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Benoîte Groult über das Älterwerden: Aber ohne den herrlichen Sex sein? Undenkbar
privat

Ein feministisches Porträt übers Älterwerden: Das "irische Tagebuch" der französischen Schriftstellerin Benoîte Groult zeigt das echte Leben und Lieben hinter dem Bestseller "Salz auf unserer Haut".

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Jack-in-the-box 28.07.2019, 17:40
10. Schon leicht vergilbt

die Blätter von „Salz auf unserer Haut“. Und doch finde ich dieses Buch auf Anhieb in meinem Bücherschrank, kann ganze Passagen im Schlaf aufsagen. So sehr hat mich die Geschichte von George und Gauvain seinerzeit gefesselt. Zwei Menschen, die in unterschiedlichen Welten zu Hause sind und die so ziemlich alles trennt, bewahren sich die Magie füreinander. Eine Anziehungskraft, die so unwiderstehlich ist, dass Verlangen und Ausleben zum entschuldbar logischen Akt fern aller Konventionen werden. Dass die „erotischen Memoiren einer emanzipierten Frau“ zum Kultbuch avancierten, erzürnte Kritiker, die den Bestseller von Skandal bis Sünde niedermachten. So belegt es der von mir damals beigefügte Zeitungsausschnitt. Für mich bleibt das Buch ein berührender Liebesroman. Dies auch in Anlehnung an ein Zitat von Helene Deutsch zum Vorwort: Einsam ist, wer für niemand die Nummer Eins ist. Und wer schlau ist, erweitert den Stapel der kommenden Urlaubslektüre um das neue Werk der unvergessenen Schriftstellerin, Feministin und wunderbaren Benoîte Groult. Lesen ist Ehrensache, vorausgesetzt „Gauvain“ schickt sich nicht an ...

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tom2strong 28.07.2019, 18:21
11. Der einer Frau intellektuell nicht gewachsene Mann

Gelesen. Erstaunlich gefunden und gemocht. Selbst in so eine Situation geraten. Ich war ihr intellektuell nicht gewachsen. Leider hat es, sehr erwartbar, nicht gehalten.

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three-horses 28.07.2019, 18:23
12. So schön so traurig.

Zitat von Jack-in-the-box
die Blätter von „Salz auf unserer Haut“. Und doch finde ich dieses Buch auf Anhieb in meinem Bücherschrank, kann ganze Passagen im Schlaf aufsagen. So sehr hat mich die Geschichte von George und Gauvain seinerzeit gefesselt. Zwei Menschen, die in unterschiedlichen Welten zu Hause sind und die so ziemlich alles trennt, bewahren sich die Magie füreinander. Eine Anziehungskraft, die so unwiderstehlich ist, dass Verlangen und Ausleben zum entschuldbar logischen Akt fern aller Konventionen werden. Dass die „erotischen Memoiren einer emanzipierten Frau“ zum Kultbuch avancierten, erzürnte Kritiker, die den Bestseller von Skandal bis Sünde niedermachten. So belegt es der von mir damals beigefügte Zeitungsausschnitt. Für mich bleibt das Buch ein berührender Liebesroman. Dies auch in Anlehnung an ein Zitat von Helene Deutsch zum Vorwort: Einsam ist, wer für niemand die Nummer Eins ist. Und wer schlau ist, erweitert den Stapel der kommenden Urlaubslektüre um das neue Werk der unvergessenen Schriftstellerin, Feministin und wunderbaren Benoîte Groult. Lesen ist Ehrensache, vorausgesetzt „Gauvain“ schickt sich nicht an ...
Das Problem in so eine Beziehung...man kann sich auf den Partner nicht mehr verlassen. Was man im Leben so oft braucht. In eine Ehe. Oder man lässt die Pfoten davon und lebt wie ein Vogel frei. Was nicht stimmt. Die trennt eigentlich nur der Tod des einen. Wenn sich Frauen so emanzipieren wollen, ist das ihr gutes Recht. Auch jedes Mannes.
Das Leben soll sich jeder ausbauen nach den eigenen Vorstellungen.
Die irgendwann doch nicht so optimal sind. Das schönste was man so erfahren kann, die Nachricht, man hatte die Hörner aufgesetzt bekommen. Es gibt immer was zu feiern. Warum nicht gleich Funny Hill?

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bb-greenfrog 28.07.2019, 19:28
13. Moral?

