Forum: Kultur
Brexit-Talk bei "Illner": Immer wieder zurück auf null
ZDF/Svea Pietschmann

Was bei "Maybrit Illner" über den Brexit gesagt wurde, hatte man schon einmal gehört. Umso besser, dass es bald um die ganze EU ging - dabei war vor allem Heiko Maas gut beschäftigt.

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Knack5401 22.03.2019, 10:31
30. @ robana (Nr. 10)

Das ist genau das dröge Dahergerede wie gestern Abend von diesem unseligen Welt-Journalisten abgesondert wurde. Fakten: 62 Prozent der EU-Bürgerinnen und -Bürger halten die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union für eine gute Sache. Das ist der höchste Wert seit 25 Jahren. In Deutschland liegt dieser Wert sogar bei 81 Prozent. Außerdem sind 68 Prozent aller EU-weit Befragten der Meinung, dass ihr Land von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union profitiert hat - ein Rekord-Hoch seit 1983. Mit 76 Prozent liegt Deutschland auch hier über dem EU-Mittel. Müssten sich die Deutschen entscheiden, ob ihr Land weiter in der EU bleiben soll, würden 79 Prozent dafür stimmen (Quelle: Eurobarometer). Wer hat denn Schuld an der Jugendarbeitslosigkeit z.B. in Süditalien? Die italienischen Regierungen sind doch seit Generationen untätig und bringen nichts auf die Reihe.

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aku12 22.03.2019, 10:50
31. Wie Herr Maas die Bodenhaftung zurückgewinnen könnte

Zitat von robana
Herr M sagte, eine Mehrheit der Bürger sei für Europa und damit hat er sicher recht. Allerdings übersieht er dabei, das die Mehrheit der Bürger mit dieser EU, als noch nicht einmal halbdemokratische Organisation, völlig unzufrieden sind. Wenn ein Politiker wie Maas so die Bodenhaftung verliert und nicht mehr weiß was die Mehrheit Bürger denkt, so wie er es gestern gezeigt hat, wundert mich gar nichts mehr. Auch andere als Populisten zu bezeichnen, nur weil man für aktuelle Probleme selbst keine Lösungen hat ist schlicht armselig. Es ist schade, das wir solche Menschen mit unseren Steuergeldern bezahlen müssen.
Sicherlich ist der undiplomatische und beratungsresistente Herr Maas ministeriabel - aber eben nicht in seinem jetzigen Amt. Deswegen sollte m.E. ein Ministertausch vorgenommen werden.
Vorschlag dazu:
Herr Maas wird Verteidigungsminister - er braucht keine Berater und er spricht klartext (das lieben die Soldaten).
Frau von der Leyen wird Aussenministerin - erstens, weil sie dieses Amt noch nicht hatte, zweitens, weil sie gut amerikanisch spricht und drittens, weil sie im AA genügend Berater findet.

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theo# 22.03.2019, 11:01
32. Illner

Wie viele Schleifen zum Brexit will Illner noch drehen?
Wir Deutsche können es eh nicht ändern.
Was bei Illner, Maischberger, Will und Co stattfindet ist ja kaum zum Aushalten.
Warum nicht über Steuer- und Abgaben in Deutschland sprechen und wie Pflege und Rente oder Wohnungsmarkt verbessert werden können?
Das Thema Brexit überlagert die wirklichen Probleme. Und die Medienlandschaft macht da munter mit.

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Makrönchen 22.03.2019, 11:06
33. Eu

Die Argumentation von Herrn Maas kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Es war doch von vornherein klar, dass das Unterhaus dem Deal zustimmen muss. Und wer einigermaßen bei Verstand ist, weiß, dass ein unbefristeter Backstop für die meisten MPs unannehmbar ist. Auch wenn Frau May dem zugestimmt hat weil es keine andere Möglichkeit gab. Die EU war hier meiner Meinung nach zu starrsinnig. Und zwar gleich von Anfang an, man hätte schon vor zwei Jahren damit anfangen sollen, über die zukünftigen Beziehungen zu verhandeln. Dann wäre ein Backstop eventuell gar nicht nötig gewesen und wir wären jetzt schon viel weiter.
Denn auch die EU sollte ein Interesse an guten Beziehungen haben.

