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"Breaking Bad"-Blog: Nur nach Hause, irgendwie
AMC

Es ist vollbracht: "Breaking Bad" ist vorbei, die letzte Episode gelaufen, das Schicksal Walter Whites hat sich erfüllt. Und alle, wirklich alle, haben bekommen, was sie verdient haben.

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cincinna 02.10.2013, 12:07
1. Sicher, dass

Walter verstorben ist? Ja, er hatte die Schussverletzung, aber er hätte auch nur ohnmächtig sein können (um dann von den Cops ins Krankenhaus gebracht zu werden). Genau wird nicht klar, ob er wirklich tot war.

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HeltahSkeltah 02.10.2013, 12:07
2. Traumsequenz

Bei der als Traumsequenz dargestellten Szene handelt es sich um eine Begebenheit aus Jesses Vergangenheit. In einer der vorherigen Staffeln begab sich Jesse in eine Therapiegruppe und erzählte dort wie er diese Kiste selbst herstellte und wie stolz ihn dies machte. Zum Schluss gab er zu, diese dann für eine Unze Gras verkauft zu haben. Hier die entsprechende Szene:

Jesse's Wooden Box - YouTube

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yast2000 02.10.2013, 12:08
3. Wir haben uns noch den Text des letzten Songs verdient:

Zitat von sysop
Es ist vollbracht: "Breaking Bad" ist vorbei, die letzte Episode gelaufen, das Schicksal Walter Whites hat sich erfüllt. Und alle, wirklich alle, haben bekommen, was sie verdient haben.
Guess I got what I deserved
kept you waiting there
too long my love
all that time
without a word
didn't know you'd think
that I'd forget
or I'd regret
the special love
I had for you
my baby blue

All the days became so long
did you really think
I'd do you wrong
Dixie, when I let you go
thought you'd realize
that I would know
I would show
the special love
I have for you
my baby blue

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rucksacksepp 02.10.2013, 12:12
4.

Und dass Walt Lydia mit Ricin vergiftet hat ist nicht erwähnenswert?

Auch wenn das Ende etwas sehr unglaubwürdig wirkte (das erwähnte Maschinengewehr im Kofferraum wurde ja schon erwähnt, meiner Meinung hätte Walt auch nicht so viele Eventualitäten offen gelassen. Was zum Beispiel wenn die Nazibande in den Kofferraum geguckt hätte, was wenn er seine Fernbedienung nicht bekommen hätte, was wenn er woanders Parken hätte müssen...), war es trotzdem ein gelungenes Finale für eine ausgezeichnete Serie.
Ich bin ja mal auf Better Call Saul gespannt.

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ceeboks 02.10.2013, 12:26
5. weissensee

war schon richtig gespannt auf die zweite staffel nachdem mir die erste vor ein paar jahren richtig gut gefallen hatte.
aber inzwischen gab's 'breaking bad' zu sehen. und wenn man sich an diese qualität der drehbücher, regie, filmischem handwerk, musik, schauspielerischer leistung gewöhnt hat, merkt man, dass da welten zwischen 'weissensee' und 'bb' liegen.
echt verblüffend wie unnatürlich die dialoge, einfallslos die musik und hölzern die darsteller wirken wenn man beide serien miteinander vergleicht.
dass die produktionen hier so schlecht sind, hätt ich nicht vermutet (obwohl....von tatorten ist man ja schon einiges gewöhnt).
naja, vielleicht geht's ja nur mir so.....

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denol 02.10.2013, 12:39
6. optional

Finde den Kommentar zu negativ, da ich persönlich von einem großen Finale sprechen würde. Frage mich auch, warum Lydias Tod nicht erwähnt wird.
Wie Walter White es von New Hampshire nach New Mexico unbehelligt geschafft hat, darüber gibt uns auch die Folge einen indirekten Eindruck. Man sieht in einer Szene die SB-Tankstelle mit Münzeinwurf und einsame Highways, die es in den USA eben massenhaft gibt.
Wann er Badger und Pete eingesammelt hat, ist doch vollkommen egal. Das Überraschungsmoment in der Szene ist doch genial.
Wie Walter in das so gesicherte Haus eindringt, sieht man doch auch. Er steigt erst nach den Beiden ein, als die Sicherheitsanlage entschärft wird.
Also die Bauanleitungsfrage stellt sich nicht, wenn man alle Staffeln Breaking Bad gesehen hat, denn Walter baut kompliziertere Dinger als diese Maschinengewehrapparatur. Selbst die Kofferraumverkleidung und die oft billigen Hauswände durchzuschießen, ist mit dem passenden Kaliber kein Thema. Walter fragt vorher, wo er hin soll, kriegt die Antwort mit dem Klubhaus und parkt den Wagen bewusst anders als ihm vorgegeben wird. Da das Gebäude nicht groß ist und das Maschinengewehr einen bestimmten Bereich abdeckt, war es auch nicht so unwahrscheinlich einen Großteil der Nazis zu erwischen. Überhaupt frage ich mich, wie man solche Fragen aufwerfen kann, wenn man die Serie gesehen hat???
Also ich kann nur nochmal wiederholen, ich fand die Folge sehr gelungen.

