Forum: Kultur
Berichterstattung über Griechenland: Merkels Propagandamaschine
AFP

Jeder Artikel, der von der "Rettung" Griechenlands spricht, richtet moralisch. An solcher Berichterstattung zeigt sich, wie manipulativ ein Journalismus agiert, der vor allem von deutschen Interessen handelt.

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bjuv 26.06.2015, 15:57
1. zu Zitat Bernays am Ende: GENAU das zu verhindern

wäre Medienaufgabe und sollte ureigenster Antrieb guten Journalismus sein. Allein: Es funktioniert nicht mehr, gleichgeschaltet posaunen die gleichgeschalteten Mainstream-Medien alles hinaus, was Ihnen die Postdemokraten in Berlin und Brüssel vorlegen. Die vierte Gewalt im Staat - sie hat sich selbst abgeschafft.

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maxmaxweber 26.06.2015, 15:58
2. Interessante Logik

Nehmen wir mal den Fall, ein Häuslebauer nimmt einen Kredit für sein Haus auf, für sein Luxusauto, für seinen Fernseher, für Pay TV, für Zeitschriftenabos, .... und kann irgendwann den Hauskredit nicht zurückzahlen. Seine Nachbarn leihen den Häuslebauer das Geld und erwarten dafür, dass er Pay TV kündigt und sich en kleineres Auto zulegt. Wem haben die Nachbarn geholfen?
Natürlich ist es für die Bank besser, das Geld zurück zu bekommen. Aber verbraucht hat das Geld der Kreditnehmer für sich selbst. Also retten die Nachbarn dem Kreditnehmer vor der Pleite.

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marcway 26.06.2015, 15:59
3. Unglaublich ...

dass man so etwas (endlich wieder) im SPIEGEL lesen darf!?

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rickmarten 26.06.2015, 16:03
4. Schlimme Langzeitwirkungen

Politik als Show wird vom Bürger schnell vergessen. Nun werden aber die Griechenland-"Hilfen" auf Jahrzehnte ihre grausame Nachwirkung für die Zahlenden entfalten. Da dann noch spätere Generationen damit belastet werden, wird die Politikverdrossenheit massiv steigern. Wenn sonst von Generationengerechtigkeit gesprochen wird, hier wird der Begriff auf den Kopf gestellt

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herr wal 26.06.2015, 16:04
5.

Wieder mal schön berichtet vom Georg Diez. Was mir noch fehlt, ist ein Hinweis auf die mittlerweile 2000-jährige Tradition des Rettens, sowie des Sprechens bzw. Schreibens über das Retten. Oder gab's das bei den alten Griechen / Italienern auch schon, oder bei den Inkas oder den Hutu oder den Mongolen?

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freiheitimherzen 26.06.2015, 16:05
6. Sehr richtig - auch hier manipulative Propaganda!

Das ist durchaus in einigen Punkten richtig geschrieben.

Nur, daß auch dieser Artikel fundamentale Eckpunkte lieber außer Acht läßt:
- Die Griechen wollten auf Biegen und Brechen in den Euro.
- Die Griechen wollen unbedingt im Euro bleiben.
- Der eigentliche Grund für die griechische Misere ist die Kultur aus Vetterwirtschaft und Steuerhinterziehung als Volkssport.

Wollen die Griechen "gerettet" werden? Ja - aber ohne die Konsequenzen daraus zu akzeptieren.

DAS fehlt in den ganzen Betrachtungen der Politiker und Medien zu dem Thema. Deswegen ist auch dieser Artikel nichts anderes als das, was er anprangert - reine Propaganda.

Viele Grüße

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Josephk76 26.06.2015, 16:05
7. Volle Zustimung

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich wünsche mir auch eine ausgewogenere und sachlichere Berichterstattung und Kommentierung.
Es ist immer noch eine Banken-, Finanz- und Kapitalismuskrise, stattdessen werden die Griechen als Sündenböcke zur Verschleierung der Krise missbraucht. (Wobei Griechen natürlich auch Fehler gemacht haben.)

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focusonlineredaktion 26.06.2015, 16:14
8. Vielen Dank

für diesen Beitrag. Ich hoffe Ihre Kollegen bei Spiegel Online, die dieses "Showdown-Herbeischreiben" genauso praktizieren, lesen ihn auch.

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baba55 26.06.2015, 16:14
9. Griechenland kann exakt das tun was will

es ist souverän, es muss sich nicht "retten" lassen
aber GR will (!) weiter unbedingt harte Euros für wenig Leistung haben , was auch ok ist.
Nur muss es damit leben, dass die Gläubiger auch ein Interesse haben und nur gegen Bedingungen weiteres Geld geben.

GR hat sowieso in den letzten Moanten über die EZB wieder 90 Mrd !! an harten Euros abgezockt (ELA), die die griechischen PLEITE-Banken ansonsten gar nicht mehr hätten auszahlen können.
Die griechischen Spareinlagen wären VERLOREN gewesen und die Griechen hätten ihre Banker gelyncht, wenn dieses Geld nicht geflossen wäre. Ich finde, da kann man schon von Rettung sprechen.
Auch dieses Geld ist für die Gläubiger verloren
Aber ob man das "Rettung" oder wie auch immer nennt, das ist sachlich gesehen zweitrangig

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