Forum: Kultur
Brad Pitt in "Killing Them Softly": All das Betteln, Kreischen, Röcheln
Wild Bunch Germany

Jeder macht hier nur seinen Job - auch wenn dieser Job Menschen töten ist: Das grimmige Neo-Noir-Drama "Killing Them Softly" zeigt ein Amerika, das moralisch wie wirtschaftlich am Boden liegt. Allein Brad Pitt als pragmatischer Auftragskiller scheint sich noch über Wasser halten zu können.

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flowpower22 28.11.2012, 07:11
1. Boykott, nicht hingehen!

Zitat von sysop
Jeder macht hier nur seinen Job - auch wenn dieser Job Menschen töten ist: Das grimmige Neo-Noir-Drama "Killing Them Softly" zeigt ein Amerika, das moralisch wie wirtschaftlich am Boden liegt. Allein Brad Pitt als pragmatischer Auftragskiller scheint sich noch über Wasser halten zu können.
Ich plädiere dafür, dass Hollywood der Unterwelt Tantiemen zahlen muss. Das wäre nur gerecht.
Mal ehrlich, was soll denn diese Art von "UNTER-haltung"? Städig muss da in Serie gekillt werden - grauenvoll!
Boykott, nicht hingehen!

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blowup 28.11.2012, 07:32
2. Klasse

Klasse Film-Besprechung. Macht neugierig auf den Film. Wir werden wohl in Zukunft mehr Filme erleben, die die soziale und politische Endzeitstimmung einer Welt thematisieren, die in der "Hand von Unsichtbaren" immer mehr auseinanderbricht. (unsere Kinder werden uns mal fragen: warum habt ihr nichts getan?)

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achim68 28.11.2012, 07:53
3. *grins

Pitt sieht immer noch aus wie 12 mit Bartwuchs.
Wenn der mit einer Waffe vor mir steht würde ich wahrscheinlich sagen: "Tu Dir nicht weh kleiner Mann" *gg

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quarto58 28.11.2012, 07:53
4. Fatal

....ein "Aufruf" zur Verbrüderung in Kriesenzeiten wäre mir lieber. hier wird ein "amerikanischer" Vorschlag an die noch unreifen, unvolllständig entwickelten Geister der heranwachsenden Generation gemacht für eine fatale Lebenserhaltung in Kriesen.

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Ylex 28.11.2012, 08:32
5. Verquickung der Motive

Der sachliche, teilnahmslose Auftragskiller ist nicht neu, ich habe schon mehrere Filme dieser Art gesehen, kann mich aber leider nicht mehr an die Titel erinnern – auch die vom Autor des Artikels hervorgehobene Verlorenheit in einer abstoßenden Umwelt verwenden amerikanische Regisseure häufig als Motiv, das hat Tradition. Man weiß meistens nicht genau, was in was verpackt wird: Die Gewalthandlung in eine desillusionierende Realität, oder Sozialkritik in einen Action-Rahmen. Verdächtig bleibt die innige Verquickung der Motive, die Aussage solcher Filme geht regelmäßig in zu viel Geballer und Blutgesudel unter – ob das bei „Killing them softly“ ähnlich ist, bleibt für mich abzuwarten.

Der Super-Fiesling hat im amerikanischen Film scheinbar ausgedient, die angesagten Schurken sind hin und hergerissen zwischen Kaltblütigkeit und einem sprachlosen Selbstmitleid, das aus der Tristesse der Verhältnisse drängt, Alltagsmörder mit Neigung zur Depression, latente Verlierer – alle werden irgendwie zu Losern, die Täter und die Opfer – damit wird ganz Amerika zu einem Land der Loser.

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KnoKo 28.11.2012, 08:44
6. ...

Von allen Schauspielern Hollywoods, musste es da ausgerechnet der überschätze Herr Pitt sein? Hat dieser Film ein Zugpferd wirklich so dringend nötig?
Ein Streifen, welcher eine derartige Thematik verarbeitet, hätte eine passender besetzte Hauptrolle verdient gehabt.

Zitat von blowup
Klasse Film-Besprechung. Macht neugierig auf den Film.
Wenn Sie mehr wissen wollen:
Killing Them Softly (2012) - IMDb

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Gubanöhr 28.11.2012, 09:01
7. Düstere Perspektivlosigkeit

wie sie im Noir immer zu finden ist zusammen mit einem illussionslosem Pessimissmus sind nunmal einige Spielmitte dieses Genres. Mich interessiert ein Pessimissmus mehr als das geistlose optimistische Geschwätz der Menschen der Gegenwart, die in ihrem Gebrabbel vergessen das die Menschheit am Grabe der Zivilisation steht. Ein guter Noir Krimi hat immer apokalyptische Züge, nicht zuletzt treten viele Protagonisten (wie bei Chester Himes, Richard Stark, Ed Mc Bain, Jim Thompson) als `überirdische´ Racheengel auf die ihr Geschäft mit perfider Perfektion erledigen.
Mir ist sowas immer noch lieber als der seichte Mainstream.

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gutchi 28.11.2012, 09:06
8. diese Art von

welche Art von Unterhaltung?
Haben Sie den Film gesehen flowerpower22?
Ihrem unterirdischen Beitrag nach nicht.

Ich schon.
Der Film ist grosse Klasse und ich bin kein grosser Fan von Pitt und schon garnicht von Gewalt szenen.
Eine einzige Szene war mir zu brutal da schaue ich weg.
Ansonsten spannenste Unterhaltung, athmospherisch dicht. Story und Charactere psychologisch fundiert.
Akteure durch die Bank von feinsten.
Sehr zu empfehlen, allerdings wenn moeglich im Orginal.

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sorlag 28.11.2012, 09:07
9. Genau...

..lasst uns einfach alle nur noch Heile-Welt-Filmchen schauen, um sicher zu gehen, dass die Filmindustrie auch ja das Abendland rettet. Wie wäre es mit Neo-Noir-Benjamin-Blümchen?

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