Warum ist es in unserer Gemeinde aktuell immer noch nicht möglich das moralisieren wegzulassen, wenn sich wirkliche Liebe zeigt.
Hier die Liebe des Ehemannes, der es (hoffentlich ohne Schmerz) seiner Frau gönnt auch Leidenschaft und Sexualität ohne ihn zu leben. Ich finde das so viel erwachsener und liebevoller als das große Verzichten, welches dann überhöht wird. Und natürlich auch als die versteckten Seitensprünge, die dann doch eventuell passieren, wenn es die Gelegenheit gibt. Dies gilt hier für alle Geschlechter.

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James Blönd 28.07.2019, 20:01
14.

Zitat von erlenstein
och nee, das war also eine feministische Schriftstellerin: mehrfach geliftet (was man auch sah), 1mal im Jahr eine Bumsbeziehung mit einem ihr offenbar nur körperlich gewachsenen Mann für 14 Tage, ansonsten wohlhabend und frei in ihrer Lebensgestaltung. Sie ist genau das Vorbild für die, die Parität in den Vorstandsetagen fordern und behaupten, das ist Feminismus.
Also wissen Sie, wenn ich so Kommentare wie die von Ihnen und dann parallel über den ersten Triebwerkstest von Elon Musks Superrakete lese, die die Menschheit zum Mars bringen soll, dann drängt sich mir die Frage auf, in welchem Jahrtausend Sie noch leben.

Feministinnen dürfen sich also nicht liften? Keine anständige Fickbeziehung haben? Und was bitte hat das ganze mit Vorstandsetagen zu tun? Meine ältere Schwester war die Geliebte von einem CEO eines großen Technologiekonzerns. Kondom geplatzt, Kind gezeugt. Seine Reaktion: Er könne sich nicht scheiden lassen, zu teuer. Er hat meine Schwester drei Monate wirklich dransaliert, doch bitte abzutreiben. Wir haben fast jeden Tag mehr als über eine Stunde telefoniert, damit ich ihr den Rücken stärke. Gestern hat dieses Kind geheiratet (ich wusste zwar nichts davon, aber das ist eine andere Geschichte).

Worauf ich hinaus möchte: Auf Vorstandsetage ist Frendficken kein Problem (schöne Grüße auch an werten Herrn 'Piech'), aber bei Feministinnen schon? Falls es Ihnen bislang entgangen ist:

Wir leben schon seit neunzehn Jahren im 21. Jahrtausend. Herzlich willkommen.

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korrrektor 29.07.2019, 12:51
15. Korrekturen (Auswahl)

„erfühlen, wie“; „des bretonischen Fischers“; „ignoriert; sogar“; „wer Derartiges sucht“

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mark.muc 29.07.2019, 14:38
16. Banal

Absolut banal das Ganze. Und was bitteschön hat das mit Feminismus zu tun?

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remedias.cortes 31.07.2019, 12:42
17.

Ich halte "Salz auf unserer Haut" sogar für eines von Frau Benoits schwächeren Bücher ; wesentlich besser hat mir "Leben will ich !" gefallen .

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heroldin 01.08.2019, 11:23
18. .Patou

Auch ich habe das Buch geliebt und mit jedem Wiederlesen mehr entdeckt, was Freiheit für eine Frau in den 50er Jahren und im den Jahrzehnten danach überhaupt sein durfte bzw. heute noch sein kann.
Zuerst suchte ich die Liebesgeschichte darin, dann mochte ich die weibliche Sprache von Frau Groult über die Erotik zwischen ihr und ihrem in f a s t allem so unpassenden Fischer Gauvain.
Dann schätzte ich es beim Lesen immer wieder zu lächeln, nachdenklich zu nicken und mich darüber zu freuen, dass jemand (!) so unbeschwert über unmittelbare Genussfähigkeit schreibt, ohne im mindesten gedankenlos oder oberflächlich zu erscheinen.
Und: es ist nicht richtig, dass sich George nicht auf Gauvain einlässt.
Aber sie weiß, dass sie nicht die Rollenfrau für ihn sein kann, die „ sonntags auf dem Fußballplatz ihm dabei zusieht wie er in den gegnerischen Strafraum einbricht“
Und wie toll ist das denn, dass eine Frau den Mut hat, sich selbst - und dann auch ihm - Gauvain - einzugestehen, dass sie sich selbst auch aus Liebe nicht aufgeben kann, es auch nicht will.
Hätte das ein Mann geschrieben, wäre die Empörung gar nicht erst aufgekommen.
Es gibt anders gute Bücher von ihr, stimmt!! Aber keines habe ich mehr als 20 Mal gelesen und mich dabei so sehr gefreut.

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