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"Bild"-Zeitung auf Randalierer-Jagd: Journalismus wie im Wilden Westen
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Die "Bild"-Zeitung lässt ihre Leser nach mutmaßlichen G20-Randalierern suchen - obwohl die Behörden nach denen gar nicht fahnden. Da hat jemand den Rechtsstaat nicht verstanden.

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theanalyzer 11.07.2017, 17:27
10. Weiter so, BILD!

Ich finde es richtig, dass Bilder von Steinewerfern, Brandstiftern und Plünderern veröffentlicht werden. Eine Chance, diese Täter zu ergreifen. Weiter so, BILD!

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beuerlein 11.07.2017, 17:28
11. Ich finde es gut,

das Spon sich so sehr für die Rechte von Bürgern einsetzt, die unter einem Pauschal Verdacht gesetzt werden. Dasselbe erwarte ich dann auch in der Berichterstattung über die Landwirtschaft.

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shran 11.07.2017, 17:28
12.

Hachja. Das ist eben vergleichbar mit dem Rechtsstaatverständnis von Herrn Maas mit seinen Netzdurchsetzungsgesetz. Oder auch ein vergleichbares Verständnis wie private NGOs, wie z.B. Amadeu Antonio Stiftung, die mithilfe von öffentlichen Geldern soziale Netzwerke "säubern" sollen, usw.
Also nichts wirklich Neues ! Außer vielleicht bzgl. den Betroffenen, die vermutlich der Grund sind warum jetzt auf einmal der Spiegel solche Artikel schreibt. xD

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boris.kramer 11.07.2017, 17:28
13. Selbsthilfe wenn der Staat versagt

Ich verfolge die Aktion der Bild-Zeitung mit Sympathie.
Kann es möglich sein, dass Chaoten aus ganz Europa anreisen unter dem Motto "Welcome to hell", eine ganze Stadt verwüsten und wieder nach Hause fahren ohne Angst vor Strafverfolgung?
Der arme "Kevin, der bei seiner Oma wohnt", hat laut Foto einen Pflasterstein in der Hand. Dann wiegt für mich das Interesse der Öffentlichkeit nach Strafverfolgung schwerer als die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte.

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christian simons 11.07.2017, 17:30
14.

Für das sogenannte "berechtigte öffentliche Interesse" musste die BILD im Falle Kachelmann am Ende knapp 400 000 Euronen an den Geschädigten abdrücken.
Auch wenn man für den damaligen Falschbeschuldigten deutlich mehr Sympathien hegt als für den Hamburger Mob, sollte man hier mit gleichem Mass messen.

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spon_2316845 11.07.2017, 17:31
15. Na toll!

Solche Leute wie der Autor dieser Kolumne sind genau das Problem. Vor lauter Persönlichkeitsrechte für Gewalttäter werden die Opfer einfach vergessen. Wenn wir weiter so zimperlich sind, dann wird die Gewalt nie enden. Sie wird im Gegenteil mehr werden, so wie seit Jahrzenten. Und damit kommen wir zum eigentlichen Problem. Mindestens so schlimm wie die Gewalttäter sind jene, die immer noch begreifen, dass wir endlich mit null Toleranz durchgreifen müssen. Der junge Mann auf dem Bild wirft offensichtlich einen recht schweren Stein und ist nicht an einem Wettbewerbe im Weitwurf beteiligt. Natürlich muss der gestellt werden und das mit allen Mittel.

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meine_foren 11.07.2017, 17:31
16.

Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite nimmt man mit geworfenen Flaschen Erblindung, mit geworfenen Steinen sogar bewusst den Tod anderer Menschen in Kauf.

Auf der anderen Seite stimmt natürlich alles, was im Artikel über die Gewaltenteilung geschrieben wurde. Mediale Vorverurteilungen und Hexenjagden passen nichts in 21. Jahrhundert.

Schöner finde ich die BILD-Spendenaufrufaktion in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft der Polizei für die verletzten Polizeibeamten, an der ich mich bereits beteiligt habe. :-)

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djchrisi 11.07.2017, 17:31
17. Ein Blicke ins Gesetz spricht eine klare Sprache

Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie

§ 23

(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
1.
Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
2.
Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
3.
Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
4.
Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
(2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.

Da die Personen an " Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen" teilgenommen haben und ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit besteht war die Aktion von Bild wohl legal.

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naeggha 11.07.2017, 17:32
18. Unschuldsvermutung trotz Bildbeweis?

Bildbeweis aber illegal wg. Recht am eigenen Bild. Beißt sich sa nicht die Katze in den eigenen Schwanz? Da sind die doch immer unschuldig und Beweise nicht zulässig. Das Recht gehört zumindest mal auf den Prüfstand.

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twj64 11.07.2017, 17:32
19. Täterschutz vor Opferschutz muss endlich aufhören!

Ich greife den Schlusssatz des Vorposters auf.
Wildwest nein, aber effiziente Strafverfolgung JA!
Derzeit kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Legislative und Judikative sich meilenweit vom Volk entfernt haben. Wenn jemand mit dem "rauchenden Colt" in der Hand abgelichtet wird, dann kann mich die Unschuldsvermutung mal gepflegt .... gemäß Götz von Berlichingen. Alles andere ist einfach lächerlich!
Und auch die Medienvertreter jammern ohne zu berücksichtigen, dass diese selber mit zweierlei Maß messen: Warum sonst werden Sicherheitskräfte immer klar erkennbar in Veröffentlichungen dargestellt, die "mutmaßlichen" (ha, ha, ha) Straftäter aber verpixelt? Haben Polizisten bei Diensteintritt etwa ihre Persönlichkeitsrechte abgegeben?
Also Schluß mit dem Geseiere und endlich einen Zero-Tolerance-Kurs fahren, egal ob gegen linke, mittlere oder rechte Straf- und Gewalttäter.
Gefühlt vertreten diese Position 70-90% der Bevölkerung, mit denen man über dieses Thema spricht.

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