ignorant. So kann keine Gesellschaft auf Dauer überleben.

Zitat von
Sollen sich die doch gegenseitig umbringen, sie gehören ja sowieso nicht zu uns, also ist uns das Morden eigentlich egal.
Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun. Diese Parallelgesellschaften existieren einfach. Wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder überall einmischt, vorallem auch dort, wo er nicht willkommen ist?

Zitat von
"Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren - bis zur letzten Patrone."
Solange diese Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme meine Gesundheit und meinen materiellen und immateriellen Wohlstand gefährdet, halte ich die Einstellung für sinnvoll. Jeder Mensch strebt schließlich nach Sicherheit. Jene, die es nicht tun, spielen ein gefährliches Spiel. Und, keine Gesellschaft würde funktionieren, täte dies die Mehrheit.

Zitat von
Darum sind gedankenlose Worte gefährlich.
Sie haben sich scheinbar Gedanken gemacht, auch wenn ich diese nicht nachvollziehen kann. Und Ihren Beitrag empfinde ich als sehr bedrohlich.

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Durlog 16.11.2011, 18:05
68. Nein, ist es nicht

Zitat von senfwassertrinkender
Das ist Unfug.
Nein, ist es nicht. Ich wurde in den 80/90ern in einem deutschen Heim assimiliert und in den Augen der Mehrheitsbevölkerung werde ich auch in 100 Jahren kein Mitglied des deutschen Volkes sein.

Wenn ich Glück habe werde ich als gut integrierter Gast gesehen, wenn ich Pech habe trage ich dank meines Aussehens und Namens zum "Überfremdungsgefühl" der Mehrheitsbevölkerung dabei. Letzteres passiert natürlich häufiger, denn man hat halt immer nur zu einer begrenzten Anzahl von Menschen Kontakt.
Ich werfe das der Bevölkerung garnicht vor, soetwas gibt es überall.

Der Staat hatte aber kein Recht mich zu assimilieren und so einer Bevölkerung auszuliefern. Ich habe keine Chance mehr zu meinem alten Volk zurückzufinden, dann wäre ich halt ein Deutscher im Ausland. Aufgrund des Rechtsruckes in Europa im letzten Jahrzehnt empfinde ich mittlerweile meine Assimilation als schweres Verbrechen gegen die Menschlichkeit bei dem ich erfahrungsgemäß nichtmal auf Verständnis hoffen kann denn die Deutschen haben vom Themenkomplex Integration und Assimilation soviel Ahnung wie ein Analphabet vom Duden.

Wenn ich schaue wie sehr ich Deutschland in den 80ern und 90ern geliebt habe, tut mir leid aber davon ist nichtmehr viel übrig und ich wage auch nichtmehr zu hoffen dass die gesellschaftliche Entwicklung noch umkehrbar ist.

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freemind2010 16.11.2011, 18:06
69. Der Autor war

auf der Journalistenschule und schreibt solch einen Artikel. Beschämend.

Wenn Sie es in diesem rassistischen, bösen, braunen und intoleranten Land nicht aushalten, dann leben Sie mal im Ausland. Das erweitert den Horizont ungemein. Und wenn sie dann wieder zurück kommen, werden solche Artikel nicht mehr schreiben. Sprachliche und didaktische Fehler über Fehler. Unzulässige Verallgemeinerungen und rassistische gegenüber dem eigenen Land. Auch so kann man Ihren Artikel sehen. Die Mitforisten haben die Details schon genannt.

Oder hängt der Arktikel mit dem gerade veröffentlichten Buch zusammen, für das Promotion gemacht werden muss.......

Man weis es nicht.

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