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xismus 22.03.2019, 11:07
34. Prozente

Zitat von Knack5401
Das ist genau das dröge Dahergerede wie gestern Abend von diesem unseligen Welt-Journalisten abgesondert wurde. Fakten: 62 Prozent der EU-Bürgerinnen und -Bürger halten die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union für eine gute Sache. Das ist der höchste Wert seit 25 Jahren. In Deutschland liegt dieser Wert sogar bei 81 Prozent. Außerdem sind 68 Prozent aller EU-weit Befragten der Meinung, dass ihr Land von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union profitiert hat - ein Rekord-Hoch seit 1983. Mit 76 Prozent liegt Deutschland auch hier über dem EU-Mittel. Müssten sich die Deutschen entscheiden, ob ihr Land weiter in der EU bleiben soll, würden 79 Prozent dafür stimmen (Quelle: Eurobarometer). Wer hat denn Schuld an der Jugendarbeitslosigkeit z.B. in Süditalien? Die italienischen Regierungen sind doch seit Generationen untätig und bringen nichts auf die Reihe.
Die Prozentangaben sind wenig realistisch. Real wird es wieder im Mai, wenn dann gewählt ist und ca. 30% (prognostizierte Wahlbeteiligng) der bundesdeutschen ihre Europastimme abgegeben haben und davon der SPD unter 10% - möglicherweise Maasjünger - notgeopfert wurde. Wie sich das reale Wahlergebnis dann mit der EU- Einverständniserklärung der Deutschen von 81% in Übereinstimmung bringen läßt, können sicher nur Demoskopen (und Heiko) erklären. Despoten operieren auch immer mit Prozentzahlen zwischen 80 und 100%.

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tinnytim 22.03.2019, 11:42
35. Was denn nun?

Zitat von Makrönchen
Die Argumentation von Herrn Maas kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Es war doch von vornherein klar, dass das Unterhaus dem Deal zustimmen muss. Und wer einigermaßen bei Verstand ist, weiß, dass ein unbefristeter Backstop für die meisten MPs unannehmbar ist. Auch wenn Frau May dem zugestimmt hat weil es keine andere Möglichkeit gab. Die EU war hier meiner Meinung nach zu starrsinnig. Und zwar gleich von Anfang an, man hätte schon vor zwei Jahren damit anfangen sollen, über die zukünftigen Beziehungen zu verhandeln. Dann wäre ein Backstop eventuell gar nicht nötig gewesen und wir wären jetzt schon viel weiter. Denn auch die EU sollte ein Interesse an guten Beziehungen haben.
Verstehe ich nicht. Die selben Leute die jetzt gegen drn unbefristeten Backstop schießen, haben doch vor einem Jahr noch damit geworben, dass man mittels moderner Technik - also der ominösen Digitalisierung (mein persönlicher Favorit für jedes Bullshit-Bingo) - die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland ohne weitere Probleme sehr soft machen kann. Wenn sie jetzt behaupten, dass der Backstop ein No-Go ist gestehen sie damit indirekt ein, dass die Soft-Border ziemlich populistischer und realitätsferner Nonsens war.

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Siebengestirn 22.03.2019, 11:56
36. So outen sich Orban Anhänger.

Zitat von Herold Hansen
Was ist nur auf einmal mit dem Ö-R-TV los? Bei Maischberger durfte sich Schulz um Kopf und Kragen reden und Maas bei Illner. Bei Maas gab Fernsehrentner Wickert die richtigen Denkanstöße dazu. Infantilstes Sahnehäubchen war natürlich die Drohung mit dem "Taschengeldentzug" an die unartigen Länder.
Maas hat schlicht recht, wenn er finanzielle Konsequenzen gegenüber den Vertragsverletzern als wirksames, schon jetzt zur Verfügung stehendes Mittel einfordert. Die Ungarn zufließenden EU - Mittel als "Taschengeld" zu bezeichnen, verrät völlige Unkenntnis und Arroganz. Zu Herrn Wickert ist zu sagen, dass der mal ein ganz respektabler Tagesschaumoderator war. Man hat aber am Ende seiner Vertragszeit mit ihm mit gelitten, wenn es mit seiner Moderation ins Stocken kam. Er sollte heute darauf verzichten, lächerliche Standpunkte zu vertreten. Schließlich weiß er, dass seit Bestehen unserer Republik, die vertrauensvolle, leise Zusammenarbeit zwischen Kanzler- und Außenamt eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Außenpolitik sind.

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juttakristina 22.03.2019, 14:57
37.

Zitat von karlo1952
und Herr Maas vertritt dies, dass die EU alles richtig gemacht hat. Aber noch schlimmer ist die Tatsache, dass die EU in Zukunft so weitermachen will wie bisher. Also aus dem Brexit, der ein Schuss vor den Bug der EU ist, keine Lehren gezogen.
karlo1952,

inwiefern sollten die speziellen britischen Befindlichkeiten, die seit deren Eintritt bestehen, ein Schuss vor den Bug der EU sein? Das Vereinigte Königreich hatte sich schon immer trotz Beitritt abgesondert und sich nicht als wirklich zugehörig betrachtet - wenn man mal von der jetzt nachgewachsenen jüngeren Generation absieht - und wollte die Sahne abschöpfen und die Rosinen picken. Das ist ihnen leider auch immer wieder gelungen.

Wenn man darüberhinaus bedenkt, dass es bei den Politikern der EU-Länder leider so üblich ist, positive Ergebnisse sich selbst zuzuschreiben und wenn die Bürger mit irgendwas nicht einverstanden sind, dies der "bösen EU" in die Schuhe zu schieben, und das selbst dann, wenn man eine Regulierung höchstselbst eingebracht hat, ist das wohl nicht die Schuld der EU sondern die der lügenden Politiker.

