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"Bild"-Zeitung auf Randalierer-Jagd: Journalismus wie im Wilden Westen
SPIEGEL ONLINE

Die "Bild"-Zeitung lässt ihre Leser nach mutmaßlichen G20-Randalierern suchen - obwohl die Behörden nach denen gar nicht fahnden. Da hat jemand den Rechtsstaat nicht verstanden.

Seite 23 von 35
hummer2311 12.07.2017, 00:34
220. Auge um Auge

Der Punkt ist ... wir haben viel zu lange nur geschaut und nichts gemacht .... uns wie Trottel behandeln lassen und alles auf die Politik geschoben und gemeckert ... wie man hier auch wieder sehen kann! Fakt ist ... diese Menschen haben mit voller Absicht andere Menschen schwer verletzt und Werte beschädigt!!! Sie haben die Stadt Hamburg in einen Kriegsschauplatz verwandelt . Und was macht die Politik ? NICHT.... diskutierten über andere Punkte in der Welt. Unser Probleme sind hier , hier in Deutschland! Wir nehmen Menschen auf die nicht aus Kriegsgebieten kommen und unsere Land und unsre Gesetze nicht würdigen ... und viel zu viele davon ! Wir erlauben jedem zu demonstrieren ( was richtig ist ) aber müssen dann mit ansehen wie diese unsere Polizisten schwer verletzten .... und jetzt wollen sie hier sagen das die Bild ja so böse ist mit diesen Bildern? Ich hasse die Bild Zeitung, aber im Gegensatz zum Rest der sogenannten freien Presse ... plappern sie nicht nur den Politikern zum Munde sondern handeln. Etwas was die Mehrheit der Bevölkerung schon verlernt hat.... können nur noch alle meckern und zuschauen wie das Land untergeht .....

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Manitou-01@gmx.de 12.07.2017, 00:36
221.

Zitat von naeggha
Bildbeweis aber illegal wg. Recht am eigenen Bild. Beißt sich sa nicht die Katze in den eigenen Schwanz? Da sind die doch immer unschuldig und Beweise nicht zulässig. Das Recht gehört zumindest mal auf den Prüfstand.
Der Stein in der Hand ist kein Beweis. Da müßte man schon ein Video haben, daß der Stein auf eine Person geworfen wird (schwere Straftat). Bei einer leichten Straftat (z.B. Einwerfen einer Schaufensterscheibe) wäre eine Öffentlichkeitsfahndung nicht zulässig. Und außerdem, wer kann sagen, daß der Mann nicht nur den stein aufgehoben hat, um ihn an den Straßenrand zu tragen?

Im übrigen wurde man im Mittelalter durch den Richter zum Prangerstehen verurteilt. BLÖD stellt Menschen erst mal an den Pranger, ganz gleich ob ein Richter Beweise für ein Urteil findet.

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alkaseltzer 12.07.2017, 00:39
222.

Der Autor dieses Artikels führt seine Ansichten zum "Rechtsstaat" ad absurdum in dem er Rechtsbrechern solche Rechte zuspricht die eben diese mit Füßen getreten haben. Ich lese nie Bild aber die Aktion ist gut, richtig und hat mit Wild West in etwa soviel zu tun wie der Spiegel mit ausgewogenem Journalismus. Es ist doch bekannt dass die Springer Gruppe gern Linke Gewalttäter in Schutz nimmt. Der Spass ist vorbei. Der 1968 Jahrgang sollte langsam mal aufwachen.

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walter_de_chepe 12.07.2017, 00:42
223. Faschismus hat in Hamburg eine Gegenwart aber keine Zukunft

In Hamburg ist der Faschismus jahrzehntelang geduldet worden, die Folgen sind offensichtlich. Es ist an der Zeit in Deutschland endlich jedem Faschisten entgegengetreten. Der Fahndungsdruck muss so hoch sein, dass sie bereuen und sich stellen. Gleichzeitig muss nun die inhaltliche Auseinandersetzung beginnen. Das national-isolationistische und antikapitalistische Gedankengut muss entlarvt werden. Die Schwarzhemden müssen überall isoliert werden. Das ist eine natürliche Aufgabe der Presse.

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nesmo 12.07.2017, 00:44
224. Formales Recht und Bildjournalismus

