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Brisanter Fernsehfilm: Nur zwei Millionen Zuschauer sahen Kunduz-Drama
NDR

Mehr als 100 Menschen starben vor vier Jahren bei einem Angriff auf zwei Tanklaster in Kunduz. Der blutigste deutsche Militäreinsatz seit 1945, eigentlich ein Aufreger. Doch die Quote für das ARD-Doku-Drama "Eine mörderische Entscheidung" fiel erschreckend mau aus.

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Ratzbär 05.09.2013, 13:46
50. Lesen

Zitat von mknbmsp
schon mal davon gehört. Viele wohl nicht. Der in den Kommentaren gezeigt Bildungsstand lässt es vermuten. Der Einsatz war unangemessen. Leider war der Film noch zu geschönt für das was dort passiert. Die Fakten sind das Afghanistan noch schlimmer da steht als vor dem Krieg. Wo ist der Aufbau wo die bessern Lebensbedingungen der Einwohner. Nichts von alle dem wurde verwirklicht. Der Terrorismus hat dort gewonnen, und es wird sicherlich ein Zweiten 11.9 geben. Vielleicht lernen wir dann das nicht jedes Land nach dem Vorbild einer sogenannten Demokratie ala USA leben möchte.
Ihr Beitrag lässt die Vermutung zu, dass Sie von der sog. Genfer Konvention offensichtlich nur "gehört" haben, gelesen haben Sie sie scheinbar nicht. Insbesondere auch nicht die Zusatzprotokolle.

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Hans58 05.09.2013, 14:11
51.

Zitat von spon-facebook-10000581905
Die Tanklaster wurden gestohlen und dabei deutsche Soldaten getötet. ..
Im Zusammenhang mit dem Diebstahl der beiden Tankzüge wurde kein deutscher Soldat getötet.
Ermordet wurde ein Fahrer. Die Züge gehörten einem Logistikunternehmen, das aus Pakistan Diesel für die US-Streitkräfte in Richtung Kabul, Bagram Kandahar transportierte.

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gjj 05.09.2013, 14:22
52. besonders grotesk

ist mir eine Szene in Erinnerung, als Taliban eine Mörserstellung aufbauten und die Soldaten haben sie nicht bekämpft. Wenn dies so passiert ist, ist das absurd und letztendlich eine extreme Gefährdung der eigenen Soldaten.
Und die Talkrunde danach war an deutscher Einfältigkeit kaum zu überbieten. Der Todenhöfer war schlicht peinlich. Ich möchte nur ein einziges Mal im deutschen Fernsehen erleben, dass Intelligent nachfragt wird. Dieser Kasper behauptet einfach mal so, dass er mit der amerikanischen Regierung !! über Syrien geprochen hat. Mit wem hat er denn gesprochen und warum hat man denn nie etwas davon erfahren? So selbstverliebt wie der ist, hätte man das sofort erfahren. In Lybien hat er sich noch massiv für das militärische Eingreifen des Westens ausgesprochen. Todenhöfer mag wohl nur die Diktatoren, die ihn auch mal auf ein Tässchen Tee einladen.

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exminer 05.09.2013, 14:33
53. Das Problem sehe ich

nicht in einer Beurteilung oder Darstellung eines
Ereignisses, das ist beides Hanwerk, sondern in der
Einstellung der Menschen die auf Anordnung einiger
Amateure einen Job ausführen müssen zu dem sie keinen Bezug haben, noch entwickeln können.
Und wenn dann unserer hoffnungsvoller Nachwuchs
die Realität mit den frommen Sprüchen ihrer Auftraggeber vergleicht sehen sie wieder einmal einen
auf Kadavergehorsam aufgebautes Debakel.
Was zum Teufel machen die Jungs am Hindukusch ?
Nach meiner Auffassung müssen sie dort ihre Haut zu Markte tragen durch die Berufung auf das sehr fragwürdige Ereignis 9/11.

