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Benoîte Groult über das Älterwerden: Aber ohne den herrlichen Sex sein? Undenkbar
privat

Ein feministisches Porträt übers Älterwerden: Das "irische Tagebuch" der französischen Schriftstellerin Benoîte Groult zeigt das echte Leben und Lieben hinter dem Bestseller "Salz auf unserer Haut".

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.patou 28.07.2019, 12:40
1.

Die Begeisterung für "Salz auf unserer Haut" habe ich seinerzeit überhaupt nicht verstanden. Schlecht geschrieben, voller Klischees und eine entsetzlich unsympathische weibliche Hauptfigur. Warum es dem Feminismus zur Ehre gereichen sollte, dass eine privilegierte Frau einen ihr intellektuell nicht ansatzweise gewachsenen Mann benutzt, sich aber nicht wirklich auf ihn einlassen will, hat sich mir nie erschlossen.

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marcanton80 28.07.2019, 12:41
2.

In einer materialistischen Welt hält sich der begüterte für frei, dem ist aber nicht so .Deswegen muss der Mensch sich auch weiterentwickeln und diesen elenden Tanz ums goldene Kalb hinter sich lassen ,es wird langsam Zeit das Leben könnte für den Menschen so viel mehr sein....

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kika2012 28.07.2019, 14:05
3. .patou

Tja kann nicht jeder verstehen. Ich habe das Buch geliebt.

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Goonie2 28.07.2019, 14:53
4. Feministisch?

Was soll denn daran feministisch sein, einen Ehemann und einen Liebhaber zu haben? Es ist einfach eine private Entscheidung eines Menschen, der offenbar Verzicht aus Loyalität nicht mit sich vereinbaren kann. Feministisch? Ok, weil es eine Frau macht. Wenn es ein Mann macht, ist es falsch. Aha. Diese Vereinfachung, dass feministisch auch egoistisch und auch gut ist, ist extrem undifferenziert und kaum vermittelbar.

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klmo 28.07.2019, 15:17
5.

Zitat von Goonie2
Was soll denn daran feministisch sein, einen Ehemann und einen Liebhaber zu haben?
Damals schon.
Es mutet aus heutiger Sicht eher banal an, was damals als feministisch galt. Beruflich konnte sie sich als Lehrerin und später als Journalistin in der Gesellschaft etablieren und auch agieren.
Und der damalige Erfolg ihres Bestsellers basierte ebenso auf eine banale Feststellung, dass die Liebe nicht zwingend den Verstand mit einschließen muss. Und wenn sie damals als Frau den Anspruch geltend machte, ihre körperliche auch ausleben zu dürfen, was in der Männerwelt schon immer selbstverständlich war, dann war das aus der Sicht der Frauen noch immer eine ambivalente Ausnahmeerscheinung.

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James Blönd 28.07.2019, 15:19
6. Mit zweierlei Maß messen?

Zitat von kika2012
Tja kann nicht jeder verstehen. Ich habe das Buch geliebt.
Ah, Sie sind ja auch noch hier. Vielleicht erinnern Sie sich, i bims, der ehemalige brut_dargent :)

@Goonie2 Meinem Empfinden haben Sie den Artikel nicht so richtig verstanden: Wenn der Kerl zwei Frauen hat, ist das gesellschaftlich meistens akzeptiert ('Der nimmt sich, was er braucht, Respekt', und ganz sicherlich gibt es einen Haufen Männer, die denken: 'Der Glückliche, ich muss das ja heimlich machen ...'). Es gibt auch sehr viel mehr Literatur darüber. Wenn aber eine Frau sich das Recht herausnimmt, noch dazu eine prominente feministische Schriftstellerin, dann ist das ganz plötzlich ihre 'private' Angelegenheit? Das ist in meinen Augen mit zweierlei Maß messen, ohne das Ihnen unterstellen zu wollen.

Ich glaube auch nicht, dass es um verweigerten Verzicht geht. Sondern vielmehr, dass dort eine Frau etwas benötigt hat, was sie bei ihrem Ehemann nicht finden konnte.

Wenn Sie es interessiert: "Die Wolfsfrau. Die Kraft der weiblichen Urinstinkte". Ich habe es zwar selber noch nicht gelesen, ahne aber in etwa, wo die Reise hingeht und freue mich schon sehr darauf. Übrigens ein Tipp von meiner neuen Lebensgefährtin, ebenfalls sehr prominent.

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hajoschneider 28.07.2019, 15:35
7. Banal

Warum muss man die banalen Äußerungen einer Charlotte Roche unbedingt in einem Artikel über diese großartige Schriftstellerin unterbringen?

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klmo 28.07.2019, 15:56
8.

Als Ergänzung:

Als eine der ersten hat sich Benoite Groult gegen die Beschneidung afrikanischer Mädchen engagiert und sich unter Mittérand um die sprachliche Gleichstellung der Frauen gekümmert.
Apropos Mitterand:
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/mitterrands-briefe-an-seine-geliebte-die-frau-in-seinem-schatten/14678624.html

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erlenstein 28.07.2019, 16:36
9.

och nee, das war also eine feministische Schriftstellerin: mehrfach geliftet (was man auch sah), 1mal im Jahr eine Bumsbeziehung mit einem ihr offenbar nur körperlich gewachsenen Mann für 14 Tage, ansonsten wohlhabend und frei in ihrer Lebensgestaltung.
Sie ist genau das Vorbild für die, die Parität in den Vorstandsetagen fordern und behaupten, das ist Feminismus.

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