Forum: Kultur
Brexit-Talk bei "Anne Will": Chaos, Schlamassel, Kladderadatsch
NDR/Wolfgang Borrs

Anne Will wollte wissen, wer in den "Streit um den Brexit" noch Ordnung bringen könne. Ein Team, bestehend aus Norbert Röttgen und Sahra Wagenknecht, drängte sich nicht auf. Immerhin: Jean Asselborn öffnete eine kleine Tür.

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fpa 21.01.2019, 15:18
90. Kopfschütteln über Sara Wagenknecht

Zitat von isi-dor
Röttgen hat Wagenknechts Einlassungen sehr gut pulverisiert. Tatsächlich hat die Wagenknecht genauso gelogen, wie Farrage, Johnson und Co. Allein schon die Behauptung, in London würden seit der Öffnung der EU nach Osten keine Krankenschwestern ....
Ich konnte über sie gestern auch nur den Kopf schütteln. Leider kam mir dabei der Gedanke: Hort Mahler ist mal bei der RAF gestartet - heute ist er in der NPD. Sara Wagenknecht startet bei den Linken - und wann landet sie in der AFD?

Was Bodo Ramelow mühsam, rechtschaffen und erfolgreich an Vertrauen in einer halben Stunde bei Markus Lanz aufgebaut hat, zerstört Sara Wagenknecht locker mit ein paar provokativen Sätzen bei Anne Will.

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isi-dor 21.01.2019, 15:32
91.

Zitat von fpa
Ich konnte über sie gestern auch nur den Kopf schütteln. Leider kam mir dabei der Gedanke: Hort Mahler ist mal bei der RAF gestartet - heute ist er in der NPD. Sara Wagenknecht startet bei den Linken - und wann landet .....
Ja, darüber darf man sich schon wundern. Gestern hat die Wagenknecht jedenfall extrem faktenfern und damit populistisch argumentiert. Alles, was die Briten sozial geschwächt hat, war eine Folge der britischen Politik seit des Thatcher-Desasters und nicht Folge der EU. Die konservativen britischen Regierungen wollten genau die Billigheimer, die sie jetzt rausschmeißen wollen, sie wollten den ungehemmten Finanzkapitalismus in der City of London, der die Mieten ins Gigantomane getrieben hat, sie wollten die Fusionen in ihrer Industrie mit globalen Gesellschaften. Der Brexit hilft ihnen deshalb überhaupt nicht weiter.

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cobaea 21.01.2019, 15:36
92.

Zitat von gedu49
Frau Wagenknecht hat es nicht herausarbeiten können weil sie von Röttgen buchstäblich niedergebrüllt wurde. ( ist das die neue Art mit politischen Gegnern umzuspringen ?) Selbst wenn man das Lohndumping unterbinden würde ergibt sich das Problem, dass die im osteuropäischen Raum ausgebildeten......
1. wurde Wagenknecht nicht "niedergebrüllt". Röttgen hat in einem durchaus anständigen Ton Wagenknechts suboptimale Aussage gekontert. Das ist die Natur einer Talkshow, deren sich Sahra Wagenknecht auch sehr gut selbst zu bedienen weiss. 2. Wenn man das Lohndumping unterbinden würde, fiele Wagenknechts Argumentation in sich zusammen. Dann bleibt das, was Sie im nächsten Satz anführen, was aber angeblich nicht Wagenknechts Intention gewesen sein soll: nämlich die Unterbindung der Personenfreizügigkeit bei Beibehaltung der Warenfreizügigkeit. 3. Wenn Lohndumping unterbunden wird, bleiben Zuwanderer fällt für die einheimische Wirtschaft nur dann attraktive Arbeitskröfte, deren Stellen nicht mit Eiheimischen besetzt werden können. Dass die Stellen besetzt werden, ist aber im Sinne der Einheimischen - schliesslich wollen alle betreut werden oder einen Wasseranschluss gelegt bekommen. 4. Sinn der Personenfreizügigkeit ist es, den Bürgern aller EU-Länder die Chance auf ein ordentliches Leben zu verschaffen, so diese flexibel und mobil sind. Es kann nicht der Sinn sein, Menschen zu zwingen im Heimatland arm zu bleiben, damit die Wirtschaft dort dann billige Arbeitskräfte zur Verfügung hat. Die EU darf keinesfalls aus reichen, sich abschottenden und die anderen ausbeutenden Ländern einerseits und armen und arm bleibenden Ländern bestehen.

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isi-dor 21.01.2019, 15:44
93.

Angebliches Lohndumping ist nur ein vorgeschobenes Argument, da die EU mit Lohndumping überhaupt nichts am Hut hat und es auch nicht fördert. Löhne sind Angelegenheiten der nationalen Regierungen und Gewerkschaften, das ist EU-weit so. Die Briten treten auch nicht aus, weil billige polnische Müllmänner ihnen jetzt die Straßen sauber halten, sondern aus purem Nationalismus.