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FrankK 05.09.2013, 14:40
54. Optional

Zitat von spargel_tarzan
weil der film 2 handlungsstränge hatte. der eine befaßte sich mit dem oberst klein, der andere mit dem verhalten der "einheit 47" und dem geheimdienstler, die eine gehörige mitverantwortung tragen, sich aber im untersuchungsauschuß elegant, um nicht zu sagen verantwortungslos, aus der affäre zogen... der herr klein hat nicht gerafft, weil unerfahren, daß er nicht nur von den eigenen leuten sonder auch vom ortsansässigen clanchef "gefickt" wurde. alle haben sie ihr eigenes spiel getrieben
Dass der BND-Mitarbeiter eine fiktive Figur war - es ihn in der Realität also nicht gegeben hat - haben Sie aber schon mitbekommen, oder?
Und auch dass das Verhalten der afghanischen Handelnden nicht so war, wie im Film dargestellt:
Für das Kunduz-Werk geht Ley in der Verdichtung allerdings weiter: So führt er die (nach Aktenlage nicht existente) Figur eines BND-Mitarbeiters ein, der dem verunsicherten Oberst Klein immer neue Gefahrenlagen einflüstert. Axel Milberg spielt ihn als eine Art Geheimdienst-Mephistopheles. Außerdem suggeriert die Spielfilmhandlung ein Komplott von Seiten der afghanischen Verbündeten; eine Hypothese, die bisher nicht bewiesen werden konnte.

"Eine mörderische Entscheidung": ARD-Film über Kunduz-Affäre - SPIEGEL ONLINE

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singlesylvia 05.09.2013, 14:42
55. Ich bin jetzt richtig zynisch:

Solche Situationen sind immer im Krieg immer vorgekommen und werden immer wieder vorkommen.
Shit happens, nobody's perfect. Nennt man manchmal auch noch friendly fire.

Wo die beim Bombenangriff getöteten Menschen herkommen, gibt's noch viel mehr, da muss man nicht so kleinlich sein.

Ein Absturz mit einer voll besetzten Passagiermaschine fordert bestimmt mehr Tote. Es gibt allein in Deutschland mehr Tote jährlich im Straßenverkehr.
Der Unterschied: Bei einer Bombe oder einem Absturz sterben sie alle plötzlich auf einmal und das kommt in die Medien und dann erschrecken sich die Leute richtig und können ich-bin-ja-sowas-von-betroffen spielen und werden aus ihrer Alltagslangeweile aufgeweckt, wodurch das Ereignis länger im Gedächtnis bleibt, ansonsten sind die Todesfälle schön über das Jahr verteilt, das langweilt, das interessiert keinen, da ist auch immer der Nachschub gesichert, so dass sich keiner erschrecken muss, wenn es in einem Jahr plötzlich keine Verkehrstoten gibt, was aber sowieso völlig unwahrscheinlich ist. Und nicht einer von den Toten hätte sein müssen!

Warum nur so wenige geschaut haben? 9/11 war spektakulärer und zudem noch live.

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clubzwei 05.09.2013, 14:46
56. Ein unnötiger Streifen!

Im Krieg, und es war beziehungsweise ist ein Krieg, gibt es immer Kollateralschäden. Wenn wir nicht das Vertrauen in die Bundeswehr aufbringen, dann müssen wir sie eben daheim lassen. Im Nachhinein aber aus einer gutmenschlichen Distanz heraus solch notwendige militärische Handlungen zu verurteilen - das fällt nur der deutschen Linken ein! Ist ja auch bequem. Von Deutschland aus lässt es sich gut schimpfen. Dieser Film ist eine einzige Dramatisierung und will einzig die Bundeswehr und ihre Verantwortungsträger diffamieren! Eine dämliche Form des Pazifismus.

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dietergiese 05.09.2013, 14:49
57. Schade um jeden Toten

Egal ob Soldat oder Afghane, jeder Tote ist zu viel. Ich erinnere nur an unseren ehemaligen Bundespräsidenten Köhler, seine Aussagen zum Krieg führten zu seinem Rücktritt. Die Ursachen des Afghanistaneinsatzes wurde nicht am 11.09 gelegt sondern viel früher. Bitte beachten Sie das Datum. vor 40 Jahren Putschte ein General mit Hilfe der USA in Chile, es hätten auch Terroristen aus dem Vorhof der USA sein können, die einen Krieg ausgelöst hätten. Wären wir dann auch in Süd Amerika einmarschiert?

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bierdeckelproduzent 05.09.2013, 15:27
58. Fakten, Fakten, Fakten und immer an die Leser denken

Vielleicht liegt's auch einfach daran, dass alle die das intressiert, sich datt Janze schon vorher auf Arte angesehen haben. Würde mich nicht wundern da das Werk wohl in Coproduktion mit Arte geboren wurde. Ober bin ich da schief gewickelt werther Author?

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Ratzfatz030 05.09.2013, 15:28
59.

Dieser Versuch einer Meinungsmache war einfach nur erbärmlich ... Gewohnt wird die ARD nun diesen Mist über die angeschlossenen Sender in den kommenden Monaten rauf- und runtersenden ...

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