Forum: Kultur
Brexit-Talk bei "Illner": "Die größten wirtschaftlichen Kosten entstehen durch die Hä
ZDF/Svea Pietschmann

Maybrit Illners Gäste diskutierten über die "Endstation harter Brexit": Ein EU-Austritt der Briten ohne Vertrag wäre für den Rest von Europa wohl "relativ gut verkraftbar", meinte der Wirtschaftsexperte in der Runde.

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interessierter Laie 05.04.2019, 11:18
10. Danke...

Zitat von Pless1
Dazu muss man wissen, dass gerade auf Ebene der EU selbst Korruption das geringste Problem ist. Wer etwas gegenteilige behauptet sollte das bitte belegen, sonst ist das nichts als Verleumdung. Das Geld der EU wird letztlich von den Mitgliedstaaten selbst abgerufen und auf deren Ebene die Auszahlung und korrekte Verwendung verantwortet. Und gerade weil es im Interesse der EU ist, dass dies möglichst effizient passiert und es hier nicht zu Korruption kommt muss sich die EU auch vor Ort einmischen. Und das nicht nur bei den "üblichen Verdächtigen" in Ost- und Südeuropa sondern eben auch in Cornwall. Das Ansinnen von Frau Backer lässt sich also so zusammenfassen: Kümmert euch um die Probleme - aber bitte nicht bei uns! So aber kann eine Gemeinschaft nicht funktionieren.
Genau das ist nämlich das Problem. Die EU ist viel weniger Ziel korrupter Seilschaften und Lobbyisten als die nationalen Regierungen, Parlamente und Behörden. Und selbst ohne Korruption sehen nationale Institutionen nunmal ihre wichtigste Aufgabe darin, für das eigene Land möglichst viel Geld rauszuschlagen. Dabei ist es erstmal egal ob es anderswo ein sinnvolleres Projekt gibt. Aus dieser Sicht ist eine Bahnlinie in der ungarischen Pampa, die am Tag 20 Personen befördert, sinnvoller, als eine die 20.000 Menschen befördert, aber in Sizilien gebaut wird.
Was wäre wohl in Deutschland los, wenn Wahl der Regierung und Initiativrecht in der Gesetzgebung dem (einstimmigen) Votum des Bundesrat obliegen, die Entscheidungsgrundlagen von Länderbehörden vorgelegt, Entscheidungen allein von diesen umgesetzt und der Bundestag zu einer passiven Abnickmaschinerie degradiert würden. Vermutung: Es würden nur noch Kuhhändel geschlossen und sobald etwas schief läuft, würden die Landesfürsten nach Berlin zeigen und behaupten, dort sei es verbockt worden.

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rudig 05.04.2019, 11:47
11. naja,

Zitat von fatherted98
....das zu einem solchen Thema solch schwache Gäste eingeladen wurden. Ein Ministerpräsident von NRW....erzählt was über den Brexit....was kommt als nächstes....lädt Frau Illner den Bürgermeister von Düsseldorf ein?....dazu noch einen Mainstream Mann wie Fratscher....der noch nie durch ein eigenes Profil aufgefallen ist und nur nachspricht was die Regierung so vorgibt....dazu noch unwichtiges Beiwerk....scheint so als ob im ZDF keiner mehr auftreten möchte....naja...evtl. kann sich Frau Illner aus den eigenen Reihen bedienen....wie wäre es mit einer Runde Kleber, Slomka, Bellut und dazu noch einen "Wirtschaftsfachmann"...Herrn Tenhagen....? Über den Inhalt der Sendung braucht man nichts zu sagen....es gab keinen.
so schlecht waren die Gäste meiner Meinung nach nicht, der Ministerpräsident des Bundeslandes, das die engsten Beziehungen zu
UK hat, ist schon sinnvoll.
Ausserdem fand ich gut, daß 2 Gäste die Seite der Briten kommentierten und Kristiane Backer, eine Deutsche die in London lebt, die Frage stellte, warum die Briten die EU verlassen wollen.
Darauf wird in diesem arroganten Brüssel wohl kaum nachgedacht.
Diese EU ist z.Zt. eine Katastrophe, ich fange mal mit dem Umzugscirkus zwischen Brüssel und Straßburg an!

