Forum: Kultur
Berlin-"Tatort" über Reproduktionsmedizin: Babykram!
rbb/ Gordon Muehle

Die Kinderwunschklinik als Frankensteins Labor? Die Berliner Ermittler hetzen durch einen Krimi über die Reproduktionsmedizin, der zu naiven Vergleichen einlädt. So darf ein "Tatort" im Jahr 2017 nicht aussehen.

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hatem1 08.12.2017, 16:36
1. Ich finde den Film gut...

... nachdem ich ihn in einer Voraufführung im Kino sehen konnte. Ein Tatort muss keine ausgewogene Stellungnahme zu einem Thema sein, sondern zu allererst mal ein spannender Krimi. Und das ist dieser Film. Visuell packend, Christoph Bach spielt großartig, Berlin sieht so aus, wie es nun mal aussieht, ich schau mir den Film am Sonntag nochmal im TV an.

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nexus32 08.12.2017, 16:54
2. Zeit

Hr. Buß sagt es: "Top of the Lake" ist eine Serie und kann deshalb die vielschichtige Thematik mit deutlich mehr Drehzeit ausbreiten und somit viel differenzierter darstellen. Der Tatort hat 90 Minuten. Ob man deshalb darauf verzichten sollte schwierige Themen anzusprechen wage ich zu bezweifeln. Ich werde mir den Tatort natürlich wie (fast) immer anschauen und mir meine eigene Meinung bilden. Richtig enttäuscht werde ich im Übrigen eher selten.

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migratist 08.12.2017, 17:46
3. Was soll das??

Ein Forum zu einem Film zu starten, der erst in 50 Stunden läuft?!? Wie wär´s denn wenn wir hier über den Wahlausgang der NÄCHSTEN Bundestagswahl diskutieren?!? Bis auf ganz wenige Ausnahmen konnte doch noch niemand den Film sehen!!!
Fazit - diese Diskussionsrunde schliessen und am Sonnatg um 21:46 neu eröffnen!!

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matteo51 08.12.2017, 19:19
4.

2 Punkte? Wow, kann ich mir nicht vorstellen bei den Schauspielern, dem Plot, dem Autor und dem Regisseur...versuche nun, unvoreingenommen zu bleiben;);)....

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w.a.krauss 10.12.2017, 19:38
5. Migratist : schweigen Sie doch

„Ein Forum zu einem Film zu starten, der erst in 50 Stunden läuft?!? Wie wär´s denn wenn wir hier über den Wahlausgang der NÄCHSTEN Bundestagswahl diskutieren?!? Bis auf ganz wenige Ausnahmen konnte doch noch niemand den Film sehen!!! Fazit - diese Diskussionsrunde schliessen und am Sonnatg um 21:46 neu eröffnen!!“

Warum schreiben sie dann dazu?

Irre, manche Menschen

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vorgespiegelt 10.12.2017, 23:16
6. politische Entscheidung?

Kann es sein, dass der Autor (Buß) etwas dagegen hat, dass die Lesben im Film nicht so gut wegkommen? Oder die natürliche Reproduktion von Mama und Papa doch die bessere ist??

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vorgespiegelt 10.12.2017, 23:17
7. politische Entscheidung?

Kann es sein, dass der Autor (Buß) etwas dagegen hat, dass die Lesben im Film nicht so gut wegkommen? Oder die natürliche Reproduktion von Mama und Papa doch die bessere ist??

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hahnenbusch 11.12.2017, 09:40
8. Plausibilität

Kein Polizist schießt scharf auf den Kollegen. Ebenso ist es realitätsfern, dass sich der Kommissar in die Hände des psychisch gestörten Menschen begibt und lustig im Laugenbad abtaucht. Störend in deutschen Tatorten sind auch die ständigen Verknüpfungen, der Einbezug von kriminellen Delikten auf die agierenden Kommissare. Und dann das benzinbegossene Ende. Ein Entfachen des Feuers am Boden, wobei bekannt ist, dass Benzin Gase brennen. Dies trifft schon beim ersten Funken des Feuerzeugs zu.

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ancoats 11.12.2017, 11:29
9.

Ach herrje: beim Tatort muss man nun nicht routinemäßig mangelnden Realitätsbezug oder gar wie hier: mangelnde Durchdringung eines gesellschaftlich relevanten Themas beklagen... Es handelt sich um das fiktionale Genre des Krimis, und das hat weltweit und seit eh und je eher weniger den Anspruch, a) Ermittlungsarbeit so zu zeigen, wie sie ist (man selbst würde vermutlich ein Langeweile-Opfer), realistische Täter-Opfer-Geschichten abzubilden, geschweige denn c) einen wertvollen und umfassenden gesellschaftlichen Diskurs zu führen/anzustoßen. Und schon gar nicht sollte man die Dramaturgie eines 90minütigen (im Wesentlichen:) Wer-war's? mit einer mehrteiligen Serie vergleichen, die u.a. ganz anderen erzählerischen Gesetzen folgt.
Ich finde den Berliner Tatort insgesamt sehr gelungen, von den Personen her, und nicht zuletzt auch, weil er die Atmosphäre der Stadt endlich mal adäquat bebildert. Auch die gestrige Folge war definitiv sehenswert und insgesamt gut erzählt - auch wenn es wieder einmal überflüssige persönliche Involviertheit der Ermittler und diverse idiotische Aktionen derselben gab, und gegen Ende mal wieder zu dick aufgetragen wurde (Bachs Air als Begleitmusik zum theatralisch inszenierten Feuertod, give me a break...). Geschenkt. Hierfür nur 2 Punkte zu verteilen, halte ich insgesamt für ein grobes Fehlurteil.

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