Forum: Kultur
Bad-Taste-Ausstellung: Jahrmarkt der Scheußlichkeiten
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Salzstreuer in Busenform, Finger als USB-Sticks, Gewehrlauf als Lampenfuß: Dass schlechter Geschmack keine Grenzen kennt, zeigt die Ausstellung "Böse Dinge" in Hamburg - und entdeckt dabei erstaunliche Ähnlichkeiten zu den Scheußlichkeiten des Deutschen Reichs.

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marcuspüschel 16.05.2013, 15:58
1. Zustimmung

Zitat von sysop
(...)Verpflichtet war man der Utopie, dass der Weg zum guten Menschen über den guten Geschmack führt - und dass guter Geschmack eine Frage der Volkserziehung ist. (...)
Die vielbeschworene Geschmacksfrage gibt es tatsächlich nicht. Wir haben alle den selben Geschmack, oder das selbe Stilempfinden, aber eben sehr unterschiedlich gut geschult.
Auch wenn die Utopie sehr gewagt daherkommt, mag ich mich ihr anschliessen. Zu oft fiel mir auf wie die gar nicht so böse Eitelkeit eine hervorragende Eigenschaft ist, welche uns treibt besser zu sein als wir eigentlich sind.

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noalk 16.05.2013, 16:08
2. rassistisch?

Ich erkenne in der Figur, die als Schokoladenkugelbehältnis dienen soll, lediglich eine Figur, deren Äußeres einen Schokoladenüberzug imitieren soll. Wer was anderes erkennt, assoziiert die Farbe von Schokolade mit der Hautfarbe von Afrikanern, und das ist rassistisch. Im Übrigen lässt sich trefflich streiten, was von den Ausstellungsstücken schlechter Geschmack oder originell (zB der USB-Stick) ist.

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a.w.e.s.o.m.-o 16.05.2013, 16:11
3. Haben will

Also der Salzstreuer ist ja wohl grandios...gibt's dafür eine Bezugsquelle?

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philip2412 16.05.2013, 16:15
4. optional

Objekt 2 ist also Rassismus ? Wer so etwas produziert ist also automatisch ein Rassist ?
Leute ,werdet doch wieder mal normal.

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monooxid 16.05.2013, 16:18
5. Untertitel

Bad-Taste? Klospülung oder was? Nichts gegen Englisch, Filme gucke ich fast nur im Original, aber so deplatziert in einen Text einbaut, dann beschleicht einem das Gefühl das ihm schlicht nichts Kluges einfiel und er es zu überspielen versuchte.

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wernerwenzel 16.05.2013, 16:41
6. Wie geschmacklos der Kram

da hingekrempelt wurde, sagt ja wohl eine Menge über das "Stilbewußtsein" der Aussteller aus.

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LorenzSTR 16.05.2013, 16:56
7. @philip2412

Ja, das ist rassistisch - dazu hässlich und dämlich. Wer das nicht erkennt, muss schon ziemlich daneben sein. Apropos daneben: Schlicht, klar, funktional und langlebig sind Produkt- und Designkategorien, die dem Wachstumswahn zuwiderlaufen. Viele heute produzierte Konsumgüter können wohl getrost unter dem Label "Konsumschrott" verortet werden, wofür mit massiven Werbe- und Marketinganstrengungen erst künstlicher Bedarf geweckt werden muss. Diese Denke hat sich in Sachen Designsprache schon in die Konsumentenköpfe eingenistet: Gutes Design gilt vielen als "langweilig", während Blingbling-Plastik schon in den Kinderzimmern gut ankommt.

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papawanki 16.05.2013, 17:16
8.

Zitat von marcuspüschel
Die vielbeschworene Geschmacksfrage gibt es tatsächlich nicht. Wir haben alle den selben Geschmack, oder das selbe Stilempfinden, aber eben sehr unterschiedlich gut geschult. Auch wenn die Utopie sehr gewagt daherkommt, mag ich mich ihr anschliessen. Zu oft fiel mir auf wie die gar nicht so böse Eitelkeit eine hervorragende Eigenschaft ist, welche uns treibt besser zu sein als wir eigentlich sind.
Tja, so kann man seine Arroganz a'la "Ich bin besser als alle anderen" auch umschreiben.

Also ich persönlich habe dann lieber keinen so erlesenen, geschulten Geschmack.

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glen13 16.05.2013, 17:19
9.

Zitat von sysop
Salzstreuer in Busenform, Finger als USB-Sticks, Gewehrlauf als Lampenfuß: Dass schlechter Geschmack keine Grenzen kennt, zeigt die Ausstellung "Böse Dinge" in Hamburg - und entdeckt dabei erstaunliche Ähnlichkeiten zu den Scheußlichkeiten des Deutschen Reichs.
Diese Form von (überheblicher) Kritik am Geschmack anderer ist ein typisch deutsches Phänomen. Wenn man genügend auf der Welt herumkommt, wird man sehr schnell feststellen, dass der sogenannte gute Geschmack, der hier präferiert wird in anderen Ländern nichts wert ist. Die Kulturen geben einen Großteil des Geschmacks vor. Man sollte es sich ersparen, herablassend über etwas zu lästern, dass man nicht mag, nicht versteht oder einfach nicht gelernt hat. Diese Art von Kritik ist keine Form von Intelligenz, eher das Gegenteil.

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