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Brexit-Talk bei "Maischberger": Martin Schulz muss sich beherrschen
DPA

In vielen EU-Länder erstarkt der Nationalismus, Sandra Maischberger wollte deshalb von ihren Gästen wissen: "Ist der Brexit erst der Anfang?" Dabei kam besonders der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz richtig in Fahrt.

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ichliebeeuchdochalle 21.03.2019, 07:53
1.

Respekt, die Zusammenfassung gibt die Sendung sehr gut wieder. Martin Schulz war fachlich 1a drauf ... Schulz ist durch und durch Europäer aus voller Leidenschaft ... und mit hohem Fachwissen. Daß mit der Kanzlerkandidatur in Deutschland war einfach nicht sein Ding. Und er beschrieb auch das größte Problem der EU ganz korrekt: Die EU müsse in einem neuen EU-Vertrag definieren, was die Mitgliedsstaaten nur supra-national lösen können, und was in die einzelnen Staaten und dort in die jeweiligen Regionen gehöre. Meine Meinung: Diese Abgrenzungen gibt es bisher nicht und so entsteht bei vielen Bürgern der EU der stärker werdende Eindruck, die EU mische sich in Dinge ein, die die EU gar nichts (oder fast nichts) angeht.

Die zweite große Baustelle ist, daß die EU-Bürger in ihren Schulen offensichtlich nicht oder nicht genug darüber lernen, daß es die angebliche supra-nationale "Regierung" in Brüssel gar nicht gibt, der man in den Mitgliedsstaaten dauernd andichtet, an diesem oder jenem Schuld zu sein. Hausgemachte Probleme in den Mitgliedsstaaten werden den Bürgern verkauft als "die EU ... da in Brüssel ... ist verantwortlich." Und immer dann, wenn in den Schulen nicht gelehrt wird, wie das "System EU" funktioniert, fallen dann viele EU-Bürger auf Rattenfänger-Argumente von Nationalisten und Populisten herein.

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fatherted98 21.03.2019, 08:11
2. alles schön und gut...

...Herr Schulz. Man kann viel aufzählen was die EU gut macht und was positiv ist....es bleibt die Unfähigkeit mit den Millionen von Migranten angemessen umzugehen....es bleibt die nachweisliche Falschentscheidung zum EURO....das sind die richtig großen Baustellen zur Zeit....und es bleibt die Unfähigkeit zur Einigung...und mal ehrlich...eine EU die es nicht mal hinbekommt einheitliche Verkehrsregeln und Tempolimits in ganz Europa durchzusetzen.....wie sollen die andere und wichtigere Probleme lösen?

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obiwarndemokrat 21.03.2019, 08:21
3. Herrn Schulz fand ich gut

er war der einzige der die EU richtig erklärt hat. Tichy & co sind verhaftet in ihrem Klein-klein ihrer nationalen Piefkigkeit-sie wollen die Leute aufhetzen. Das hilft nicht irgendein Problem zu lösen. Dann noch zu den Umfragen die dort zitiert werden....ich kenne eine Umfrage da finden 80 % der Deutschen die EU super - selbst die Leute in Ungarn wollen ja die EU bleiben.

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kritischer-spiegelleser 21.03.2019, 08:25
4. Schulz tat sich sehr schwer

eine Mitschuld der EU am Brexit einzugestehen. Die EU wurde von den "Eliten" gegründet und ist auch heute noch ein Projekt der Eliten. An den Interessen der Bürger der Mitgliedsstaaten vorbei. Ohne wirklich demokratische Basis.

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dasfred 21.03.2019, 08:26
5. Zu Nr.1 ichliebeeuchdochalle

Das war auch mein Eindruck. Ein großer Teil der Bevölkerung auch bei uns hat nicht den Ansatz einer Ahnung, welche Aufgaben den Kommunen, dem Land, dem Staat und der EU zufallen. Da wird dann alles, was nicht klappt dem nächstbesten in die Schuhe geschoben, dessen Gesicht man schon mal im Fernsehen gesehen hat. Der oder die hat dann Schuld, ob verantwortlich oder nicht. Das führt dann zu diesem seltsamen Wahlverhalten bis zum Brexit. Wir haben ja seit einiger Zeit als Entscheidungshilfe den Wahl-o-mat. Ich kenne Leute, die Parteien gewählt haben, mit deren Programm sie zu maximal 20% übereinstimmen, nur um eine andere Partei für etwas zu bestrafen, dass mit dieser Partei gar nichts zu tun hat.

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Freier.Buerger 21.03.2019, 08:28
6.

