Forum: Kultur
Berlin-Neukölln: Fettnäpfchen in Bezirksgröße
imago/ ZUMA Press

Jens Spahn von der CDU und AfDler Björn Höcke haben Angst vor Berlin-Neukölln. Ihr Problem? Die hohe Anzahl an Migranten. Dabei kommt die Gewalt von Rechts.

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absinthe 14.03.2017, 17:48
90. Zusammenhang

Zitat von schlaueralsschlau
Sehr schwache Kolumne. Sie nehmen mehere Kommentare über die Zustände in Neukölln, in denen vom hohen Migrantenanteil und der dadurch existierenden Probleme und vergleichen sie dann mit Gewalt von Rechts.
Sie haben den Zusammenhang ganz falsch verstanden. In Ihrem Kommentar gehen Sie ebenso wie Spahn und Höcke selbstverständlich davon aus, dass es "ja so viele schlimme Probleme durch hohen Migrantenanteil" in Neukölln gebe. Das ist eine schwammige Beschreibung, in die u.a. rechte Politiker viele fremdenfeindliche Be- bzw. Andeutungen reinpacken können, die auch wiederum von ihren Hörern/Lesern wie selbstverständlich geglaubt werden. Die Autorin meint dann, dass die Behauptung von Spahn, dass in Neukölln kaum Frauen zu sehen sind, ziemlicher Quatsch ist nach ihrer eigenen Erfahrung. Und im Kontrast zu den aus der Luft gegriffenen und schwammigen Behauptungen stehen die verschwiegenen und bekannten rechten Gewalttaten.

Ansonsten bin ich selber seit kurzem nach Berlin gezogen (nicht nach Neukölln sondern nach Wedding). Natürlich fällt einem auf, dass der Migrantenanteil höher ist als in vielen anderen Städten. Aber die Behauptung von Spahn - sofern sie nicht einfach nur erfunden ist - kommt wohl von einer selektiven Wahrnehmung. Von "omg so viele arabisch aussehende Leute, viel mehr als in meinem Heimatdort" zu "omg ich sehe nur noch arabisch aussehende Leute". Das lässt sich ja einfach mit seiner gelenkten Aufmerksamkeit erklären.

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agua 14.03.2017, 17:55
91. an#77 lock vogell

Ihr Beitrag trifft meine Meinung.Ich habe in Deutschland in einem sogenannten sozialen Brennpunkt gearbeitet(alles Deutsche Bewohner)mit hoher Kriminalität, häuslicher Gewalt, Drogenmissbrauch und wohnte gleichzeitig, weil die Mieten günstiger waren im sogenannten Türkenviertel ohne Probleme.Es ist wie Sie schreiben, ein gesellschaftliches Problem unabhängig von der Nationalität.

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im_ernst_56 14.03.2017, 17:56
92. Frau Stokowski hat eine sehr eigene Sicht der Dinge

Ich frage mich manchmal, wo man die Brille kaufen kann, durch Frau Stokowski die Welt sieht. Aber wenn man in Charlottenburg oder Schöneberg lebt und nur mit auswärtigen Freunden nach Neukölln fährt, weil es da so schön bunt ist, dann schreibt man natürlich solche Beiträge, wenn sie ins politische Bild passen. Die letzten spektulären Straftaten in Neukölln, der brutale Angriff auf eine Frau im U-Bahnhof Hermannstraße und das Anzünden eines schlafenden Obdachlosen im U-Bahnhof Schönleinstraße kamen nicht von rechts, aber das war wahrscheinlich von Bild-Zeitung und B.Z. falsch berichtet, und der Bericht von Spiegel-TV über die Aktivitäten libanesisch-kurdischer Großfamilien wahrscheinlich maßlos übertrieben. Alles super in Neukölln, man muss nur die richtige Brille auf haben.

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Wahrheit2011 14.03.2017, 18:05
93.

Es wäre schön, wenn Margarete ihre beeindruckende Weise für Deniz Yücel weitergeführt hätte. Das fand ich klasse.Ihre Ausführung des heutigen Tages kann ich nicht wirklich verstehen, tut mir leid.

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isar56 14.03.2017, 18:08
94. Etwas einseitig betrachtet

lassen wir mal Spahn und den unglaublichen Höcke beiseite.
Mir scheint schlichtweg, wir Menschen sind unfähig uns auf einem Planeten miteinander zu arrangieren, der uns sämtliche lebenserhaltenden Ressourcen bietet.
Ich beobachte in meinem Alltag beide vollkommen idiotischen Extreme.
Und mit Verlaub, wie definieren wir Rassismus?
Trifft diese Bezeichnung auf weiße Pegidas und AfDler zu? Ich sage ja, ohne Frage!
Schwerer tue ich mich, diesen Begriff zu vermeiden, bei muslimischen Männern, die Frauen unterdrücken oder alles was andersgläubig ist als Ungläubige diffamieren oder gar angreifen.
Das ist katholisch, 16. Jahrhundert.

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ohnesorge 14.03.2017, 18:15
95. Mir ist recht klar welche Verhältnisse in Neukölln so sind, dass mancher sie nicht in seinem Wohnort haben will

Ich bin mit einer Familie befreundet, die seit 10 Jahren in Deutschland lebt und hier Asyl bekam. Sie sind im letzten Jahr aus Neukölln in unsere Stadt gezogen und selbst sie, als Neu-Bürger, sind froh, nicht mehr in Neukölln wohnen zu müssen.

