Forum: Kultur
Brenders "Spitzel"-Vorwürfe: Ausbruch eines Gepiesackten

Mit seinem Vorwurf, es gebe ein ZDF-internes "Spitzelsystem", hat Nikolaus Brender nicht nur seinen Intendanten empört. Nun schreien alle: Skandal! Dabei sind nicht die Worte des scheidenden Chefredakteurs skandalös, sondern die Zustände im ZDF.

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besim 22.02.2010, 18:27
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serdna 22.02.2010, 18:28
11.

Wieso macht man den Laden, der mehr Geld und Hirn darauf verschwendet, die dünne Inhalte mit technisch / visuellem Schnickschnack aufzupusten anstatt richtig dicken Inhalt zu produzieren nich einfach zu? Wieso wird man dazu verpflichtet, für so einen Scheiß den keiner braucht zu zahlen? Wenn ich mich über was tiefer informieren will, dann geh ich ins Internet und wenn ich mich berieseln lassen will, zap ich halt eine Weile rum, so zehn Minuten hält man da ja aus.

Auch die "Auslandskorrespondenten" braucht doch niemand, da können sich auch private mit ausländischen Sendern zusammenschließen, die das was interessant verteilen.

Den ganzen öffentlich, rechtlichen Kinderkram braucht kein Mensch. Öffentlich sind eh alle und rechtlich heißt noch lange nicht sinnvoll.

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c++ 22.02.2010, 18:30
12. Seltsame Ausbrüche

Die von Brender beschriebenen Umstände überraschen mich nicht. Dass die ÖR fest in der Hand der Parteien sind, ist keine wirklich neue Meldung. Im Gegenzug werden sie für ihre Gefolgschaft auch fürstlich ausgestattet, dank ständig steigender Rundfunkgebühren. Um ihre Helfer bei Laune zu halten, lassen die Politiker die Bürger ganz schön blechen.

Was mich nur verwundert, ist die Entrüstung von Brender. Er war doch viele Jahre Teil des Systems und hat es mitgetragen. Gegen den Widerstand der Politiker wäre er nicht in seine Position gekommen.

"Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing" ist die Anstellungsvoraussetzung nicht nur bei den öffentlich-rechtlichen, sondern auch privaten Medienunternehmen. Da gibt es doch keine journalistische Unabhängigkeit. Herr Brender scheint sich grenzenlos zu überschätzen.

Da drängt sich der Verdacht auf, eine Hornisse sticht in ein Hornissennest, weil sie aus dem warmen Nest geworfen wurde

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Öhrny 22.02.2010, 18:31
13. Mut...

Zitat von sysop
Mit seinem Vorwurf, es gebe ein ZDF-internes "Spitzelsystem", hat Nikolaus Brender nicht nur seinen Intendanten empört. Nun schreien alle: Skandal! Dabei sind nicht die Worte des scheidenden Chefredakteurs skandalös, sondern die Zustände im ZDF.
...hat der Brender. Respekt. Er hat Format. Koch und
Konsorten haben keins. Deswegen dürfen die auch machen
was sie wollen. Man sollte diese ganze Politikerbagage
in die Wüste schicken mitsamt deren Zuträger und
Schleimsch...

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Masterskipper 22.02.2010, 18:31
14. Journalist Brender

Das dem Herrn Brender endlich mal der Kragen geplatzt ist und er ausspricht was viele Zuschauer schon immer vermutet haben,war doch kein Wunder.Die gesamten sogenannten Qualitätsmedien dienen nur dem einen Zeck,die Herrschaft des globalen Großkapitals zu sichern.Wenn man einmal nur ein wenig sich die Mühe macht selbst investigativ zu recherchieren,stellt man sofort fest,daß sehr viele Nachrichten entweder falsch sind oder gar nicht gesendet werden.Es wird jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf gejagt, damit die Leute schön beschäftigt sind und manipuliert werden.Gegen diese öffentlich rechtlichen und vor allen privaten Lügensender,waren "Die aktuelle Kamera" und "Der schwarze Kanal" des DDR-Fernsehens wahrhaftige und objektive Sendungen die ich gerne gesehen habe!

