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"Blühende Landschaften": "taz"-Chef tut Kohl-Titelbild leid
taz

"Das ging daneben": Der Chefredakteur der "taz" hält die Titelseite seiner Zeitung zum Tode Helmut Kohls für missglückt.

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thunderstorm305 17.06.2017, 17:36
40. Das war in der Tat geschmacklos.

Das Problem bei diesem Titelbild ist die Tatsache dass sie sehr wohl richtig verstanden wurde. Man kann Satire machen, aber muss das am Tag des Todes eines Politikers sein? In so einem Moment sollte man inne halten und den Mensch sehen, wenn man dessen Lebensleistung schon nicht gut finden kann. Aber der Redakteur kann sich damit abfinden dass in ein paar Jahrzehnten Herr Kohl den Weg in die Geschichtsbücher gefunden hat und man ihn endgültig als Kanzler der Einheit sieht.

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Chris11 17.06.2017, 17:38
41.

Zitat von annatheke
das Allerletzte! Eine Entschuldigung war überfällig. Trotzdem ist das Ding unterwegs und sorgt für Schenkelklopfer in allen veganen Teestuben. Armselig!
Ich bin Veganer. Und ich trinke Tee. Aber was sind vegane Teestuben? Und warum, sollte es Teestuben solcher Art geben, sollte der Tod von Helmut Kohl bei der Teestuben-Klientel Schenkelklopfen verursachen?

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IvicaMarkovic 17.06.2017, 17:39
42.

Auch wenn Kohl ein schlechter Kanzler war, geht das Titelbild der taz zu weit.

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Lorah 17.06.2017, 17:42
43. Das Titelblatt kann nur schlecht finden,

der die Kohl-Zeit nicht miterlebt hat. Aussitzer, Spießer, Linken-Fresser, Besserwisser, Patriarch usw. usf. Klar gab es auch Gutes, zweifellos. Europafreund, Deutschland-Vereiniger. Mehr fällt mir auf die Schnelle aber auch nicht ein. Und dass er die Spender nicht nennt und sich und sein Ehrenwort über das Gesetz stellt, das wird auch nicht gut, nur weil jemand tot ist. Das zeigt, wie er getickt hat und seine Kanzlerjahre. Bleiern ist da immer noch der beste Ausdruck. Und diese Ambivalenz darf man zum Ausdruck bringen oder durch ein nicht nur lobhudelndes Titelblatt daran erinnern. Das erwarte ich, gerade von der taz. Kohl war eben nicht nur fantastisch, wie alle Menschen und dann halt auch Toten.

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didohaun 17.06.2017, 17:43
44. was soll das alles?

Ein Mensch und seine Lebensleistung wird nicht dadurch besser, indem er das Zeitliche segnet. Seine zweifellos erworbenen Verdienste um die deutsche, aber auch europäische Einheit hat er höchstpersönlich kompromittiert, indem er glaubte deswegen über dem Gesetz zu stehen. Der Sockel, auf den ihn nun alle stellen, ist für meinen Geschmack zu hoch.

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Epsola 17.06.2017, 17:45
45.

Meine Güte was ist den hier los? Man kann von Kohl ja halten was man will, ihn als ehemaligen Erzfeind betrachten, aber Fakt ist, dass er davon unabhängig ein Vater der Nation ist. Als ob es das bräuchte um ein Minimum an Pietät zu zeigen. Für mich ist die TAZ spätestens damit gestorben und die, die der TAZ zujubeln, sollten sich mal fragen inwiefern ihre zur Schau getragene Unmenschlichkeit etwas mit links sein zu tun hat. Ideologie die über Leichen geht kann nicht links sein. Zur Überraschung einiger, auch Kohl war ein Mensch.
(Ich bin kein Kohl-Fan und links)

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augustdummer 17.06.2017, 17:45
46. mein Ehrenwort drauf......

erstklassiges Titelblatt.

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martin.michaelis 17.06.2017, 17:46
47.

Solche grenzwertigen Geschmacklosigkeiten passen zur einem Satiremagazin wie die TITANIC oder einem britischen Boulevardmagazin.

Wenn ein Blatt wie die TAZ mit sowas daherkommt ist es ein grobe Fehlleistung die man nicht durch laue Entschuldigungen wieder zurücknehmen kann.

Der Titel setzt keinen Kontrapunkt zum allgemeinen posthumen Lobhudeln sondern ist kleingeistiges Nachtreten auf jemanden der sich nicht mehr wehren kann.

Mit solchen Patzern macht sich die TAZ zur linken Bildzeitung.

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hallenbeck 17.06.2017, 17:47
48. armselig

... ebenso jene, die sowas auch noch gut finden. aber so ist die welt nunmal, armselig ;)

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sozialismusfürreiche 17.06.2017, 17:47
49. ich konnte mit Kohl nie was anfangen ...

Ich konnte mit Kohl nie was anfagen. Der schlechteste dt. Bundeskanzler in der Nachkriegsgeschichte. Respekt müssen sich Menschen erarbeiten, Kohl hat viele nicht respektiert. Auch zum Tode ändere ich meine Einstellung nicht. Ich hoffe diejenigen die mich nicht mögen fangen nicht auch plötzlich mit meinen Tod an in Lobhuddelei auszubrechen. Daher finde ich das Cover sehr passend, knapp und prägnant. Bravo TAZ.

P.S.: Ich lese keine TAZ.

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