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Bremen-"Tatort" über Killerauto: Der Schrott des Gemetzels
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Männer mit PS-Trieb, Mütter mit amputierten Beinen: Die Bremer "Tatort"-Ermittler kriegen es mit einem Killerauto zu tun. Ein röhrendes B-Movie über Geisterfahrer und Familiengräber.

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salamicus 13.03.2017, 09:19
20. Folie à trois

Mir hat der Tatort gefallen. Nicht der "irre" Mörder stand im Mittelpunkt, auch wurde zum Glück nicht versucht, einen hausbackenen Whodunit zu drehen. Ein beklemmendes Kammerspiel um eine "folie à trois": Mutter, Vater, Kind. Der Vater und Ehemann, dem es um buchstäblich jeden Preis darum ging, seiner sterbenden Frau ihr Bild vom lieben Sohn zu erhalten, damit sie in Frieden (in Kanada) sterben kann. Er weiß, dass er sich immer tiefer verstrickt, und man sieht ihm an, dass er sich seiner Schuld vollkommen bewusst ist. Er kann nicht anders handeln und ähnelt sich dadurch seinem schwer gestörten Sohn an.

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Lamentierer 13.03.2017, 10:06
21.

Zitat von salamicus
Mir hat der Tatort gefallen. Nicht der "irre" Mörder stand im Mittelpunkt, auch wurde zum Glück nicht versucht, einen hausbackenen Whodunit zu drehen. Ein beklemmendes Kammerspiel um eine "folie à trois": Mutter, Vater, Kind. Der Vater und Ehemann, dem es um buchstäblich jeden Preis darum ging, seiner sterbenden Frau ihr Bild vom lieben Sohn zu erhalten, .....
Nun, auch ich fand den Tatort trotz einer eher als Altenpflegerin daherkommenden Kommissarin Sabine Postel gut bis zu dem Zeitpunkt, als das üblich ARD Deutschen-Bashing getreu dem Motto von Nietzsche aufkam: Deutsch sein, heißt sich zu entdeutschen.
Natürlich versuchte der Vater den Verdacht auf den-was für ein gewollter Zufall "dunkelhäutigen" Kollegen zu lenken.
So eine infame Handlung des bösen Vaters. Und wieder kommt Radio Bremen, eine der sogenannten Rotfunkanstalten nicht um das Klischee der ARD rum:
Gute Farbige, böse Weiße!
Somit muss ich von den vergebenen 9 Punkten 5 abziehen, wegen
der zwanghaften Sozialkritik der Rotfunksender.
Schade, aber man sollte tatsächlich erst eine Kritik verfassen, wenn man den Film gesehen hat. Hätte ich mir doch besser bei Arte L.A.
Confidential in HD angesehen.

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salamicus 13.03.2017, 17:44
22. @21

Ich verstehe Ihren Einwand, und bitte glauben Sie mir, dass mich dieses seit geraumer Zeit geradezu propagandistisch vermittelte Klischee abstößt. In diesem Fall war der Arbeitgeber m.E. aber vollkommen austauschbar. Wir wussten ja, dass er (oder ein beliebiger anderer beliebiger Hautfarbe) vom Vater inkriminiert werden sollte. Aber wie gesagt, ich verstehe Sie gut und bin selbst inzwischen sehr empfindlich in dieser Hinsicht geworden.

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murrle01 13.03.2017, 18:32
23. Über den Tatort zu diskutieren...

lohnt nicht. Zu unglaubwürdig überall. Und dazu, warum müssen die Schauspieler entweder flüstern, nuscheln oder das gesprochene Wort wird von musikähnlichen Geräuschen fast unverständlich gemacht. Manchmal wären Untertitel angebracht. Immer mehr Tatorte leiden unter der Unverstänlichkeit. Diese "künstlerische" Untermalung ist NUR störend! Selbst Personen die keine Hörgeräte tragen, haben nicht alle Dialoge verstanden. Ich werde mir demnächst dolche Filme nicht mehr antun. Andere Krimis aus Schweden o.ä. sind besser und besser verständlich!

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miho42 14.03.2017, 12:31
24. @Nr.23

Es gibt doch Untertitel. Videotext-Seite 150. Ansonsten haben Sie natürlich recht. Die Musik bzw. die Geräuschkulissen machen es manchmal echt schwer, dem gesprochenen Wort zu folgen. Aber ich glaube, das ist zZt. in den meisten Filmen oder Serien so. Warum auch immer. Ist also nicht nur TO-spezifisch.

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