Forum: Kultur
Besteuerung von Periodenprodukten: Rote Flut im Bundestag
Federico Gambarini / DPA

Warum werden Tampons, Binden und Menstruationstassen wie Luxuswaren besteuert? Das wird demnächst Thema im Bundestag sein. Unsere Kolumnistin Margarete Stokowski ahnt schon, was Nahles, Lindner und Gauland sagen werden.

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alpira 28.05.2019, 22:30
90. Schlecht recherchiert

Ich teile die Ansicht, die MwSt. für solche Produkte den Lebensmitteln anzugleichen. Die hier ins Feld geführten Sammelgegenstände wie Briefmarken und Münzen sind jedoch seit Jahren mit 19 Prozent besteuert. Hier darf man gerne vorher sorgfältig recherchieren, ansonsten kommt schnell der Verdacht der Stimmungsmache auf

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marenghi 28.05.2019, 22:31
91. Ende der Diskussion?

Männer sind im Schnitt 8cm größer als Frauen. Dafür können sie nichts.
Körpergröße korrelliert mit Gewicht.
Sie wiegen (Medianwert) 82,6kg und haben eine BMR (Grundumsatz) von 1705kcal.
Frauen wiegen im Schnitt 68kg (sehr ähnlicherr BMI) und haben eine BMR von 1390kcal.

Prozentual braucht ein Mann also (1705kcal/1390kcal)*100 = 26,7% mehr Energie.

Weil wir Menschen das mit der Photosynthese in der Evolution vergeigt haben, müssen wir diese Energie über Nahrung zuführen. Und jetzt klngelts wahrscheinlich schon bei den meisten.. ja, Männer müssen 26,7% mehr fürs Essen ausgeben (gleiche Nahrungskosten pro Kalorie vorausgesetzt).

Es dürfen jetzt gerne Ökonomen oder Mitmenschen, die fleißig Haushaltsbuch führen (meinen Respekt), berichten, wieviel in Euro das im Monat Mehrkosten für Männer sind.

Ich lehne mich nichtmal nen Zentimeter aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass diese Mehrkosten mehr als das Fünffache pro Monat der Menstruationsversorgung sind (Schätzungen belaufen sich auf Medianwerte von ca. 5€) sind.

Ende der Diskussion. :)

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steffen.raschack 28.05.2019, 22:33
92. Sehr geehrte Frau Stokowski,

es ist einfach unglaublich, Ihre Gedanken zu lesen! In Ihnen lodert die Flamme des Willens zur Veränderung, ein unheimlicher Wille, den neuen Menschen zu antizipieren! Und lehrreich, wie ein Wischer fegen Ihre Artikel das Unverständnis über Wohlfahrtsausschüsse, Sowjets und Volksgerichtshöfe, Einrichtungen vergangener, den neuen Menschen schaffenden, Ideologien hinweg Besonders aufschlussreich, ihr Ideenreichtum im Detail, wie der neue Mensch, der ganz sicher eine Frau sein wird, voran gebracht werden kann. Logisch, Machtverhältnisse sind Besitzverhältnisse, und die werden über Lohnarbeit definiert! Dass ist nicht von Ihnen, sondern von Marx, aber interessant ist ja Tatsächliches, z.B. wieviel muss die Frau von Ihrer Lohnarbeit für Tampons ausgeben! Sie setzen genau an der richtigen Stelle an, ohne natürlich darauf zu achten, dass dieses verhasste Patriarchat ebenfalls in der Steuerfalle sitzt, den selbst Rasierpinsel werden mit 19% versteuert! Aber wen interessieren schon Details, wenn es um die Befreiung der halben Menschheit geht! Mich interessiert allerdings, warum jemand nur die halbe und nicht die ganze Menschheit befreien will!!!!!

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dkdc 28.05.2019, 22:37
93. mehr als sinnvoll...

wenn es nicht wie die Mövenpick -Steuer in den Taschen der Hersteller und Händler landet, sonder auch wirklich die Produkte billiger gemacht werden

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mucschwabe 28.05.2019, 22:40
94. @ marenghi Nr. 91

Wo ist das Problem? Wenn Sie in diesem Punkt eine Benachteiligung der Männer sehen, dann starten Sie doch einfach eine Petition und bringen es in den Bundestag. Auch Ihnen steht dieser Weg frei.

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colinchapman 28.05.2019, 23:18
95. Nachgerechnet

Markentampons bekommt frau online nach meiner Recherche für acht Cent das Stück. Geht man mal davon aus, dass Menschen mit Menstruationshintergrund an fünf Tagen pro Monat vier Stück pro Tag brauchen, sind das ein Euro sechzig, zwölf Prozent Ersparnis davon sind neunzehn Cent. Wenn das existenzgefährdend für H4-Empfängerinnen ist, müßte man Transferleistungsbeziehenden eher das Rauchen verbieten, denn das ist der Gegenwert einer einzigen Zigarette.

