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Babymaschinen: Rage against the Gebärmutter
DPA

Konservative wünschen sich, dass mehr Kinder geboren werden. Aber bitte nur solche, die sich durch deutsche Geburtskanäle auf die Welt gekämpft haben. Echt, brauchen wir wirklich noch mehr Menschen?

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Peletua 22.07.2017, 22:02
70. Fakten? Nein danke...

Sehr guter Artikel; Berg'sche Qualität halt - die wie immer auf wütenden Protest stößt.

Einigen Foristen gehen hier offenbar alle Maßstäbe flöten. Aber nach jahrzehntelanger Indoktrination - 'Hilfe!!! Kreisch!!! Die Deutschen sterben aus!!', hieß es schon in den 1960er-Jahren in einschlägigen Blättern - ist dies nicht weiter verwunderlich. Das Dogma, dass alle 'nicht-weißen' Länder überbevölkert, das eigene, 'biodeutsche' (OMG!) Volk aber heftigst vom Aussterben bedroht ist, wird uns bereits sehr lange in die Köpfe gepflanzt. Es scheint, als habe es übergangslos die 'Volk ohne Raum'-Ideologie der Nazis ersetzt. Wen interessieren da Fakten?

82 Millionen Menschen knubbeln sich mittlerweile in Deutschland auf recht engem Raum (357.375 km²), und immer noch wird in dieser Richtung gebarmt. Zum Vergleich: Schweden beherbergt auf 447.435 km² keine 10 Mio. Menschen; Kanada 36,5 Mio. auf 9.984.670 km². Nigeria, das mit Abstand dichtbevölkertste Land Afrikas, zählt 201 Einwohner pro km², Deutschland 230.

Dazu kommt das, was auch Berg andeutet: 82 Millionen Intensivstverbraucher, von denen geschätzte 98,9% nach dem Ex-und-hopp-Prinzip leben, sprich, wie Kleinkinder alles unter sich gehen lassen, sind ökologisch extrem bedenklich. Noch mehr von der Sorte? Viel Vergnügen in 30 Jahren.

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Oskars 22.07.2017, 22:05
71. Die Kinderlosen

entwickeln ja inzwischen einen richtigen Hass! Ich verstehe ja, dass Hund oder Karriere nicht die Erfahrung existentieller Verantwortung für einen neuen Menschen wettmachen können, dass das plumpe Verkonsumieren des eigenen kleinen Lebens keine Prothese für die zeitlose, transzendente Befriedigung des Elternseins sein kann. Kinderlosen ihren Mangel erklären zu wollen ist aber wie einem Schwarz-Weiß-Seher die Welt der Farben erklären zu wollen: hoffnungslos.

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nobody_incognito 22.07.2017, 22:35
72.

Zitat von Oskars
Die Kinderlosen entwickeln ja inzwischen einen richtigen Hass! Ich verstehe ja, dass Hund oder Karriere nicht die Erfahrung existentieller Verantwortung für einen neuen Menschen wettmachen können, dass das plumpe Verkonsumieren des eigenen kleinen Lebens keine Prothese für die zeitlose, transzendente Befriedigung des Elternseins sein kann. Kinderlosen ihren Mangel erklären zu wollen ist aber wie einem Schwarz-Weiß-Seher die Welt der Farben erklären zu wollen: hoffnungslos.
Es gibt eben auch solche die Kinder "haben" und da kann man sehr verschiedene Erfahrungen machen. Wenn Sie eine Partnerin haben mit der alles prima klappt, dann können und dürfen Sie gern auch 20 Kinder haben - es gibt keine Gesetz welches dies verbieten würde. Manchmal führt es aber auch dazu, dass man Vertrauen in die eigene Wahrnehmung verliert und dann ist erst mal Zwangs-Pause angesagt.

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hotgorn 22.07.2017, 22:41
73.

Zitat von freier_europäer
Also wenn es Deutsche gibt die die demografische Katastrophe mit mehr Kindern und Familien lösen wollen, ist das konservativ und sowieso rechts. Sagen Sie es doch deutlich, eigentlich sind deutsche Kinder eh nicht so wichtig... Brauchen wir die überhaupt noch? Ist das nicht auch schon rechts? Überhaupt ist Familienförderung ein Unterdrückungswerkzeug gegen die Frau. Natürlich freut sich Vater (darf ich das noch schreiben?) Staat über doppelte Steuereinnahmen. Nur blöd dass das Schneeballprinzip "Rente" genau das braucht, nämlich kein allzu gravierendes demografisches Defizit. Aber die linken Träumer werden uns schon eine Lösung präsentieren. Diese haben allsamt die letzten Jahre wunderbar funktioniert. Und wenn nicht, dann war es nur die Unfähigkeit Konservativer diese zu begreifen. Dieses linke Geschwafel, mehr ist das nämlich nicht mehr, ist einfach nur noch pathetisch, weltfremd und peinlich.
Der Konservative darf natürlich maximal 3 Kinder in die Welt setzten. Bei mehr Kindern besteht der Verdacht das der konservative auf Kindergeld aus ist. Der Konservative Windet sich und hasst sich selbst wie dieser Sarrazin dessen Sohn es leider in Hartz4 verschlug.
Ja warum können arbeitslose Griechen Spanier und Co. nicht helfen unsere Rentenkasse aufzubessern. Die Verengte Sicht der Dinge macht den Konservativen sehr Ich bezogen und irgendwie unberechenbar.

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richey_edwards 22.07.2017, 22:53
74. Ja wir benötigen mehr Menschen. Viel mehr.

