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Beziehungsdrama "Zarte Parasiten": Tausche Zärtlichkeiten gegen Zimmer

Gefühle on Demand: In "Zarte Parasiten" nistet sich ein Pärchen bei einsamen Menschen ein. Der kleine Film zeigt nicht nur eine der schönsten Sex-Szenen des deutschen Kinos, sondern erzählt moralfrei eine kluge Geschichte über emotionale Transferleistungen - die Liebe als Ware.

Nikolai C.C. 08.09.2010, 09:50
1. Tausche Aufmerksamkeit gegen Publikation

Scheint ein interessanter Film zu sein, danke für den Hinweis. Das ganze Leben ist ja eigentlich ein Tauschgeschäft: Arbeit/Zeit gegen Geld/Anerkennung, alt heiratet jung, wie gerade ein französischer Minister seine 30 Jahre jüngere Partnerin. Die Frage ist halt immer, was man/frau sich dafür verspricht. Sicherheit, Wohlstand, Öffentlichkeit, Befriedigung emotionaler und körperlicher Bedürfnisse, Vater-, Mutter-, oder Kindersatz, wie im Film auch.
Wir tauschen Aufmerksamkeit/Zeit gegen die Publikation einiger persönlicher Erinnerungen von Menschen über 65 Jahren http://bit.ly/3dwCgR. Im Sinne der Oral History, um Traditionen, Erfahrungen, auch z.B. aussterbende Berufe, Entwicklungen, etc. festzuhalten, um der Jugend einen, zum Teil, humorvollen, aber auch ernsten Einblick in Vergangenes zu ermöglichen. Einen Generationendialog, wie im Film auch, möchten wir auch anregen, in dem Junge ihre Großeltern filmen.

Tauschen also Arbeit/Einsatz/Zeit/Aufwand/Herz/Hartnäckigkeit gegen Sponsorenprojekte und Spenden. Ein steiniger, aber auch, schöner Weg.

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Physicker 08.09.2010, 10:05
2. Moralfreiheit

Diese Art von Moralfreiheit ist auch schon eine moralische Position. Im übrigen ist jede Psychotherapie ein Tauschgeschäft Beziehung gegen Geld.

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felix_bach 08.09.2010, 10:56
3. .

Entschuldigung, ich bin nicht sehr intelehktuel, klingt nach einem Film fuer Leute mit Schlafproblemen....

Zitat von sysop
Gefühle on Demand: In "Zarte Parasiten" nistet sich ein Pärchen bei einsamen Menschen ein. Der kleine Film zeigt nicht nur eine der schönsten Sex-Szenen des deutschen Kinos, sondern erzählt moralfrei eine kluge Geschichte über emotionale Transferleistungen - die Liebe als Ware.

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langenscheidt 08.09.2010, 11:16
4. Überflüssige Fragen

Wenn Menschen in Beziehungen zueinander treten machen sie es aus Wünschen und Sehnsüchten heraus. Klappen die Beziehungen sind es positive Erfahrungen, klappen sie nicht, sind es negative Erfahrungen.
Letztendlich sind sämtliche praktische Lebenserfahrungen mehr Selbsterkenntnis und Reife als ohne Erfahrungen theoretisierend kopflastiges Geschwurbel.
Von denen haben wir Deutsche viel zu viel. Sie wissen alles besser, kennen alles und haben zu jedem Ereignis immer genügend Senf zu verteilen.

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fatherted98 08.09.2010, 11:50
5. nix neues...

Ich vermute mal das 80-90% aller Ehen auf der Welt, eine Art von Vernunftsbeziehung sind. Das hat mit Wünschen und Sehnsüchten mal gar nichts zu tun. Auch im ach so freien Deutschland wird die Ehe als Versorgungsinstanz gesehen. Ist die Frau schwanger wird immer noch meist geheiratet...ob Gefühl oder nicht.
Somit beschreibt der Film wohl nix neues sondern eigentlich die Regel..etwas offensichtlich...aber eben die Regel und nicht die Aussnahme der "Liebesbeziehung" auf gegenseitiger Gefühlsbasis.

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nomadas 08.09.2010, 12:39
6. Emotional verkrüppelt

Den Film werde ich mir ansehen. Doch das sujet ist ein Kind seiner Zeit, was sonst: nichts ist unmöglich...heisst es doch so schön im Werbeslogan. Eben, weil alles möglich ist gibt es alles Mögliche. Dazu ist noch ein Tabu überwunden: ein alter Mensch äußert seinen ganz speziellen Wunsch und bekommt ihn auch erfüllt. Das ist gut so, bravo. Das Einmixen von business ist typisch für`s System. money makes the world go round - Ging es nicht auch ohne Kapitalismus?

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mmueller60 08.09.2010, 12:47
7. x

Zitat von Nikolai C.C.
Scheint ein interessanter Film zu sein, danke für den Hinweis. Das ganze Leben ist ja eigentlich ein Tauschgeschäft: Arbeit/Zeit gegen Geld/Anerkennung, alt heiratet jung, wie gerade ein französischer Minister seine 30 Jahre jüngere Partnerin. Die Frage ist halt immer, was man/frau sich dafür verspricht. Sicherheit, Wohlstand, Öffentlichkeit, Befriedigung emotionaler und körperlicher Bedürfnisse, Vater-, Mutter-, oder Kindersatz, wie im Film auch. Wir tauschen Aufmerksamkeit/Zeit gegen die Publikation einiger persönlicher Erinnerungen von Menschen über 65 Jahren . Im Sinne der Oral History, um Traditionen, Erfahrungen, auch z.B. aussterbende Berufe, Entwicklungen, etc. festzuhalten, um der Jugend einen, zum Teil, humorvollen, aber auch ernsten Einblick in Vergangenes zu ermöglichen. Einen Generationendialog, wie im Film auch, möchten wir auch anregen, in dem Junge ihre Großeltern filmen. Tauschen also Arbeit/Einsatz/Zeit/Aufwand/Herz/Hartnäckigkeit gegen Sponsorenprojekte und Spenden. Ein steiniger, aber auch, schöner Weg.
Können Sie mal aufhören, hier jeden Thread mit Ihrem Projekt "memoro" vollzuspammen? Jetzt werden die URLs schon mit bit.ly verschleiert.

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