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Belästigungsdebatte: Bis es peinlich wird, nichts zu wissen
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Die Belästigungsdebatte verunsichert Sie? Sie wissen nicht, was jetzt noch erlaubt ist? Ignoranz ist jedenfalls keine Option mehr - denn es gibt da einen ganzen Forschungszweig, der weiterhelfen kann.

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Gerd Meel 24.10.2017, 16:31
10. Falscher Ansatz

"Als ginge es nicht viel eher darum, welche Freiheiten Frauen bisher oft fehlten und was eigentlich normal sein sollte - nämlich sich im öffentlichen Raum oder in beruflichen Kontexten zu bewegen, ohne befürchten zu müssen, dass sie blöd angemacht werden." Damit wären sie die ersten, die diese Freiheiten hätten. Wie kann man bloß von dieser völlig unrealistischen Annahme ausgehen, dass diese Situation irgendwo normal wäre. Solange man das tut ist völlig verständlich, wieso ein Großteil der Männer absolut negativ kritisch gegenüber feministischen Strömungen ist. Unter Männern wird beleidigt, Macht zum Spaß missbraucht (auch sexuell), körperlich gekämpft und in allen Bereichen des Lebens läuft ein gnadenloser Wettbewerb. Das Wort gnadenlos steht nicht für nichts sondern dafür, dass es eben keinen Trostpreis für die Verlierer gibt.

("Der Autor Christian Gesellmann wünscht sich, "dass Frauen Männern öfter sagen, wenn sie Idioten sind". "
Wenn man das wie Männer tut, bedeutet das z.B. eben auch, dass man, wie Männer, im Zweifel für solche Aussagen eins auf die Schnauze bekommt.)

Der Wettbewerb überträgt sich auch zum Umgang mit Frauen. Eine Frau die keinen ihrer Partner je selber angesprochen und die Beziehung initiert hat, erfährt keinen Unterschied zu einer, die dieses regelmäßig tut. Wenn man das als Mann tut, bleibt einem nur bis in alle Ewigkeit partnerlos zu sein. Auf Grundlage dieses extremen Unterschieds entsteht doch erst diese übertriebene Baggerkultur, die nicht selten Auswüchse in Richtung sexueller Belästigung bekommt. Nichts davon soll relativieren oder entschuldigen. Es ist die Ist-Situation, die wir haben. Und wenn ein "Forschungszweig" die Ist-Situation (also den Untersuchungsgegenstand) ignoriert und fast vollständig aus einer politisch sehr aufgeladenen Zukunftsutopieforderung besteht, dann ist das (zurecht) nicht wirklich ernstzunehmen und gehört eher in eine Partei, als in wissenschaftliches Umfeld.

Wenn man das Problem wirklich lösen will, sollte man zuerst mal verstehen wie es funktioniert und wo die Grundlagen liegen. Das heißt: Das Problem kommt von Männern (nicht nur, aber hauptsächlich), also muss man MÄNNER (und deren Umfeld) untersuchen, nicht das, was Frauen gerne für ein Umfeld hätten.

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confident 24.10.2017, 16:34
11. Was Du nicht willst...

Selten hat mir ein Artikel so aus der Seele gesprochen. Warum nur geben Männer stets vor, es sei so kompliziert? Mit der Regel „Was Du nicht willst, das man Dir tu - das füg‘ auch keinem andren zu“ wären die meisten Zweifel wohl ganz schnell vom Tisch.

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paulvernica 24.10.2017, 16:36
12. Sie versteht es nicht

Zitat von auweia
Ich wünsche mir eigentlich auch Jungs, die nicht zickig oder anstrengend sind - und gut dabei aussehen dürfen sie ebenfalls.
Warum kaufen Eltern, und hier bestimmen sicher die Mütter, den weiblichen Neugeborenen rosa Kleidung und den männlichen blaue Kleidung ?
Offensichtlich hatten diese Eltern nicht die Erlaubnis von Frau Stokowski ihre Kinder so aufzuziehen wie sie wollen !!
Frau Stokowski, sie haben recht es gibt Männer die sind Schweine.
Es gibt auch Frauen die sind hinterhältig. So ist das Leben.
Und manche Frau findet eine körperlich Annäherung durchaus nicht als Belästigung wenn der Mann attraktiv ist, und die gleiche Frau ruft den Frauenbeaufragten wenn der Mann eklig ist aber das gleiche tut wie der andere.
Hören Sie doch auf , solche widrigkeiten des Lebens, für ihre politisch-menschlichen Probleme zu instrumentalisieren !

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rennflosse 24.10.2017, 16:36
13. Ein anständiges Elternhaus

Ein anständiges Elternhaus hilft in aller Regel dabei, sich korrekt zu verhalten. Aber da wir die klassischen Autoritäten abgeschafft haben und überdies unsere Kultur zunehmend von importierten Super-Machos verschlimmbessert wird, soll Frau sich nicht beklagen, wenn es nun ein wenig rauer zugeht. Ich heiße das nicht gut, sehe es aber als unausweichliche Konsequenz an, der man auch mit der dritten (Fön)- Welle des Feminismus nicht beikommen wird.

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gctuser 24.10.2017, 16:41
14. Idiots rule!