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CancunMM 14.03.2017, 18:16
96.

Zitat von flexscan
"Hierzulande"? Weil ein Bewohner eines Dorfes im Münsterland oder aus Thüringen "damit nichts anzufangen wissen" (aka nicht gefällt), stellt das ein Problem dar? Also wenn ist das vielleicht ein Problem der Anwohner auf diesen Kiezen. Wem's nicht gefällt, dem bietet die Berliner "Innenstadt" viele Alternativen. Frage ist natürlich auch, wie man sich "hierzulande" die Neuköllner "Innenstadt" vorstellt? Mehr deutsche Bewohner und mehr deutsche Läden ansiedeln, damit es wie in jeder ordentlichen deutschen Innenstadt aussieht?
Ich frage mich immer was daran so verwerflich ist, wenn Menschen etwas von ihrer Heimat bewahren wollen ?
Jedem Migranten billigen wir zu, dass er es in der Fremde erst einmal schwer hat, dort anzukommen. Und man muss bedenken viele der Einwohner in Neukölln sind keine Flüchtlinge, die ihr Land verlassen mussten, sondern die ihr Land bewusst verlassen haben um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen. Und wenn ich mein Land verlasse muss ich auch immer bereit sein etwas aufzugeben. Und was machen wir ? Nein der Migrant muss nichts aufgeben, er kann sich hier einrichten und seine Kultur weiter ausleben. Ist auch erst einmal nichts gegen zu sagen. Aber wenn ein sog. ..Biodeutscher'' dann bedenken angibt, dann ist er im besten Fall reaktionär und im schlimmsten Fall gleich Nazi. Und man soll sich nicht so haben, wenn jedes dritte Geschäft ein Dönerladen ist, der den Döner zu 1.50 Euro verkauft und man genau weiß, dass die Besitzer davon nicht leben können. Und die anderen Läden sind Ramschläden oder Telefongeschäfte und Spielkasinos. Ich bin in Neukölln aufgewachsen.
Ja ich bedaure den Niedergang dieses Bezirks, den Niedergang der kleinen Läden, die Zerstörung von Existenzen. Ich kenne sie noch alle aus meiner Kindheit. Den Obstladen Speyer, den Fleischer Gabrecht. Frau Lindemann aus dem Tabakgeschäft. Den Bäcker Nowak, den Supermarkt Gebrüder Manns, Zauberkönig. Die Currywurstbude Johnny am Bahnhof oder Lange 50 m weiter. Ist vielleicht sentimental und rückwärtsgewandt, klar. Aber warum billigt man einigen Menschen alles zu und um die Wünsche und Ängste anderer kümmert man sich gar nicht mehr ?

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schlaueralsschlau 14.03.2017, 18:24
97.

Zitat von niklot1147
Interessant,, was die Herren Spahn und Höcke unter kultureller Vielfalt verstehen, bzw. was nicht. Für mich gehören Kopftücher an Frauen, die aus einem anderen Kulturkreis kommen, selbstverständlich dazu. Sie bereichern das Stadtbild, nicht nur in Neukölln, sondern überall in Deutschland. Und die Kopftuchfrauen können damit sehr schön und attraktiv aussehen. Kopftuchverbote, nach denen solche Hinterwäldler schreien, sind absolut daneben.
Es geht hier doch nicht um die Optik von kopftuchtragenden Frauen oder die Verschönerung vom Stadtbild. Es ist der Grund für das Tragen des Stück Stoffes. Ich möchte weiterhin in einer offenen Gesellschaft leben, in der Frauen weiterhin wenig tragen dürfen ohne dadurch gleich als minderwertig angesehen werde. Wir haben Jahre gebraucht, um die Religion größtenteils aus der Öffentlichkeit zu verbannen und nun kommt die nächste Religion. Homophobie, Hass auf Juden, große Verbannung der Frau aus dem öffentlichen Leben und anderes, haben in Deutschland nichts zu suchen. Ich möchte in einem toleranten Staat leben. Nazifrei sollte es auch sein!

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DerBlicker 14.03.2017, 18:27
98. ja und?

Zitat von sawadee11
Der Artikel ist leider tendentiös und unsachlich. Spahn bemängelte die kulturelle Dominanz, oder man könnte auch Eintönigkeit sagen, in Neukölln, sprich, dass in vielen Gebieten praktisch nur Muslime die Strassen dominieren.
Wenn da halt überwiegend Moslems wohnen, dann dominieren die das Stadtbild, in den meisten Städten gibt es dafür gar keine Moslems, dort dominieren nur weiße deutsche Biodeutsche, ist das jetzt auch ein Problem?

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privatbahn 14.03.2017, 18:29
99. bitte mal ins Verhältnis setzen

80 rechtsextreme Straftaten seit Sommer 2016 hört sich erst mal nach viel an.
Kann jemand diese Zahl vielleicht einmal ins Verhältnis zur Gesamtzahl aller Straftaten dieses Zeitraums in Neukölln setzen.
Gerne auch geclustert nach der Schwere der Taten.

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