Forum: Kultur
Automatisierung der Arbeit: Wie sollen wir das nur Überleben?
DPA

Die Menschheit spürt, dass eine große Veränderung ansteht. Aber worum es wirklich geht, merkt keiner. Die Wahrheit ist: Menschliches Leben ist unwichtig für den Kapitalismus geworden.

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specialsymbol 13.05.2017, 15:25
1. Wieso hat jeder Angst vor freier Zeit?

Oder ist es der Neid, der die Leute dazu antreibt anderen ihr Glück nicht zu gönnen? Das wäre die Neidkultur über die wir debattieren müssten.
Nicht ob man ein paar Superreichen ihr virtuelles Vermögen nicht gönnt wenn man Steuern anheben möchte, um das Geld denen zu geben, die es tatsächlich ausgeben (müssen).

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moritz27 13.05.2017, 15:26
2. Liebe Frau Berg,

Sie meinen es gibt keine Lösungen? Doch, der allererste Lösungsansatz heißt: Geburtenkontrolle. Jüngst habe ich im Fernsehen eine Dokumentation über Ägypten gesehen, in der ein einheimischer Statistikprofessor genau diese fordert. Ansonsten würde das Ägyptische Volk sehenden Auges Selbstmord begehen, da sich die sprunghaft wachsende Bevölkerung einfach nicht mehr ernähren läßt. Wie wurde China für seine 1-Kind-Politik beschimpft. Jetzt erkennt man, im Vergleich zu anderen asiatischen Staaten oder Afrika, wie Weise, wenn auch unpopulär, gehandelt worden ist. Und allen, die glauben, Europa oder gar nur Deutschland wäre in der Lage durch Aufnahme des "Überschusses" an Menschen etwas Gutes zu erreichen, empfehle ich, sich das kurze youtube-Video von Roy Beck anzusehen. Es dauert nur ein paar Minuten, hat aber denn Aha-Effekt.

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observerlbg 13.05.2017, 15:32
3. Und Deutschland ist schon gaanz vorne dran...

Ja, Frau Berg, gut erkannt. Wenn der Konsum nicht mehr mit derProduktion hinterher kommt, gerät etwas gehörig aus der Balance. Diesen Schuss hat nun auch unser Finanzminister erkannt. Vielleich werden die Dystopien, wie z.B. in "Blade runner" war. Und? Steuern wir gegen? Nein! Nach uns die Sintflut.

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adrian142 13.05.2017, 15:47
4. Den exponentiellen Wandel in den Griff bekommen

Die Digitalisierung ist ein Treiber für den exponentiellen Wandel und die Beschleunigung, die wir alle erleben. Wenn die Manager in den Institutionen allen Aufgaben gleichermaßen verfolgen, die schon von Peter F. Drucker beschrieben wurden, dann findet sich auch eine konstruktive Antwort auf die Frage, die der Artikel berechtigterweise stellt! Digitalisierung nicht um der Digitalisierung willen. Und Automatisierung nicht um der puren Automatisierung willen. Es geht um uns Menschen und die Gesellschaft, in der wir leben wollen. Neue Ansätze dazu existieren (Stichworte: humanistische Informationsökonomie und pluralistische Organisationen)...

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jufo 13.05.2017, 15:53
5. Die meisten Jobs sind doof

Als LKW fahrer tagelang durch Staus zu fahren und irgendwo auf einem Parkplatz übernachten zu müssen - ist das gute Arbeit ? Arbeit in Lagern der Internetversender, Lieferungen zusammenzustellen damit der Onlinehandel funktioniert. Das alles für kleines Geld - ist das gute Arbeit ? Ich kann die Liste beliebig fortsetzen, um die allermeisten Jobs die von der Automatisierung gefährdet sind ist es nicht schade. Arbeit ist nicht per se erstrebenswert, man macht sie um Geld zu verdienen um leben zu können; ohne Lohn würde man nicht daran denken. Automatisierung ist eine Chance für die Menschen, sich von dem Joch der Arbeit zu lösen. Sie bietet der Menschheit ungeheure Chancen. Wer es nicht glaubt kann gerne mal ein paar Tage bei großem Internetversendern arbeiten.

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GinaBe 13.05.2017, 15:56
6. Gut, daß SIE hier kolumnieren!

Gut, daß SIE hier kolumnieren!
Sie sprechen -mir etwa- aus der Seele.
Sie dürfen wenigstens denken, schreiben, formulieren, das neue GUT veröffentlichen und können- mit Ihrem anderen Gedankengut zusammen, davon sogar hoffentlich sehr nett leben!!!

