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Bismarck-Jahr 2015: Der deutsche Traum als Schrecken Europas
DPA

Ein mächtiger Flächenstaat dominiert den Kontinent: Zum 200. Geburtstag Otto von Bismarcks zeigen sich brisante Parallelen zur Bundesrepublik unter Angela Merkel. Doch die Politik des "Eisernen Kanzlers" mündete in einem Alptraum.

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spon-facebook-10000119413 03.02.2015, 14:17
1. Das ist uralter 68er Historien-Quatsch

sorry SPIEGEL, aber die Politik des eisernen Kanzlers, die so gar nichts mit dem Führer zu tun hat, hätte uns sowohl den ersten wie auch den zweiten WK erspart - den anderen Europäern vielleicht auch. Das ist der durchaus aktuelle Stand der Forschung. Einfach mal ein paar Bücher lesen. Der obige Artikel hingegen wiederholt zum x-fachen Male die falschen Thesen der 70ger und 80ger Jahre und ist von der typisch deutschen Verzweiflung an sich selbst geprägt.
Kommt doch einfach einmal in diesem Jhdt.( es ist übrigens das 21.) an, bevor Euch überhaupt niemand mehr liest.....

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blaacki 03.02.2015, 14:22
2. hans werner sinn

hatte solche parallelen schon vor langer zeit aufgezeigt. so oft gescholten bei spiegel online, erwähnt in allem was mit.ihm nix zu tun hat, ubd hier wäre ein verweis angebracht gewesen....

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dwg 03.02.2015, 14:23
3. Och nä!

Geht es nicht noch 'ne Nummer dicker? Demnächst werden bestimmt auch überall "Merkeltürme" errichtet.

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d.hauskrett 03.02.2015, 14:25
4. sehr einseitig dargestellt

Man kommt nicht umhin, den negativen Unterton des Artikels festzustellen. Bismarck war für mich dennoch ein großer Staatsmann, der sicher Fehler hatte und machte - man schaue sich zum Vergleich jedoch andere Politiker seiner Zeit an! Dass Deutschland sich politisch (nicht die privat von Vereinen geschaffen Kolonien) als satuiert ansah (auch gegen den Willen des Kaisers) und wir uns aus dem größten Imperialmist herausgehalten haben, ist sein Verdienst. Ebenso wies er Napoleon III. in die Schranken, welcher ganz andere (wahnsinnigere) Ideen von seiner Territorialmacht in Europa hatte. Hier wurde auch nur das Schlechte (Annexion von Elsass-Lothringen) herausgestellt - zugegeben einer seiner größten Fehler.

Ich empfehle jedem, der sich einen (ausführlichen) Überblick verschaffen will, die Lektüre von Christopher Clarks "Iron Kingdom". Ein unverzerrtes Bild eines britischen renommierten Historikers.

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Faldor17 03.02.2015, 14:27
5. Setzen, sechs

Mit dem Beitrag wäre ich aus dem historischen Seminar meiner Uni achtkant rausgeflogen. Ich darf dem Autor wärmstens empfehlen, erst einmal die Standardwerke zu der Epoche und auch zu Bismarck zu lesen und vor allem zu verstehen, bevor er einen vor Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten strotzenden Artikel verfasst. Da nützt auch ein völlig aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat des hoch zu verehrenden Lothar Gall nichts mehr. Bismarcks An- und Absichten haben, genauso wie die Ursachen des ersten Weltkriegs, überhaupt nichts mit dem gemeinsam was der Autor hier schreibt.

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eifrigerleser 03.02.2015, 14:34
6. Sehr merkwürdiges Geschichtsverständnis

kommt hier erneut zum Vorschein. Mal wieder dieser Schnack, daß Bismarck der Wegbereiter einer Expansiven Außenpolitik Deutschlands gewesen sein soll. Er wollte das Reich erhalten, die Nachfolgenden wollten expandieren. Das Bündnissystem Bismarcks ist ein Glanzstück deutscher Diplomatie gewesen: Isolierung des geschwächten Feind Frankreichs sowie Annäherung und Einbindung mit Russland zur Vermeidung eines Zweifrontenkrieges. Die großen Fragen der damaligen Zeit darf man nicht mit heutigen Vorstellungen betrachten!

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blumstajn 03.02.2015, 14:35
7. die dunklere Seite Bismarcks

Bismarck war bestimmt ein faehiger Staatsmann, dem Deutschland viel verlangt. Leider war Bismarck nicht frei von rassistischen Vorurteilen. Ueber die Polen sagte er beispielsweise pauschal:
"Haut doch die Polen, daß sie am Leben verzagen; ich habe alles Mitgefühl für ihre Lage, aber wir können, wenn wir bestehn wollen, nichts andres tun, als sie ausrotten; der Wolf kann auch nicht dafür, daß er von Gott geschaffen ist, wie er ist, und man schießt ihn doch dafür tot, wenn man kann."

Solche Aussage sollte man in Deutschland zu Kenntnis nehmen und thematisieren. Irgendwann kommt der Bumerang zurueck und wird Deutschland in Zugzwang bringen, Stellung zu beziehen. Ein starkes aufgeklaertes Deutschland ist dazu besser in der Lage als ein geschwaechtes und isoliertes Deutschland, was man in der Zukunft nicht ausschliessen kann.

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Crom 03.02.2015, 14:36
8.

Es hat schon seine Gründe, warum in Computerspielen wie Civilization man z.B. immer Bismarck Deutschland verkörpert. Das Ausland weiß eben auch, warum er ein großer Staatsmann war.

Zudem glaube ich, dass ein Bismarck den Kriegsausbruch 1914 verhindert hätte.

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fritzyoski 03.02.2015, 14:37
9. Keine Ahnung von Geschichte

Bismarcks Politik bewahrte den Frieden in Europa. Die stuemper die nach ihm kamen steurtzten Deutschland und Europa ins Unglueck.
Frankreich hatte Deutschland unentwegt angegriffen 1683 als Elsass-Lothringen von Frankreich annektiert wurde, Napoleon and dann wieder 1870.
Bismarck wusste das der Feind im Westen sitzt und nicht im Osten.

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