Sicher müsste die EU sich für die Zukunft rüsten, aber gerade DAS wäre mit den Blockade-Briten schon mal gar nicht zu machen. Das VK ist zwar praktisch schon "in Notwehr" der EU bzw. damals noch EG beigetreten, aber wirklich realisiert haben die bis heute wohl nicht, dass sie keine Weltmacht mehr sind sondern nur ein Inselchen in der Nordsee.

Und was bitte sollte die EU in Bezug auf den Brexit anders machen? Man ist den Briten schon entgegengekommen. Wenn man es zulassen sollte, dass die mit ihrem Wunsch weiter die positiven Dinge, die eine EU-Mitgliedschaft mit sich bringt, trotz Austritt abzuschöpfen, aber die lästigen Pflichten los wird, dann führte die EU sich selbst ad absurdum und das wäre auch höchst unfair gegenüber der Schweiz und Norwegen!

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juttakristina 22.03.2019, 15:21
38.

Zitat von Makrönchen
Die Argumentation von Herrn Maas kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Es war doch von vornherein klar, dass das Unterhaus dem Deal zustimmen muss. Und wer einigermaßen bei Verstand ist, weiß, dass ein unbefristeter Backstop für die meisten MPs unannehmbar ist. Auch wenn Frau May dem zugestimmt hat weil es keine andere Möglichkeit gab. Die EU war hier meiner Meinung nach zu starrsinnig. Und zwar gleich von Anfang an, man hätte schon vor zwei Jahren damit anfangen sollen, über die zukünftigen Beziehungen zu verhandeln. Dann wäre ein Backstop eventuell gar nicht nötig gewesen und wir wären jetzt schon viel weiter. Denn auch die EU sollte ein Interesse an guten Beziehungen haben.
Makrönchen,

das ich nicht lache...! Haben Sie etwa nicht mitbekommen, dass die Briten nicht in die Puschen gekommen sind und am liebsten das Pferd von hinten aufgezäumt hätten, anstatt erst einmal grundlegende Sachen zu klären? Selbst dabei wollten die Briten nur mal gerade über die Rosinen verhandeln, die sie sich weiterhin sichern wollten.

Ein Backstop wäre evtl. nicht nötig gewesen, wenn die Briten es geschafft hätten, einen praktikablen Gegenvorschlag zu präsentieren, wie man eine harte Grenze quer durch Irland verhindern könnte! Dann muss es eben so eine Notlösung sein, um den Frieden auf der irischen Insel möglichst nicht zu gefährden!

Wenn die EU kein Interesse an guten Beziehungen hätte, hätte sie die britischen Unterhändler längst in die Wüste geschickt mit einem "geht mit Gott, wenn ihr unbedingt wollt, aber geht endlich!" Aber nein, die EU kommt den Briten wieder und wieder entgegen, soweit es gerade noch möglich ist, siehe z. B. Terminverschiebung. Man hat sogar einer Befristung des Backstop zugestimmt, allein die Briten wollen noch immer nicht akzeptieren, dass sie nicht von den Vorteilen der Zollunion profitieren können, ohne auch nur irgendwelche Pflichten zu übernehmen. Im Nachgang der ersten Ablehnung hieß es, der unbefristete Backstop sei das Problem, dann stimmt die EU der Befristung zu und der Vertrag wird wieder krachend abgelehnt, weil man andere Haare in der Suppe gefunden, nein, hineingeschmissen hat! Insofern behaupten Sie auch Falsches, denn die Befristung gibt es mittlerweile.

Wenn hier einer starrsinnig ist, dann sind es die Briten! Die einen, weil sie den Brexit eigentlich verhindern wollen, die "Brexiteers" die nur raus wollen, auch ohne Vertrag, die aber persönlich ihre Schäfchen woanders im Trockenen haben, weil sie glauben, sie seien noch immer eine Weltmacht, die Dritten, weil sie mit dem falschen Fuß aufgestanden sind und nicht verstehen wollen, dass man nicht immer die Extrawurst bekommen kann. Die werden sich in DEM Parlament nie einig oder auch nur eine Mehrheit FÜR eine Lösung finden. Die kennen nur "dagegen".

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ichliebeeuchdochalle 22.03.2019, 15:31
39.

Zitat von michael.feldhahn
Die Beiträge des Herrn Schümer sind vom Mainstream geprägt und an Populismus nicht zu überbieten. Daher ist dessen nun ständige Präsenz in den politischen Talkshows nicht nachvollziehbar. Auf die Präsenz von Herrn Schümer kann man gut verzichten.
Satz 1 ist richtig, Satz 2 geht so nicht. Sie dürfen in einer Demokratie Leute wie Schümer nicht ausblenden, nicht unterdrücken. Sie müssen die Menschen in der Schule so fit machen, daß sie erkennen können, wenn einer populistisch daherredet.

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