Forum: Kultur
Besteuerung von Periodenprodukten: Rote Flut im Bundestag
Federico Gambarini / DPA

Warum werden Tampons, Binden und Menstruationstassen wie Luxuswaren besteuert? Das wird demnächst Thema im Bundestag sein. Unsere Kolumnistin Margarete Stokowski ahnt schon, was Nahles, Lindner und Gauland sagen werden.

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kurtzweil 28.05.2019, 17:18
1. Sehr schön und treffend

Selten lese ich Beiträge von Frau Stokowksi mit Genuss - dieses Mal aber schon. Spiegelt den ...sinn in unserem Reichstagsgebäude sehr gut wieder. Bitte weiter so!

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muellerthomas 28.05.2019, 17:20
2.

Tampons, Binden und Menstruationstassen werden nicht nur so besteuert wie Luxusartikel, sondern auch wie Zahnpasta, Rasierklingen, Klopapier, Friseurbesuche, Brillen oder Bekleidung.

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matthias_123 28.05.2019, 17:25
3.

"Warum werden Tampons, Binden und Menstruationstassen wie Luxuswaren besteuert?"
Oben benannte Artikel werden mit dem Regelsatz der MWST besteuert - bitte keine Umdeutungen durch sprachliche Ungenauigkeiten.

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stefan2911 28.05.2019, 17:28
4. Keine Luxusproduktbesteuerung

Die Besteuerung dieser Produkte erfolgt zu dem normalen Steuersatz von 19%, der auch für Zahnpasta, T-Shirts oder Socken anfällt.

Luxusprodukte wie echter Parmaschinken werden mit 7% versteuert.

PS: Die Logik hinter dem Umsatzsteuerrecht existiert ohnehin nicht:
Zucker wird mit 7% versteuert, (echtes) Kakaopulver mit 7%, aber für das (ungesunde) Kakaopulver, das Zucker oder Süßstoff enthält, wird 19% fällig.

Zwischenfrage an die Mädels: Warum setzt ihr euch nicht dafür ein, dass alle Hygieneprodukte (also Seife, Tempos, Zahnpasta etc.) mit 7% versteuert werden?
Das ganze erscheint wie eine Kampagne, um ein symbolisches Privileg ausschließlich für Frauen zu erreichen.
Symbolisch deshalb, weil 12 Packungen O.B. (32 Stück) 48 Euro kosten, und Frau damit 4,84 Euro im Jahr spart.

Noch ein PS: Die Tampons von Aldi kosten die Hälfte.

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cptlars 28.05.2019, 17:35
5. als Vater

einer Tochter und Partner meiner Frau würde es mich auch noch interessieren welches Ergebnis heraus gekommen ist

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drtreue 28.05.2019, 17:38
6. Wird nicht ankommen

Eine Mwst.-Ermäßigung wird nicht wesentlich beim Verbraucher ankommen. Der Handel wird das größtenteils einsacken. Ich wäre für eine Abschaffung aller Mwst.-Ermäßigungen. Nur Lebensmittel und nichtalkoholische Getränke würde ich lassen. Also zusammenstreichen, statt ausweiten. Die Steuer ist eigentlich eine Händlersteuer, die er an den Konsumenten durchreicht.

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dasfred 28.05.2019, 17:38
7. Die Geschichte der Menstruation ist eine Geschichte

voller Missverständnisse. So begann mal ein sehr blöder Werbespot für Hygieneartikel. Frau Stokowskis Kolumne heute ist ein kleines Meisterwerk. Unmissverständlich hat sie hier am Beispiel der Mehrwertsteuer die führenden Sprechblasenerzeuger im Parlament vorgeführt. Selten so gelacht! Was machen nur die weißen alten Männer heute, wenn sie so gar nichts haben, über dass Mann sich aufregen kann. Natürlich, der ein oder andere wird einwenden, dass ihn Ölbilder oder Wachteleier in der Steuergesetzgebung mehr interessieren, als Frauengedöns, aber die Art und Weise, wie dieses Thema von Frau Stokowski aufgegriffen wurde, ist einzigartig und einprägsam. Danke dafür.

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jupp78 28.05.2019, 17:48
8.

Zitat von muellerthomas
Tampons, Binden und Menstruationstassen werden nicht nur so besteuert wie Luxusartikel, sondern auch wie Zahnpasta, Rasierklingen, Klopapier, Friseurbesuche, Brillen oder Bekleidung.
Das dürfte daran liegen, dass 19% gar keine Luxussteuer ist, sondern der Regelsteuersatz. Luxussteuersätze existieren übrigens durchaus auch, siehe z.B. Benzin oder Zigaretten.

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mbb209 28.05.2019, 17:52
9. Oh Himmel hilf !

Wenn die zitierte BT - Debatte wirklich O-Ton und nicht Fiktion und/oder Satire wäre, würde ich auswandern. Bleibt zu hoffen, dass es Satire bleibt - das ist immer schwerer erkennbar, weil Satire gegen das pralle Leben keine Chance mehr hat. Nicht nur auf Ibiza, auch im deutschen BuTa.
19 % ist im übrigen der Normalsteuersatz und nicht der Steuersatz für "Luxusartikel". Aber Luxus ist das richtige Stichwort - nennen wir es vor dem Hintergrund der zahlreichen Absurditäten im Umsatzsteuerrecht doch einfach Luxusproblem und die Kolumne einen amüsanten Luxusproblemartikel.

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