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Beatles-Film "Eight Days A Week": "Aus der Unschuld ins Chaos"
Studiocanal/ Apple Corps

"Eight Days A Week" dokumentiert die turbulenten Konzertreisen der Beatles. Hier erzählt Regisseur Ron Howard, warum sein Film auch für Jüngere interessant ist.

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allegro_assai 15.09.2016, 16:23
1. Revolver

Die Entscheidung, nicht weiter zu touren, fiel erst nach dem letzten Konzert im Candlestick Park. Revolver war da bereits veröffenlicht – nur konnten die Songs daraus nicht mehr live aufgeführt werden.

"Paperback Writer", die begleitende Single zu Revolver, wurde aber durchaus noch live gespielt.

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freddykrüger 15.09.2016, 18:15
2. Ron Howard

muß ein hoffnungsloser Optimist sein wenn er wirklich glaubt, er könne ein jüngeres Publikum für die Beatles begeistern. Ich will nicht pauschalisieren, aber der größte Teil der Kids sind nun mal musikalische Analphabeten. Die scheren sich einen Dreck um eine Band die ihre Karriere vor 46 Jahren beendet hat. Für die jugendlichen ist es interessanter welch feuchten Furz Lady Kacka oder Justin Bieber haben fahren lassen. Früher war alles besser (lol). Ich werd mir auf jeden fall den Film angucken. Bei dem ReRelease des Hollywood Bowl Albums bin ich allerdings etwas skeptisch. Im gegensatz zum 77 Release hat man zwar das fürchterliche Mädchengeschrei zurückgefahren aber die Instrumente sind klar, deutlich und differenziert zu hören. Mit dem minimalistischen Equipment was damals zur Verfügung stand und dann noch im Stadion aufgenommen, ist das schon sehr merkwürdig. Ist aber auch egal. Ich hör das Album ganz gerne.

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ArmeOhren 15.09.2016, 19:29
3.

Ich freue mich sehr auf den Film. Es gab doch auch mal so eine mehrteilige, groß angelegte Dokumentation, die irgendwann im Fernsehen lief (hieß die auch Anthology?). War auch toll gemacht.
Waren weitere Gründe für die Entscheidung, die Konzerte einzustellen, nicht auch, dass die Stücke einfach zu komplex wurden um sie live aufzuführen, dass die Anlagen der damaligen Zeit kaum noch ausreichten, um das hysterische Publikum zu übertönen und dass den Beatles der aggressive Starkult, der das Interesse für ihre Musik irgendwann überragte, nicht behagt hat?
Übrigens bin ich, was das jüngere Publikum angeht, optimistischer als freddykrüger. Sicher, ein Großteil der Masse wird mit dem Stoff nichts anzufangen wissen (aber das ist ja bei allem so, was interessant ist). Aber ich denke, ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Teil ist gerade vor dem Hintergrund von Musik als seelenlosem Konsumprodukt fasziniert von der Geschichte, von dem Echten, dem Überdauerndem, dem Legendären, von Musik als kreativem Schatz. Ich selbst gehöre zwar auch nicht mehr zur Generation Bieber, bin aber zumindest deutlich nach der Auflösung der Beatles geboren worden. Und trotzdem war die Thematik für mich immer hochspannend und die Musik weit interessanter als BlingBling-Rap oder Bravo Hits 8 ;)

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Blaubeermuffin 15.09.2016, 20:44
4.

Ich halte die Idee Jüngere von den Beatles zu überzeugen sehr gut und auch realistisch. Ich selbst bin 15 und liebe die Beatles schon lange. Viele meiner Freunde mögen ihre Musik auch sehr:D
Ich freue mich schon mega auf den Film.

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freddykrüger 15.09.2016, 22:27
5. @ArmeOhren

Nee nee, ich seh bei der Generation Plastik Pop bzw. You Tube sehr Schwarz. Ihre Idole sind Pop Gurken bei denen Image und Fasade wichtiger ist als ihre einfach gestrickte Musik. Hoffen kann man auf die nächste Generation die, wie die Erfahrung zeigt, sich fast immer von der vorherigen unterscheidet. Forist #4 scheint wohl hier eine Ausnahme sein. Befürchte aber das er sich 40 Jahre jünger gemacht hat (lol). Hoffe der Forist hat Humor.

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ArmeOhren 15.09.2016, 23:08
6. @freddykrüger

Aber nein... Die, die Sie meinen, sind nur die Lautesten, die am häufigsten im Fernsehen zu sehen sind und die, mit denen sich noch Geld verdienen lässt. Hält man mal die Augen und Ohren auf, ist man überrascht, wie oft man Jugendliche im Led Zeppelin T-Shirt sieht, oder Stones und CCR aus Filmsoundtracks und Kneipen voller junger Leute hören kann. Und das ist nicht alles - auch heutzutage machen die Jungen zum Teil noch hammergute Musik, nur werden sie dafür nicht mehr bezahlt. Und berühmt wird heute auch kaum noch einer mehr damit. Das hat verschiedene Ursachen, die ich mit mehr Sorge und Wehmut beobachte als die verdorbene Jugend ;)
Übrigens hab ich neulich mal begonnen, die sehr empfehlenswerte Jazz-Doku von Ken Burns zu sehen, in der u.a. zu erfahren ist, wie man vor hundert Jahren mal die Hände über die Generation unserer Ur-Großeltern über dem Kopf zusammenschlug, als der Ragtime in Mode kam...

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Newspeak 15.09.2016, 23:21
7. ...

Zitat von freddykrüger
Ron Howard muß ein hoffnungsloser Optimist sein wenn er wirklich glaubt, er könne ein jüngeres Publikum für die Beatles begeistern. Ich will nicht pauschalisieren, aber der größte Teil der Kids sind nun mal musikalische Analphabeten. Die scheren sich einen Dreck um eine Band die ihre Karriere vor 46 Jahren beendet hat. Für die jugendlichen ist es interessanter welch feuchten Furz Lady Kacka oder Justin Bieber haben fahren lassen. [...]
Das haben Ihre Eltern bestimmt auch über Sie gesagt: "Schrecklich, der Junge hört nur diese englischen Krachmacher und nicht Peter Kraus und Conny Froboess" ;).

Ich dagegen glaube, dass es Künstler und Kunstwerke von universellem Rang gibt, und da zählen die Beatles mit dazu. Die können noch in tausend Jahren von jungen Menschen für sich entdeckt werden, lange nachdem jede andere Erinnerung an diese Zeit aus dem Gedächtnis der Menschheit getilgt wurde. Die sind einfach gut.

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frida1209 16.09.2016, 00:45
8. Ein Schmankerl für den Fan

Komme soeben aus dem Kino. Die Doku ist ein Schmankerl für jeden Beatles-Fan. Sie waren und sind eben die Grössten. Junge Leute sollten sich nicht abhalten lassen. Da kann man lernen, wie noch unter widrigsten Umständen erstklassige Musik entstehen kann.

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monoman 16.09.2016, 06:12
9.

Ja ja, das Publikum damals war ja wirklich noch viel anspruchsvoller als die heutige Doofklickjugend. Die hysterischen Mädels, die damals die Beatles bei den Konzerten mit ihrem Gekreisch übetönten, taten das natürlich nicht aus irgendeiner naiven Teeniebegeisterung heraus sondern natürlich rein aus tief fundiertem musikalischen Interesse. Gähn...

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