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Brenders "Spitzel"-Vorwürfe: Ausbruch eines Gepiesackten

Mit seinem Vorwurf, es gebe ein ZDF-internes "Spitzelsystem", hat Nikolaus Brender nicht nur seinen Intendanten empört. Nun schreien alle: Skandal! Dabei sind nicht die Worte des scheidenden Chefredakteurs skandalös, sondern die Zustände im ZDF.

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saul7 22.02.2010, 18:00
1. ++

Zitat von sysop
Mit seinem Vorwurf, es gebe ein ZDF-internes "Spitzelsystem", hat Nikolaus Brender nicht nur seinen Intendanten empört. Nun schreien alle: Skandal! Dabei sind nicht die Worte des scheidenden Chefredakteurs skandalös, sondern die Zustände im ZDF.
Brender hat nicht in ein Wespen-sondern in ein Hornissennest gestochen. Man darf gespannt auf weiter Einzelheiten sein!!!

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helmipeters 22.02.2010, 18:00
2. Zdf

Mich würde interessieren, ob Schächter von sich aus reagiert hat oder ob er von Koch, Beck und Konsorten dazu gedrängt wurde.

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Brand-Redner 22.02.2010, 18:12
3. Schöner Schein

Zitat von sysop
Mit seinem Vorwurf, es gebe ein ZDF-internes "Spitzelsystem", hat Nikolaus Brender nicht nur seinen Intendanten empört. Nun schreien alle: Skandal! Dabei sind nicht die Worte des scheidenden Chefredakteurs skandalös, sondern die Zustände im ZDF.
Freie, unabhängige und überparteiliche Medien - wie stolz das klingt. Mit solchen politischen Werbephrasen schmücken sich ja noch ganz andere, und auch wenn's schwer vorstellbar ist: Es soll immer noch kreuzbrave Zeitgenossen geben, die so einen "Schmarrn" glauben. Aber von Zeit zu Zeit bröckelt eben manchmal der Putz und dann wird hinter der Fassade sichtbar, dass auch die "Öffis" nichts anderes sind als ein Riesenkonzern der Meinungsbildung, mit dem sich nebenbei noch ganz gut verdienen lässt, Zwangsgebühren sei Dank!

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8ruc3 22.02.2010, 18:13
4. Traurig, aber leider wahr.

Zitat von saul7
Brender hat nicht in ein Wespen-sondern in ein Hornissennest gestochen. Man darf gespannt auf weiter Einzelheiten sein!!!
Ich befürchte, wir bekommen keine weiteren Einzelheiten zu hören, weil der EInfluss derjenigen, die den Status Quo beibehalten wollen, zu groß ist.

"Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen."

Traurig, aber leider wahr.





(Das Zitat stammt - wenn ich mich nicht irre - von Peter Scholl-Latour)

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arac 22.02.2010, 18:14
5. Die Lösung wäre einfach ...

Die Lösung für das Problem "ZDF" ist leicht und augenscheinlich: Entweder völlige Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten oder die vollständige Entflechtung von Politik und Entscheidern innerhalb dieser Sender.

Das "Problem" besteht eben "nur" darin, dass genau dies durch die politische Führung initiiert werden müsste - und dies würde eine politische Redlichkeit erfordern, die heutzutage allzu selten geworden ist.

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Niamey 22.02.2010, 18:19
6. Das ZDF, die Politik und Bender

Zitat von helmipeters
Mich würde interessieren, ob Schächter von sich aus reagiert hat oder ob er von Koch, Beck und Konsorten dazu gedrängt wurde.
Hmmm, nun strengen Sie sich mal an und denken eine Minute ruhig über diese Frage nach! Was fällt einem dann wohl ein?
Wenn man bei einem inzwischen durch Steuergelder und Gebühren subventionnierten Discounter arbeitet, der noch dazu Selbstbedienungsladen für die Politik ist, muss man sich über nichts mehr wundern. Schafft endlich diese leidigen öffentlich rechtlichen Medienkonzerne ab, oder macht sie wieder komplett unabhängig!!!

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Bre-Men 22.02.2010, 18:22
7. Was das ZDF jetzt braucht

Guido Knoop macht eine Sendung wie Demokratie im ZDF wirklich funktioniert. Der Titel könnte lauten: Ich habe euch doch alle lieb.

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mac4ever 22.02.2010, 18:23
8. Blattschüsse

Zitat von sysop
Mit seinem Vorwurf, es gebe ein ZDF-internes "Spitzelsystem", hat Nikolaus Brender nicht nur seinen Intendanten empört. Nun schreien alle: Skandal! Dabei sind nicht die Worte des scheidenden Chefredakteurs skandalös, sondern die Zustände im ZDF.
Niemand bezweifelt den Wahrheitsgehalt von Brenders Worten. Das sagt doch schon alles über den inneren Zustand unserer Republik.

Daß die elektronischen Medien die Beute von Parteien sind und sich Journalisten gegen die hausinternen ungeschriebenen Richtlinien durchsetzen müssen, ist schon seit Jahrzehnten bekannt. Das ist doch im Printbereich nicht anders.

Der Vorwurf, daß Brender 10 Jahre Zeit gehabt hätte, etwas zu ändern, trifft nicht. Was hätte er ändern können? Nichts. Er kann den Rundfunkrat nicht umbesetzen oder Medienstaatsverträge ändern. Und er kann einen Intrigenstadel nicht abschaffen.
Der bildet sich überall, wo die Jobs sicher sind: Im Öffentlichen Dienst, in den Medien dank GEZ und in der DDR war das auch so.

Ich halte es mit dem Lied der "Gebrüder Blattschuß" aus den 80ern, die mal die Rundfunklandchaft auf die Schippe nahmen. Das hört sich nur graduell, aber nicht prinzipiell anders an.

"Die Parteien müssen rein, sonst schaltet sich noch jemand ein. Die Kirche neh'm wir auch nicht raus, sonst schaltet sich noch jemand aus..." (oder so ähnlich)

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Öhrny 22.02.2010, 18:25
9. Die...

Zitat von helmipeters
Mich würde interessieren, ob Schächter von sich aus reagiert hat oder ob er von Koch, Beck und Konsorten dazu gedrängt wurde.
...Frage beantwortet sich selbst.

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