Überbevölkerung ist wie Waldsterben oder Peak-Oil eine Phantomkatastrophe. Tatsächlich sind Menschen die ultimative Ressource von der wir nicht genug haben können. Menschliche Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und Erfindungsgeist sorgen für permanenten Fortschritt.

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egonjuansho 22.07.2017, 22:57
75. Konfus konfus

Frau Sybille, das ist ein wirklich seltsamer Artikel. Sind sie frustriert? Lassen Sie doch die Leute Kinder kriegen, die finden das nicht so schlimm wie Sie. Wenn Sie in Ihrem Umfeld zu viele deutsche Frauen sehen, duch deren Geburtskanäle sich Babys schieben, können Sie ja immer noch zum Psychiater oder einfach irgendwo hinziehen, wo Sie es nicht so mitbekommen.

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Krokodilstreichler 22.07.2017, 23:02
76.

Es ist in der Tat richtig, dass auch in Deutschland zu viele Kinder geboren werden, einfach aus dem Grund, weil zu viele Arbeitsplätze verlagert oder vernichtet wurden, als dass man all diese Kinder mit Arbeit versorgen könnte. Obwohl heute ja schon weniger Kinder als in vergangenen Jahrzehnten geboren werden, muss man trotzdem zu Hilfsmitteln wie künstlich verlängerte Schul- und Studiumszeiten greifen, um die Jugendlichen aus der Arbeitslosenstatistik zu tilgen und sie irgendwie zu beschäftigen. Irgendwann reicht aber auch das nicht mehr, wie man gerade schön in Spanien und Italien sehen kann.

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Newspeak 22.07.2017, 23:23
77. ...

Zitat von Oskars
Die Kinderlosen entwickeln ja inzwischen einen richtigen Hass! Ich verstehe ja, dass Hund oder Karriere nicht die Erfahrung existentieller Verantwortung für einen neuen Menschen wettmachen können, dass das plumpe Verkonsumieren des eigenen kleinen Lebens keine Prothese für die zeitlose, transzendente Befriedigung des Elternseins sein kann. Kinderlosen ihren Mangel erklären zu wollen ist aber wie einem Schwarz-Weiß-Seher die Welt der Farben erklären zu wollen: hoffnungslos.
Anders als wohl viele hier glauben, ist es nicht natuerlich, dass ALLE notwendigerweise Kinder haben. Wir sind keine Insekten, die sich auf Teufel komm raus vermehren muessen, damit die Art erhalten bleibt. Selbst in den Zeiten der groessten Kindersterblichkeit hat die Menschheit eigentlich konstant zugelegt.

Es ist nebenbei auch nicht so, dass alle Menschen Kinderkriegen als das empfinden, was ihrem Leben Sinn gibt. Es ist fuer viele vor allem der bequeme Weg, man kennt es nicht anders. Und die Natur hat es ja auch so eingerichtet, dass es oft genug "passiert", auch wenn es die Leute nicht wollten, aber zu daemlich waren, zu verhueten.

Man muss Kinderlosen keinen Mangel erklaeren, weil es keinen Mangel gibt. Kinder zu machen ist auch keine grosse Leistung. Und Familien verdienen meiner Meinung nach auch keine besondere Foerderung, denn oft genug liefern sie ja gar nicht das, was man von ihnen erwartet. Wieviele Familien sind denn wirklich gute Familien fuer ihre Kinder?

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quark2@mailinator.com 22.07.2017, 23:45
78.

Ich mag mich irren, aber Kindermangel erscheint mir immer als Zeichen dafür, daß die jungen Menschen entweder unglücklich oder unsicher sind. Wer froh in die Zukunft sieht, hat vermutlich im Durchschnitt auch gern eigene Kinder.

Abgesehen davon ist es sicher zweifelhaft, wenn ein 80Mio.-Volk deutlich weniger Kinder hat, als umliegende 60Mio.-Völker. Das deutet auf mindestens eine arme Rentnergeneration hin, die zwar selbst die eigenen Eltern versorgt hat, aber dann ins Leere läuft.

Und es ist ein bischen wie mit dem Wassermangel - nur weil wir in DE sparen, gibt es davon in der Wüste nicht plötzlich mehr. Soll heißen: Ja, die Weltbevölkerung ist verdammt groß geworden, aber als es erst 4 Mrd. Menschen waren (etwa 1980), waren wir in DE i.e. genausoviele Menschen. Also wenn hier jemand an Einwohnern sparen sollte, dann sicher nicht DE.

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curiosus_ 22.07.2017, 23:57
79. Wenn Sie meinen post...

Zitat von nobody_incognito
Bevölkerungsexplosion ist ein weitaus gravierenderes Problem als Bevölkerungsschwund und taucht eher dort auf wo Frauen weniger über ihren Körper verfügen. Amerika wurde aber schnell besiedelt, und in den USA sind die "deutschstämmigen" auch noch die größte Gruppe. Also kein Grund hysterisch zu werden, dass etwas von dem wertvollen Erbgut abhanden kommen wird.
...gelesen und verstanden hätten dann würden Sie nichts von "wertvollen Erbgut" schreiben. Das ist nämlich Blödsinn, es gibt kein spezifisch Deutsches Erbgut.

Ich habe mich auf "eine Gesellschaft" bezogen, das hat nichts mit "Erbgut" zu tun. Allerdings mit kulturellem Erbe und den "hier existierenden Werten", wie ich in meinem ersten post geschrieben habe.

Das Erbgut kann das selbe sein, trotzdem unterscheiden sich Gesellschaften. Die des IS z.B. finde ich persönlich nicht sonderlich erhaltenswert.

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