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ichliebeeuchdochalle 05.04.2019, 12:18
12.

Highlight war die Anekdote des in Britannien auftretenden deutschen Comedian Schulte-Loh: Am Tag nach der Brexit-Abstimmung sei die häufigste Google-Suche aus Britannien gewesen "Was ist eigentlich die EU?". Ich weiß nicht, ob das nur ein Gag war oder ob das tatsächlich die häufigste Frage war, aber vorstellen kann ich mir das.

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unaufgeregter 05.04.2019, 14:12
13. Wer nicht will, der hat schon

Lasst sie endlich gehen. Dann gehört GB nicht mehr zur EU und gut ist es. Offenbar will GB bessere Konditionen erpressen. Wenn das gelingen würde, wäre das ein fatales Signal an die verbleibenden Staaten.

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FiedelKastor 05.04.2019, 14:25
14. Raus, aber bitte schnell!!!

Ich versteh die ganze Aufregung nicht und vor allem, daß die EU und allen voran mal wieder Deutschland, den Briten auch noch den roten Teppich zum Abgang ausrollt. Sie wollen gehen, gut, bezahlt eure Rechnungen und tschüß! Gibt es irgendetwas was dieses Inselvolk zu bieten hat, daß es nicht anderswo auch gibt und vor allem unproblematischer? Wer braucht jemanden, der von Anfang an nur quer schießt und ständig irgendwelche Sonderbehandlungen verlangt? Man hätte nicht auf ihren Abgang warten sollen, sondern sie schon 2011, als bekannt wurde, daß sie uns alle zusammen mit ihren anderen 4 Kombatanten abhören und aufs mieseste Ausspionieren, achtkantig rausschmeißen und jegliche Verträge mit ihnen kündigen oder zumindest auf unbestimmte Zeit auf Eis legen müssen.

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fpa 05.04.2019, 14:57
15. Eben

Zitat von nachzudenken
Die einzige gerechte Lösung ist die Abstimmung des Volkes und die sollte so schnell wie möglich organisiert werden. Natürlich ohne Manipulation oder irreführende Fragen in der Abstimmung. Ganz klare Formulierung: 1. Gegen den Brexit 2. Weicher Brexit wie mit der EU vereinbart 3. Harter Brexit Also ran ans Werk und Beendigung des Siechtums wie es zur Zeit der Fall ist. Und nocheinmal zur Erinnerung: Die erste Abstimmung war durch Manipulation von Versprechen, die nie eingehalten werden können irreführend und daher falsch.
Nur sollte man dabei eine absolute Mehrheit für eine Option verlangen. Und wenn sie nicht mit der ersten Wahl zustande kommt, müssten die beiden stärksten Optionen danach noch einmal gegeneinander antreten.

Bei 40% für Ihre Option 1 und jeweils 30% für die Optionen 2 und 3 wäre das Ergebnis genauso undemokratisch wie das erste Referendum, bei der 52% für ein undefiniertes Lügengebilde gestimmt haben.

Eigentlich ginge es also ganz pragmatisch. Die Frage ist höchstens, ob die britischen Gesetze ein solches Verfahren überhaupt zuließen.

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r.pfeil 05.04.2019, 18:44
16.

Die sympathischen Gäste haben ihre Sichtweisen teils launig aber stets erfreulich unaufgeregt vorgetragen. Das war besonders für Zuschauer jenseits der Bildungselite, zu denen ich mich auch zähle, sehr aufschlussreich. So bin ich als Urdemokrat nicht mehr so sicher, dass Volksentscheide uneingeschränkt zu einer demokratischen Gesellschaft gehören. Ich tendiere jetzt auch bereitwilliger dazu den Briten mehr Zeit für eine Entscheidung einzuräumen, weil ich verstanden habe, dass Britische Herzen anders schlagen.

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