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Walther Kempinski 02.10.2013, 12:48
7. Ricin funktioniert nicht

Ricin in ein warmes Getränk zersetzt sich sofort. Ist also ein "Filmfehler". Die Anmerkungen zum Maschinengewehr sind alle richtig. Zu viele wenn und abers...

Gibt übrigens ein "Mythbusters" Special, wo 2 Sachen aus der ersten Staffel untersucht werden. Der als Meth getarnte Sprengstoff in Tuco's "Büro" und das Zersetzen der Leiche in der Badewann (und Badewanne gleich mit).

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sebess 02.10.2013, 12:49
8. optional

Die Traumszene ist allerdings ambivalent: Ähnlich gut wie im Holzkistenschnitzen ist Jesse im Drogenkochen. Sein Meth ist am Ende höherprozentig als Heisenbergs.

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christian simons 02.10.2013, 12:55
9.

Während wir hier im Forum alle herumgerätselt haben, ob und wie sich Walt bei den Schwartzens revanchieren wird, ahnten wir nicht, dass wir wieder einmal phänomenal genasführt wurden.
Denn abgesehen davon, dass Walt den „beautiful people“ den Schreck ihres Lebens einjagt, ging es ihm niemals um Rache, sondern um den einzig logischen Weg seine Reichtümer doch noch der Familie zuzuführen. Wunderbar, wie man bei dieser Gelegenheit auch noch dem bewährten Komikerpaar Badger und Skinny Pete zu einem letzten Kabinettstückchen verhilft.
Dann Walts Geständnis: „Ich habe das alles für mich getan. Ich fühlte mich lebendig dabei.“
Eigentlich hätte Skyler dies schon in der Erinnerung an die allererste Episode erkennen können, als Walt nach seinem ersten Arbeitstag im Drogenlabor ungewohnte Leidenschaft im Ehebett entwickelte.
Und schließlich der Showdown mit Todd, Lydia und den Nazis.
Wie schon in seiner Abrechnung mit Gus Frings beweist Walt mal wieder seine Qualitäten als fehlgeleiteter Hobbytüftler. Und die Szene, in der es „Lydia, the tattooed lady“ langsam dämmert, dass sie keinen gewöhnlichen Schnupfen hat, ist ebenfalls unbezahlbar. (Todds Handy-Klingelton: Copyright by Groucho Marx)
Walter White macht in „Felina“ seine letzte Metamorphose durch. Er ist nach dem Exil in New Hampshire zum abgeklärten Nachlaßverwalter in eigener Sache geworden. Und die Wandlungsfähigkeit mit der Bryan Cranston dies darstellt, ist wie gewohnt atemberaubend.
Und am Schluß steht ein höchst ambivalentes Happy End : Walt stirbt glücklich in den Kulissen seines geliebten Chemielabors, weil sein Plan die Familie zu versorgen doch noch von Erfolg gekrönt war, und sein monströser Akt der Selbstverwirklichung sich letztendlich gelohnt hat.
Verbrechen zahlt sich eben doch manchmal aus.

Fazit:
Ein grandioses Finale, bei dem mir nur eine Kleinigkeit gefehlt hat:
Nach Hanks Tod hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass es zwischen Skyler und Marie noch einmal eine grundsätzliche Aussprache gibt. Aber man kann nicht alles haben.
Und zum Schluss werde ich hier noch einmal schamlos die Werbetrommel rühren: Die DVD/BluRay-Komplettbox der Serie ist für bereits für Ende November angekündigt.
Gehet hin, und legt sie allen Freunden und Verwandten, die etwas für großes Kino übrig haben, unter den Weihnachtsbaum…

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