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"Blühende Landschaften": "taz"-Chef tut Kohl-Titelbild leid
taz

"Das ging daneben": Der Chefredakteur der "taz" hält die Titelseite seiner Zeitung zum Tode Helmut Kohls für missglückt.

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haltetdendieb 17.06.2017, 22:12
160. Komisch! Ich habe den Witz sofort verstanden.....

Es gibt keinen Grund, sich für irgendetwas zu entschuldigen! Auch wenn meine Einstellung einfach zu beschreibe ist: Danke, Helmut Kohl! Danke für die Einheit, Danke für diesen Einsatz, der genau zur richtigen Zeit erfolgte! Mit einem Wort: Danke, Helmut Kohl!

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pmax 17.06.2017, 22:14
161.

Es war natürlich klar, dass die TAZ Prügel bekommt, aber ich sehe das Titelblatt durchaus als künstlerische Leistung.
H. Kohl hatte das Glück BUKA zu sein, als die Wiedervereinigung möglich war und er hat sie dann mit allen Tricks eilig durchgezogen. Lafontains Einschätzung war da aus meiner Sicht weitaus realistischer, der eine eher entschleunigte Gangart präferierte und dann leider die Wahl verlor...

Kohl hat in dieser Zeit aus meiner Sicht bewusst viel gelogen, um seine Ziele zu erreichen und die TAZ hat das in einem Bild gut illustriert. Wo sind denn die blühenden Landschaften?

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kajoter 17.06.2017, 22:16
162.

Zitat von ackergold
Lamentiererei hin oder her, das Titelbild der taz war passend, angemessen und spiegelt die Amivalenz der Person Kohl wieder. Kohl hat letztlich nichts erreicht für die Menschen und an seiner "geistig moralischen Wende" sind viele zugrundgegangen.
Sie halten sich zu häufig im Fantasialand auf.

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Paddel2 17.06.2017, 22:24
163. Typisch links

Zu 99% humorlos und wenn sie es doch mal versuchen, kommt dieser Schund dabei heraus. Das ist das erwartete Ergebnis, wenn man sich ein isoliertes Umfeld von Jasagern schafft und dabei vor allem den Zugang zur Realität verbaut.

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hagenlaw 17.06.2017, 22:36
164.

Makaber, ab darauf muss man erst einmal kommen Genial! Und allen, die hier maulen, folgendes: Wenn man Gott, Jesus und Mohammed in Satirezeitschriften verhöhnen darf und alle dabei noch Beifall klatschen, wird man mit Helmut Kohl sicherlich doch wohl dasselbe machen können. Oder war der etwa mehr?

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nwz86 17.06.2017, 22:42
165. De mortuis nihil nisi bene

Über die Toten nur Gutes... zumindest so kurz nach dem Tod. Ich denke, diesen Spruch sollte man vor allem auch in der Presse beherzigen. Wenn man nichts Gutes zu sagen hat oder will, dann hält man eben mal die Klappe. Mit etwas zeitlichem Abstand kann man ja die Keule wieder auspacken.

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Hagbard_Celine235 17.06.2017, 22:55
166. Glückwunsch

Das TAZ-Titelbild war als einziges wahrhaftig. Ich kann die Lobhudeleien um einen korrupten und verdorbenen Machtmenschen nicht verstehen.

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ghosthh 17.06.2017, 23:06
167. Verzichtbar, aber nicht falsch...

...war dieses Titelblatt. Man hätte natürlich etwas pietätvoller reagieren können, aber im Grundsatz hat das Bild, welches die taz da verwendete, das Vermächtnis des Helmut Kohl perfekt wieder gegeben. Die "blühenden Landschaften" sind für viele Landstriche in Ostdeutschland nach wie vor ein Grabgesteck. "Rückgabe vor Entschädigung" war der Grabspruch, und die Treuhand der Leichenfledderer.
Kohl hat damals die Zeichen der Zeit erkannt, schnell gehandelt und sich damit um die deutsche Einheit verdient gemacht. Aber das war es dann auch schon. Das soziale und wirtschaftliche Ausbluten des Ostens, von dem man sich bis heute nicht erholt hat, fällt auch in seinen Verantwortungsbereich. Und das können alle Sonntagsreden und Nachrufe nicht wegleugnen. Er war ein großer Europäer, aber ein leider nur ein kurzsichtiger Politiker. Schade. Möge er trotzdem in Frieden ruhen,

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ariston666 17.06.2017, 23:13
168. Massenhysterie

Die Ära Kohl war für mich 16 lange Jahre bleierner Stillstand,kleingeistiges Spiessertum,die Wende wäre auch ohne Kohl erfolgt.Diese grenzenlose unkritische Lobhudelei grenzt schon an Massenhysterie.

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movfaltin 17.06.2017, 23:15
169. Kritik überzogen

Ich fand die Titelseite erfrischend. Den immergleichen posthumen Würdigungen setzt sie in einem einzigen Bild ein gewaltiges Verdienst entgegen, das um die Wiedervereinigung, und versieht es mit einem Augenzwinkern. Ich sehe nicht, dass das eine böse Schlagzeile wäre - sondern eine pfiffige, lustige. Und damit endlich denkwürdige.

Wer den Tod mit den immergleichen Floskeln "schmückt" und statt in ehrbare Würdigung in Trauerfrust ausweicht, der ist entschieden zu nah am Wasser gebaut. Haltet das Andenken in Ehren, jawoll. Das heißt aber nicht, dass urplötzlich die ganzen Witze schlimm sind, die einen Tag zuvor noch okay waren. Anders wäre das, wenn Witze über die Todesumstände im Falle eines unnatürlichen Todes erfolgt wären. So etwas geziemt sich auch meiner Meinung nach nicht, zumindest öffentlich nicht, da es der Angehörigen frische Wunden aufreißt und natriumchloridiert. Unnötigerweise.

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