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Ein Stein! 28.05.2019, 23:22
96. Danke! Ich habe angesichts der bisherigen Beiträge,

Zitat von mucschwabe
Eigentlich sind ihre Beiträge ganz gut, aber guter Humor geht anders. Zu vorhersehbar die Gags. Sie können gut schrieben, aber ne Komikerin wird aus ihnen in diesem Leben wohl nicht mehr.
die dieses langweilige, vorhersehbare und selbst die Vorhersehbarkeit unterbietende weil absolut humorlose Geschwurbel hier in den Himmel gelobt haben und sogar vor einem Vergleich mit Kishon nicht zurückschreckten, schon befürchtet, ich müsse mich mal auf Depressionen checken lassen.
Im Normalfall lache ich nämlich gern und viel.
Die Kolumne konnte nicht einmal ein Schmunzeln erzeugen.
Und natürlich war dies wieder ein platter Text, nicht nur wegen der "Luxussteuer" sondern weil "Cornelia Möhring" mal wieder "Frauen verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer, müssen aber für viele Produkte mehr bezahlen." ins Spiel bringen durfte.
Und der Christian Lindner"-Text war dermaßen billig daneben, da wäre mehr drin gewesen.
Ich habe den Verdacht, viele empfinden Vergnügen an den plattesten Texten, hauptsache es geht gegen Politiker.

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Ein Stein! 28.05.2019, 23:42
97. Gut, Lesen können Sie, das haben Sie gerade bewiesen...

Zitat von A.E.W.
In den Kommentaren wird regelmäßig von Luxussteuer gesprochen, dabei hat Frau Stokowski das Wort kein einziges Mal verwendet. Sie schrieb lediglich, dass die Menstruationsprodukte denselben Steuersatz haben wie Luxusartikel.
aber an Ihrem Leseverständnis hapert es.
"Seuersatz wie Luxusartikel" soll jetzt was aussagen?
"Regelsteuersatz" oder auch "Steuersatz wie Artikel des Alltags" hätte nämlich anders geklungen, weniger "skandalträchtig".
Sie hat das Wort also tatsächlich nicht benutzt, das stimmt.
Sie hat aber eine Formulierung gewählt, die genau dies aussagen oder zumindest suggerieren sollte.

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dasfred 29.05.2019, 00:56
98. Entlarvend!

Frau Stokowski hat hier eine Wunderbare Karikatur unserer Volksvertreter geschaffen. Am Beispiel der Mehrwertsteuer überträgt sie das Thema auf die üblichen, sofort erkennbaren Sprechblasen der Protagonisten. Allein schon die Worte, die sie Lindner und Spahn in den Mund gelegt hat, haben mich in Entzücken versetzt. Aber was passiert im Forum? Mann liest nur Margarete Stokowski und sucht sofort den Gegenangriff. Mimimimi, ich will aber billigen Rasierschaum! Das ist aber nicht die Aufgabe dieser Kolumne. Hier ist das Thema Feminismus und Frauenthemen. Nicht der behaarte Männerrücken, den der eine oder andere gern zum Halben Mehrwertsteuersatz rasieren würde. Ich fürchte, wenn Frau Stokowski hier ein paar wirklich gute Witze bringen würde, reicht allein ihr Name, damit ihr klassischer Leser sofort das Lachen unterdrückt, um mühsam die Pointen auf Männerfeindlichkeit zu zerpflückt. Schade drum. So wie bei der Diskussion um die Homoehe die Leute teilweise nicht begreifen konnten, dass es der Klassischen Ehe keinerlei Nachteile zufügt, wenn Scgwule und Lesben auch heiraten, wollen viele hier nicht akzeptieren, dass mehr Gerechtigkeit und Entgegenkommen gegenüber Frauen dem weißen, alten Mann keinen Schaden zufügen wird. Die Welt wird nicht Dienstag Nachmittag aus den Angeln gehoben, nur weil Margarete Stokowski sagt, Hallo, wir sind auch da, und wir haben Bedürfnisse, die unter den Teppich gekehrt werden, wenn wir sie nicht ansprechen.

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kumi-ori 29.05.2019, 02:26
99.

Zitat von sailor_4000
Ich finde Kommentare, wie: "Na, wenn die Frauen Steuererleichterungen auf gewisse, (unabdingbare btw) Hygieneprodukte bekommen, dann muss man uns Männer ja auch entlasten (Rasierer usw)" absolut lächerlich. Genau diese Art der Argumentation trägt dazu bei, dass notwendige Gesetze nicht beschlossen werden können. Dabei ist das männliche Geschlecht bereits extrem privilegiert. Eine steuerliche Entlastung dieser Produkte z.B, wäre ein notwendiger Schritt zur Anerkennung und Wertschätzung des weiblichen Geschlechts, denn ihren Biorhythmus wählen sie nicht freiwillig.
Ihre Argumentation ist seltsam. Auch Männer können sich ihren Haarwuchs genauso wenig aussuchen wie Frauen ihren Monatszyklus. Ganz generell stimme ich Ihnen allerdings darin zu, dass unser Mehrwertsteuersystem grundsätzlich dämlich aufgebaut ist. Außerdem trifft der hohe Mehrwertsteuersatz auf Medikamente und Medizinprodukte Schwerkranke deutlich existentieller als ein paar Cent im Monat für Hygieneprodukte.

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