Zitat von großwolke
Mich selbst informieren? Weil jemand anders eine Befindlichkeit hat? So funktioniert die Welt nicht.
In der Tat - so funktioniert die Welt nicht. Ich hab auch zunehmend mit Leuten zu tun, die in breitbeiniger Selbstzufriedenheit die Kenntnis von Vertragsinhalten als Befindlichkeit abtun.

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wjr69 24.10.2017, 16:43
15. Was sich bei Frau Stokowski dringend ändern muss..

ist, dass sie die vermeintlichen "Erkenntnisse" der Gender-Wissenschaft in den Rang eines Naturgesetzes erhebt, die jeder Mensch gefälligst lernen muss wie binomische Formeln. Wenn sie das ernst meint, muss sie auch freie Wahlen abschaffen, da wir ja eh alle Patriarchatssklaven und zu Entscheidungen unfähig sind. Die Haltung ist wirklich gruselig und erinnert mich an bornierte Marxisten-Leninisten, die ja auch den zukünftigen Lauf der Weltgeschichte ganz genau kannten.

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Influxx 24.10.2017, 16:44
16.

Immer wenn ich mir so etwas durchlese, denke ich an die Empörung, die ein derartiger Artikel ausgelöst hätte, wäre er gegen Frauen, eine bestimmte Religion oder Menschen bestimmter oder unbestimmter Herkunft gerichtet gewesen. Anders ausgedrückt: Männer darf man ohne weiteres aufgrund von Merkmalen, auf die sie keinen Einfluss haben, unter Generalverdacht stellen. Das ist schließlich gerade en vogue.

Meiner Meinung nach soll jede Person das tun und lassen, was sie möchte, so lange sie dabei keinem schadet. Das UNABHÄNGIG vom Geschlecht und anderen Merkmalen. Und - oh Wunder - das entspricht auch der materiellen Rechtslage.

Warum engagiert man sich nicht, Beratungsstellen zu schaffen und zu unterstützen? Warum stellt man sich nicht die Frage, warum eigentlich sexuell motivierte Straftaten vergleichsweise selten angezeigt werden?
Nein da ist es viel leichter sinnlose Gesetze zu konzipieren, auf DIE MÄNNER zu schimpfen, oder sich darüber zu aufzuregen, wer genau wen unterbricht (das ist übrigens eine Abart, die sich - von den Politikern vorgelebt - ungeachtet des Geschlechts durch DIE GESAMTE Gesellschaft zieht).

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Freier.Buerger 24.10.2017, 16:46
17. Es muss peinlich werden...

Es muss peinlich werden Aussagen vom Medien, Politik und Gesellschaftswissenschaften als gottgegeben hinzunehmen und sie nicht zu hinterfragen. Das hat mit Nichtwissen gar nichts zu tun. Ich habe glücklicherweise die Freiheit und ich nehme mir sie auch heraus, Studien zu hinterfragen und die Ergebnisse zu glauben oder nicht.
Männer und Frauen sind unterschiedlich, schon wenn sie auf die Welt kommen gibt es kleine körperliche Unterschiede, die sich auf Grund unterschiedlicher biochemischer Vorgänge im weiteren Verlauf immer weiter verstärken. Bei all den pysischen Unterschieden zwischen Männern und Frauen soll ausgerechnet das Gehirn ein reiner weißer Fleck sein, welcher auch im Laufe seiner Entwicklung zum Erwachsenen weder durch den Genpool noch durch irgendwelche Hormone sondern ausschließlich durch Erziehung und die vorherschenden gesellschaftlichen Strukuren geprägt wird?
Nein das glaube ich nicht. Es ist mir auch nicht peinlich.

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jm1810 24.10.2017, 16:49
18.

Frau Stokowski, ich fühle mich unangenehm berührt von Ihrem belehrenden Ton, der davon ausgeht, daß Sie natürlich Recht haben und ich gefälligst nachzulesen habe, was in Genderstudien und sogenannten „Sexismus“- Debatten steht.
Genderstudies haben bekanntermaßen keinerlei wissenschaftliche Grundlage, sondern sind reine Ideologie. Deswegen gibt es für mich keinen Grund, Zeit in das Studium solcher Machwerke zu investieren.
Bzgl. des Begriffes „Sexismus“ und der Aufgeblähtheit, die er in der letzten Zeit erlangt hat, möchte ich an das Schicksal vieler anderer -ismen erinnern, die im Laufe recht kurzer Zeit so vollgestopft wurden mit Bedeutungen und Wertungen, daß sie letztlich zu keiner differenzierten Analyse mehr taugen. Vielmehr zu einer ideologischen Universalkeule werden, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit geschwungen wird.

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Whatever123 24.10.2017, 16:49
19. Genderstudies

Ich soll also Genderstudies studieren, damit ich mich als Mann von dem Signa des potentiellen Vergewaltigers befreien kann?
Komisch, Weinstein galt als großer Unterstützer des Feminismus, der politischen Linken der USA und junger weiblicher Regisseurinnen. Irgendwie hat es ihm trotzdem nicht davon abgehalten Frauen zu belästigen, wenn die Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen.

Ich werde Frauen einfach weiterhin wie normale Menschen behandeln. Ich werde sie unterbrechen, wenn sie Blödsinn reden und Komplimente machen, wenn es meiner Meinung nach angebracht ist. Genau wie ich es auch bei Männern mache.

Die Genderstudies haben zurecht den Ruf, weniger Wissenschaft und mehr Ideologie zu sein.
Daher: Danke, nein danke!

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