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mac4ever 22.02.2010, 18:32
15. Niveau

Zitat von Niamey
... die Politik ist, muss man sich über nichts mehr wundern. Schafft endlich diese leidigen öffentlich rechtlichen Medienkonzerne ab, oder macht sie wieder komplett unabhängig!!!
Wenn ich mir aber das Niveau der Privatsender zwischen Brüllshow, inszenierter Pseudodoku, Soup und Promiklatsch ansehe (nee, sehe ich mir lieber nicht an), dann kommen mir aber doch Zweifel, ob das ein Fortschritt wäre.

Vielleicht ist dies die Zeche, die bezahlt werden muß. Das Programm ist jedenfalls immer noch besser als das der Privaten."komplett unabhängig" ist ein Traum, der nicht realisierbar ist. Zumindest vom apolitischen, unterhaltungsorientierten, eher flachen Zuschauerdurchschnittsgeschmack sind sie abhängig: der garantiert nämlich die Finanzierung.

Kein Programnm ist besser als seine Zuschauer.

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stesoell 22.02.2010, 18:36
16. Ok. Es geht um Brender und das ZDF. Aber .....

... in jeder Firma, Behörde, Verein etc. pp. geht es um Verbindungen, Nettig- und Gefälligkeiten. Wer nicht mitspielt, verliert ....

Ein heuchlerischer Forist mag dies durchaus abstreiten wollen. Nur glaub ich ihm nicht ;-)

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c++ 22.02.2010, 18:38
17. Krake

Zitat von Niamey
Schafft endlich diese leidigen öffentlich rechtlichen Medienkonzerne ab, oder macht sie wieder komplett unabhängig!!!
Unabhängig wovon und von wem? Das Fernsehen gehört nun auch nicht den Intendanten. Eigentlich dem Volk, aber das wird repräsentiert durch die Parteien und Politiker. Es ist halt Staatsfernsehen, das den Parteienproporz widerspiegelt. Das ist auch nicht falsch, so etwas gibt es in den meisten Ländern.

Nur das Ausmaß und der Umfang ist mittlerweile maßlos, eine Krake. Da fallen mir mindestens 18 Fernsehsender ein, die Zahl der Rundfunksender kann wohl niemand mehr überblicken.

Eine Reform würde bedeuten, sich auf die Grundversorgung zu konzentrieren. Qualität statt Quantität.

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McKiri 22.02.2010, 18:39
18. von undurchsichtigen Strukturen gesteuert

Schau dir die Werbung einer Firma an und du weißt, was sie nicht hat und gerne hätte.
Die ÖR sehen sich in ihren GEZ-Spots als "unabhängige Medien" und dabei hat man immer den Eindruck, als ob sie ihre Anweisungen direkt aus dem Propagandaministerium erhalten. Jeder Furz in Berlin oder den Staatskanzleien wird sofort mit großen Getöse unter die GEZ-Zwangsverpflichteten gestreut.
Die Politik hat es aufgegeben, mit den Bürgern einen Dialog zu führen. Statt dessen wird der Bürger über den Staatsfunk informiert, was er gerade aktuell zu denken hat.
In den zahlreichen Talkshows hocken immer die gleichen Gestalten: Ich nenne das Meinungsmonopol. Und es ist leichter aus einer Kartei von 50 "Spezialisten" zu wählen, als an der nächsten Tür zu klingeln und auch mal ein paar Normalbürger einzuladen.
Die ÖR sind nicht mehr zeitgemäß und haben sich meilenweit von der Aufgabe einer Grundversorgung entfernt. Es hat sich ein krakenhaftes System entwickelt, daß über zu viel Geld verfügt und von undurchsichtigen Strukturen gesteuert wird.
Die Politik aber auch z.B. Interessengruppen wie die Kirchen haben sich des Systems bemächtigt und werden den Teufel tun auch nur einen Finger krumm zu machen um eine Bereinigung zu erreichen.
Wie so viel anderer Wildwuchs in diesem Lande ist keine Aussicht auf eine Änderung. Die wird es nur nach dem großen Feuer geben ...

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trolls99 22.02.2010, 18:43
19. Leider üblich

Wenn sich jemand über Brender aufregt, dann wahrscheinlich weil es mittlerweile ja kaum noch eine etwas größere Runde gibt, die ein Geheimnis bewahren kann. Das Heraustragen von Geheimnissen aus Komissionen ist leider ein übliches und häufiges Instrument im politischen Kampf. Wer Brender kritisiert, hat sich offenbar schon mit diesem Mißstand abgefunden oder gar von ihm profitiert.

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