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Ausnahme-"Tatort" über Altenpflegerin: Der Mensch in seiner brutalen, nackten Bedürft
Maor Waisburd/ SWR

Worüber soll man sich zwischen wunden Körpern und Windeln freuen? Katharina Marie Schubert spielt eine Pflegerin, die den Schmerz weglächelt. Ein großer "Tatort" über das Sterben, dem Leben abgerungen.

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geschädigter5 20.05.2019, 08:46
10. Die gesprochenen Texte

waren absolut unverständlich. Und dann noch im schwäbischen Dialekt. Das psychologische Vorgehen der Kommissare? War alles andere als rechtsstaatlich. Ich habe nach einer halben Stunde mich anderweitig beschäftigt. Qualität ist etwas anderes.

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hasel8er 20.05.2019, 12:06
11. nur die Menschin angeschaut

Vielen Dank, dass sie herzliche und geduldige Naivität (naiv heißt in der Epidemiologie "frei von") in der Anne haben durchhalten können, sie ist (mir) die ganze Zeit attraktiv geblieben, rührend (fand ich) die Sex-Dienstleistung. Der bereits angeführte Pflegenotstand war (für mich) nicht Thema des Filmes. Sondern die Darstellung der Würde der Täterin und der Respekt der Ermittler, beides hab ich bisher nur in Maigret Romanen kennengelernt.
Hätte 10 Punkte geben sollen statt 9.

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Max Dralle 20.05.2019, 13:29
12.

Zitat von Ekkehard Grube
Die Pflegerin nimmt am Schluss die Schuld für zwei Tötungen auf sich, von der sie zumindest die eine (den Treppensturz) nicht begangen hat. Bei dem anderen Todesfall bleibt es, so wie ich es verstanden habe, offen, ob sie die Tabletten tatsächlich vertauscht hat.
Wenn ich mich recht entsinne, sieht man in einer der Rückblenden, wie Anna die Tabletten austauscht. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn diese Frage offengeblieben wäre. Dann hätte es angesichts der doch recht penetranten Verhörmethoden der Ermittler auch ohne einen expliziten Unschuldsbeweis für den Zuschauer am Ende vermutlich eher so ausgesehen, dass sich die Pflegerin allein aus Scham zu einem Geständnis hat drängen lassen. Auf diese Ambivalenz hat man leider verzichtet. Daher würde ich dieser m.E. ansonsten sehr gelungenen Folge doch einen Punktabzug geben.

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Ekkehard Grube 20.05.2019, 19:14
13. Da bin ich anderer Meinung

Zitat von Max Dralle
Wenn ich mich recht entsinne, sieht man in einer der Rückblenden, wie Anna die Tabletten austauscht. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn diese Frage offengeblieben wäre. Dann hätte es angesichts der doch recht penetranten Verhörmethoden der Ermittler auch ohne einen expliziten Unschuldsbeweis für den Zuschauer am Ende vermutlich eher so ausgesehen, dass sich die Pflegerin allein aus Scham zu einem Geständnis hat drängen lassen. Auf diese Ambivalenz hat man leider verzichtet. Daher würde ich dieser m.E. ansonsten sehr gelungenen Folge doch einen Punktabzug geben.
Mir hat das ausgeprägte Schwäbisch der Ärztin gut getan – als Lokalkolorit.

Generell wird m.E. in den Tatorten zu wenig Dialekt gesprochen. Dialekte sind ein großer Reichtum unseres Landes, deshalb sollten sie auch die Tatort-Reihe prägen, zu deren Sendeauftrag es ja gehört, die Drehorte der einzelnen Tatorte vorzustellen und zu bewerben.

Der Vorgänger des jetzigen Stuttgart-Teams, Bienzle, war ja von vornherein als schwäbisches Original konzipiert worden.

Damit will ich jetzt um Himmels willen nicht gesagt haben, dass ich das jetzige Stuttgart-Team loswerden möchte, alles andere als das!

Aber wenn im Stuttgart Tatort kräftig geschwäbelt wird (von anderen Personen als den Kommissaren) dann kann das der Reihe nur guttun.

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Ekkehard Grube 20.05.2019, 19:18
14. Bezug zur Realität in der Besetzung

In diesem Tatort trat u.a. Hans Peter Hallwachs auf. Er hatte bereits im allerersten Tatort ("Taxi nach Leipzig") eine Hauptrolle als Volkspolizist gespielt. Seitdem hat er viele Tatorte und andere Filme mit seinen Auftritten bereichert.

Bei "Taxi nach Leipzig" war er 32, nun ist er 81.

Möge Hans Peter Hallwachs ein Schicksal wie das der von ihm und anderen Schauspielern in diesem Film dargestellten Senioren erspart bleiben.

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