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cobaea 21.01.2019, 15:55
94.

Zitat von isi-dor
Zitat von taglöhner "Ich behaupte, dass die Verteilung der Befürworter plebiszitärer Demokratie sich reziprok zum Bildungsniveau verhält." Das könnte stimmen, ist es doch die einzige Möglichkeit, dass auch eine Mehrheit der Dummen mal das Sagen bekommt. Es ist nicht umsonst so, dass zahlreiche Regierungen möglichst wenig Geld in den Bildungsfortschritt breiter Massen steckt. Dann würde einem das Volk womöglich auf die Schliche kommen und welcher Berufspolitiker kann das wollen?
Die Bevölkerung in Ländern, in denen es zahlreiche Volksabstimmungen gibt, ist weder dümmer noch gescheiter als diejenige in Ländern mit parlamentarischer Demokratie. Wenn man @taglöhner und Sie wörtlich nähme, müssten alle SchweizerInnen ein Bildungsniveau haben, das unter jenem im failed state Somalia liegt. Deutschland wiederum müsste irgendwo im Mittelfeld landen und Russland oder Nordkorea wären eine Ansammlung von Genies. Dafür kann ich aber keine Hinweise entdecken.
Schon vergessen: Auch ein Parlament wird von der "Mehrheit der Dummen" gewählt, die in einer Volksabstimmung mitreden. Weshalb sollte also das Parlament weiser sein als die "Mehrheit der Dummen"?
Im UK zeigt sich doch derzeit sehr gut, dass es keine Unterschiede zwischen Wahlvolk und Gewählten gibt.

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cobaea 21.01.2019, 15:57
95.

Zitat von taglöhner
Die Dummen und/oder Ungebildeten erlangen dadurch Stimme, Gewicht und Kompetenz, indem sie ihr Votum an Schlauere und/oder Gebildetere delegieren können. Das ist die Errungenschaft repräsentativer Demokratie, die ihnen nicht von ungefähr die Plebiszit-Populisten so gerne aus der Hand schlagen möchten.
Wesgalb sich derzeit auch das britische Unterhaus ganz klar wesentlich intelligenter verhält als die BürgerInnen auf der Strasse. Nicht wahr? Oder hab ich da etwas falsch verstanden?

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spadoni 21.01.2019, 15:58
96. Wabalu

Asselborn ist keineswegs unbedeutender als die anderen in dieser Runde, oder sonst wer. Im Gegenteil, auch wenn er dem kleinen Luxemburg angehört, ist er doch bei den wichtigen Entscheidungen der EU dabei, denn er ist gewähler Minister eines Mitgliedsstaates der EU. Das passt Ihnen wohl nicht weil er 1) Sozialdemokrat ist und 2) kein Deutscher!!!

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friedrich.grimm@gmx.de 21.01.2019, 19:38
97. Abschalten

Ein Röttgen in der Runde heißt für mich sofort abschalten. Denn was dieser Super-Transatlantker von sich gibt lässt vermuten, dass Röttgen auf einem anderen Planeten wohnhaft ist.
Gerne hätte ich mir Sahra Wagenknecht angehört, denn bei ihr habe ich das Gefühl, dass ihre Aussagen das haben, was man Hand und Fuß nennt.

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mordskater 21.01.2019, 20:25
98.

Zitat von Vorzeichen
Eben nicht, was Sie wüssten, wenn Sie sich die Sendung angesehen hätten. Es waren die britischen Regierungen, die die EU-Vorgaben möglichst asozial umgesetzt haben.
Ja, da haben sie recht. Es waren die britischen Regierungen die die Vorgaben der EU möglichst asozial umgesetzt hatten.
Das hat sie aber nicht daran gehindert die Schuld auf die EU zu schieben.
Machen übrigens fast alle Politiker, egal aus welchem Land.
Die EU macht es ihnen aber auch leicht, denn so wie sie sich darstellt und handelt, kann man sich des Eindrucks tatsächlich nicht erwehren, als wäre Brüssel williger Vollstrecker der Wirtschafrslobbyisten, während soziale Fragen keine, oder eine völlig vernachlässigte Rolle spielen.
Daran hat auch Deutschland einen großen Anteil, siehe Griechenland.
Deutsche und französische Banken wurden gerettet, nicht zuletzt auf Kosten der ärmsten der Armen in Griechenland.
Dass Wagenknecht, völlig zu recht, darauf hinweist, dass die heutige EU Nationalisten und rechte Parteien stärkt ist nachvollziehbar

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jo-bo-sa 21.01.2019, 20:29
99. Der einzige Lichtblick in der Sendung:

Sarah Wagenknecht. Asselborn, unbedeutend, Röttgen? Hat sich selber disqualifiziert mit seinem hysterischen Geschrei.

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