Wäre dies doch nur immer so, daß alle Menschen, die ihre Lebenszeit in Arbeit, gleich welche, investieren, davon auch ein gutes Auskommen hätten...
Ihre Vision dagegen ist real und dadurch umso bedrückender, denn, was geschieht, wenn der sog. Arbeitsmarkt gesättigt ist und zuviele Menschen für ihn aber bereit stehen, sehen wir ja. Löhne werden tief gehalten. Alte Leute finden kaum Verwendung mehr, wobei das Alter mit 35 zu beginnen scheint. Naja, wer möchte schon mit Mindestlohn mal 2 oder 3mal pro Woche für 3 Stunden arbeiten dürfen? Für die Rente rentiert sich das nicht..

Ob uns die (hneue) NRW- Regierung ab morgen darauf eine Antwort geben kann im bevölkerungsreichsten und westlichsten Bundesland Deutschlands? Nach dem Krieg waren wir Motor, heute verarmt.
Oder: ob uns die neue/ alte Regierung mit neuer AfD- Ecke im parlament ab Herbst darauf Antworten erteilen wird?
Wenn bei uns mal mit Robotern gepflegt wird, oder die Verhältnisse in den städtischen und christlichen und privaten Heimen nicht grandios ALLE menschenwürdige Verhältnisse (für die alten sowie für die Mitarbeiter!) bekommen, schwöre ich Ihnen, Frau Sibylle, daß ich nur über meine Leiche in ein Pflegeheim umsiedeln werde eines- hoffentlich fernen- Tages.
Das mit der Zukunftshörigkeit und Anbetung des Fortschritts auf Kosten der Humanität hat uns jetzt schon eine kalte Gesellschaft beschert, die Betroffenheit und Mitgefühl in den Grundstrukturen zwar noch enthält, aber schwach ist.

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freigeistiger 13.05.2017, 16:03
7. Recht hat sie

Absatz "Menschliches Leben ist unwichtig für den Kapitalismus". Überkapazitäten und Überproduktionen bestehen jetzt schon weltweit. Der Wettbewerb findet über Absenkung der Lebensbedingungen statt. Das ist die Errungenschaft von "der Krone der Schöpfung". Geht es noch dümmer? Produkte werden immer mehr mit verkürzter Haltbarkeit hergestellt, um einigermaßen den Absatz zu sichern. Weiteres kann man auch bei Ulrike Herrmann nachlesen zur Endlichkeit des Wachstums? "Der Kapitalismus fährt auf eine Wand zu. Und niemand macht sich Gedanken über das Bremsen."

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varesino 13.05.2017, 16:04
8. Wagner hoeren vor dem Lospaddeln

hat fuer das ungeübte Ohr sicher einen Abschreckungseffekt.
Was tun mit all den Menschen? Nehmen wir einmal einen Moloch wie Bangalore in Indien. Diess Stadt braucht dringend ein modernes Wasser und Abwassersystem. Da koennen viel graben und schleppen. Statt Unkraut mit der chemischen Keule zu bekämpfen schickt Menschen auf die Felder.
Es gibt viel zu tun.
Ich gönne dem hiesigen Alterpfleger aber seinen Cobot damit er in 5 Jahren nicht Ruecken hat.
Es ist des Menschen Wille, kein Naturgesetz.

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spmc-12355639674612 13.05.2017, 16:04
9. Ausgerechnet Wagner!

Bach, Beethoven, Mozart und Mendelssohn Bartholdy ja, aber Wagner? Ach so, deutsche Kultur und so ... Sorry, aber Wagner mag ich nicht.
Das mit der Industrie 4.0 haben Sie, liebe Frau Berg, aber noch nicht ganz zu Ende gedacht. Worum geht es? Es geht nicht darum, Menschen die Arbeit wegzunehmen. Es geht darum, Menschen höherwertige, kreative Arbeiten verrichten zu lassen. Einfache, stupide, langweilige und schwere Arbeiten können wir den Maschinen und Robotern überlassen. Zu Beginn sind solche Änderungen schwierig, aber sie helfen uns, unseren Wohlstand weiter zu steigern. Schon heute besitzen wir Autos, Fernseher, Mobiltelefone. Das alles hätte ohne Maschinen nicht produziert werden können. Das beweist, dass Maschinen - in Zukunft auch Roboter - unseren Wohlstand insgesamt mehren. Noch zu Goethes Zeiten hatten nur ganz wenige, sehr Wohlhabende einen Lebensstandard, der mit dem eines großen Teils der heutigen Bevölkerung verglichen werden kann. Die Arbeitsplätze werden durch die neue Stufe der Industrialisierung nicht dauerhaft weniger werden, nur werden sie anspruchsvoller und kreativer.

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