passen nie ganz zusammen. Interessiert aber nur, wenn man einseitig orientiert meint, ganz genau hinsehen zu müssen. Es gibt eine ROTE HILFE, die Demonstranten berät, wie man Bildbeweisen entgeht. Alle sollten sich demnach gleich schwarz anziehen, sich vermummen, sogar Schuhe abkleben. Ganz offiziell werden so Demonstranten beraten, wie man sich vor Strafverfolgung schützt. Und genau diese Leute schreien als erste auf, wenn mal einer bei einer sehr deutlich erkennbaren Straftat doch erkennbar ist, die Bilder dürfen angeblich wegen Persönlichkeitsrechtsverletzungen nicht veröffentlicht werden. Die Wahrscheinlichjeit ist zwar sehr gering, dass ein vor Ort fotografierter Flaschenwerfer unschuldig ist, aber formalrechtlich ist das so, wenn es nicht quasi feststeht, das hier eine Straftat fotografiert wurde. Wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Straftat sehr groß ist, ist das öffentliche Interesse an der Veröffentlichung des Bildes auch groß genug. Wer nur die Täter vor Strafverfolgung schützen will, dem glaubt keiner, dass er wirklich Persönlichkeitsrechte schützen will. Wenn ausnahsweise jemand die Flasche nur entsorgen wollte, kann er ja Bild verklagen, dass ist aber so sehr unwahrscheinlch, dass das Bild zunächst veröffentlicht werden darf, sonst darf nie ein Bild von einer Straftat veröffentlicht werden. Und der Aufruf nach Fahndung unter dem Bild ist grundsätzlich auch berechtigt, wenn keine Zweifel an der Straftat des Abgebildeten bestehen.

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mad_man_walking 12.07.2017, 00:46
225. Genau !

Das wäre ja noch schöner, wenn man harmlose Passanten die zufällig auf Bildern Steine in der Hand halten, so in der Öffentlichkeit bloßstellt. Auch eine wurfbereite Flasche in der Hand, besagt noch gar nichts.
Und beim Plündern abgelichtet zu werden ... na ja. Schwamm drüber (gab es übrigens sehr günstig bei Budni !).

Ich finde wir sollten alle noch VIEL mehr Verständnis haben und sehr genau darauf achten, es der agressiv durch die Stadt marodierenden Polizei nicht zu einfach zu machen.

Außerdem...was macht ihr auch euren G20 direkt neben der Schanze. Selber Schuld.

;-)

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Manitou-01@gmx.de 12.07.2017, 00:53
226.

Zitat von djchrisi
Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie § 23 (1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden: 1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte; 2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen; 3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben; 4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient. (2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird. Da die Personen an " Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen" teilgenommen haben und ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit besteht war die Aktion von Bild wohl legal.
Die Bestimmung "Personen an " Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen" teilgenommen haben" bezieht sich auf Übersichtsaufnahmen des Demonstrationszuges und nicht auf einzelne Personenfotos (es sei denn, man fotografiert einen Redner bzw. eine Person der Zeitgeschichte).
Private Fahndungsfotos sind auch bei einer Versammlung illegal.

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lupo62 12.07.2017, 00:54
227. Zweirlei Maß

Bei der ganzen Fahndung wird nicht viel heraus kommen. Erinnert sich jemand an den Sonderzug aus der Schweiz , randvoll mit jungen Männern, die trotz trüben Wetter alle mit Kaputzenshirt und Sonnenbrille darher kamen? "Da kommt der schwarze Block, jetzt gibt es Ärger" sage meine Frau und sollte recht behalten. Kontrolliert hat die bei der Ankunft keiner.
Die Polizei hatte am Sonntag aber auch eine Ahnung, dass der eine oder andere dieser Herren vielleicht auf einem Polizeivideo in Aktion auftauchen könnte und wollte am bei der Abfahrt des Zuges die Personalien der Sonnenbrillen-Männer notieren. Nach anderthalb Stunden hat man aufgegeben "und sich mit einer oberflächlichen Kontrolle begnügt" (Zitat SPIEGEL-ONLINE).
Ich habe so eine Ahnung, was mir blüht, wenn ich mich bei der nächsten allgemeinen Verkehrskontrolle weigere, meine Personalien anzugeben. Abführen zur Wache und Zwangsregistrierung wären mir sicher.
Wenn so ersichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird zugunsten von Schwerverbrechern, ist Rechtstaat schwer zu ertragen. BILD (ein schreckliches Blatt, das ich ablehne) haut da nur in die Kerbe.

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lamblies 12.07.2017, 01:45
228. Mein Titel (B..d)

Ich verstehe die Menschen nicht, die sich dieses Zeitungspapier antun.
In diesem Fall ein Hetze ohnegleichen.
Wir leben in einem Rechtsstaat, wo nicht irgendein Schmierenblatt die Verbrechensverfolgung in die eigene Hand nehmen darf.
Dies ist Aufgabe der Polizei und Staatsanwaltschaft.

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tomatosoup 12.07.2017, 02:25
229. Vorbildlich!

Den maskierten Terroristen die Maske vom Gesicht reißen, alle Kriminellen, die meinen, unserem Rechtsstaat durch Vermummung entkommen zu können, sichtbar machen, ist zwingend geboten. Für Hinweise, die zur Identifizierung und Festnahme der Straftäter führen, sollten Belohnungen ausgesetzt werden. Großartig und vorbildlich ist die Aktkon von "Bild" und sehr erfreulich sind auch alle Aktionen im "Netz", die zur Aufspürung der Täter führen. Die Madke vom Gesicht reißen - das ist es!

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