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Respekt, die Zusammenfassung gibt die Sendung sehr gut wieder. Martin Schulz war fachlich 1a drauf ... Schulz ist durch und durch Europäer aus voller Leidenschaft ... und mit hohem Fachwissen. Daß mit der Kanzlerkandidatur in Deutschland war einfach nicht sein Ding. Und er beschrieb auch das größte Problem der EU ganz korrekt: Die EU müsse in einem neuen EU-Vertrag definieren, was die Mitgliedsstaaten nur supra-national lösen können, und was in die einzelnen Staaten und dort in die jeweiligen Regionen gehöre. Meine Meinung: Diese Abgrenzungen gibt es bisher nicht und so entsteht bei vielen Bürgern der EU der stärker werdende Eindruck, die EU mische sich in Dinge ein, die die EU gar nichts (oder fast nichts) angeht. Die zweite große Baustelle ist, daß die EU-Bürger in ihren Schulen offensichtlich nicht oder nicht genug darüber lernen, daß es die angebliche supra-nationale "Regierung" in Brüssel gar nicht gibt, der man in den Mitgliedsstaaten dauernd andichtet, an diesem oder jenem Schuld zu sein. Hausgemachte Probleme in den Mitgliedsstaaten werden den Bürgern verkauft als "die EU ... da in Brüssel ... ist verantwortlich." Und immer dann, wenn in den Schulen nicht gelehrt wird, wie das "System EU" funktioniert, fallen dann viele EU-Bürger auf Rattenfänger-Argumente von Nationalisten und Populisten herein.
Es ist doch völlig egal ob Schulz fachlich gut drauf ist. Er hat absolut nicht das Problem verstanden.
Wir, die wir Europa wollen, müssen uns auf die Dinge konzentrieren, die gehen und nicht die, die wir sowieso nicht durchsetzen können.
Wir haben uns nunmal Ungarn, Polen und ein paar andere ans Bein gebunden. Also müssen wir mit denen reden oder überlegen, wie wir sie losbekommen.
Schulz in seiner Traumwelt erzeugt nur neue Gegner Europas.

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latimer 21.03.2019, 08:29
7. Wie bestehen die europäischen Staaten die Zukunft?

Bei aller Kritik: Die europäischen Staaten haben haben gar keine andere Wahl, als sich stärker zusammenzuschließen, wollen sie sich nicht den Interessen so freundlich agierender großer Staaten, wie den USA, China oder Russland ausliefern. Eine nur wirtschaftliche oder militärische Zusammenarbeit reicht hier nicht aus.

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jupp78 21.03.2019, 08:33
8.

Das war eine unglaublich schwache Leistung von Schulz.
Wenn ich höre, dass jemand gefährlich ist, weil er eine andere Meinung hat, dann bedeutet das nichts anderes, als Opposition ist gefährlich. An solchen Stellen zweifle ich immer wieder am Demokratieverständnis dieser Personen, in dem Fall von Herrn Schulz.
Und es ist ein vollkommen demokratische Prozess, wenn die Frage erörtert wird, wie viel EU wir eigentlich wollen. Hier an der Stelle spitzfindig zu werden, dass es juristisch gesehen so nicht korrekt formuliert ist, dass es "die EU" so doch gar nicht gibt, gibt eben mehr als eine schwache Leistung wieder.

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Freidenker10 21.03.2019, 08:39
9.

Ich bin froh das Schulz nicht Kanzler geworden ist! Nicht das ich Merkel schätzen würde, ganz im Gegenteil, aber sie hat zumindest kapiert dass nicht jeder -Europa total- will und den Abgesang der Nationalstaaten! Schulz scheint mir berauscht zu sein von seiner Leidenschaft für Europa und will nicht wahrhaben hierfür keine Mehrheit in der Bevölkerung zu haben. Selbst die SPD rückt doch mehr und mehr davon ab Europa in den Mittelpunkt zu stellen wie es noch in den Koalitionsverhandlungen der Fall war. Gerade haben auch die Niederlande signalisiert dem ganzen Grenzen zu setzen, die Kritiker werden also mehr und nicht weniger! Auch die mimosenhafte Unbeherrschtheit von Schulz blickte bei Maischberger wieder durch, schon allein dies disqualifiziert ihn für ein hohes Staatsamt! Ich denke nicht dass sich die EU Kritiker bei den EU Wahlen durchsetzen werden, aber die EU und die Mitgliedstaaten spüren zumindest das es Grenzen gibt und nicht jeder seine Nation aufgeben möchte...!

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