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Buch zu G20-Krawallen in Hamburg : Die Gretchenfrage
REUTERS

Wo hört Gesellschaftskritik auf, wo beginnt Zerstörungswut? Der Aktivist und Rote-Flora-Sprecher Andreas Blechschmidt setzt sich in einem Buch mit den G20-Protesten in Hamburg auseinander.

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pepe83 03.07.2019, 16:42
10. Die nachhaltigsten Revolutionen waren gewaltfrei

Gewalttätige Revolutionen hatten selten lange Bestand. Nachhaltige Veränderungen kommen durch neue Denkweisen und neue Technologien. Revolution macht man nicht, indem ein paar von Papa finanzierte Asta-Mitglieder aus Spaß Mülltonnen anzünden und Steine auf Polizisten werfen während ein paar Altlinke so tun, als gäbe es einen theoretischen Überbau, der die Gewalt rechtfertigt.

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arminpillhofer 03.07.2019, 16:45
11. Verharmlosung linker Gewalt

Es ist unglaublich wie hier schon wieder linke Gewalt verharmlost wird. Allein die Frage ob diese Gewalt Gesellschaftskritik sein könnte, ist unfassbar und völlig unmoralisch. Die Linksradikalen in diesem Land müssen endlich verstehen, dass linke Gewalt genauso abzulehnen ist wie die rechte. Aber viele Linke fühlen sich moralisch überlegen und glauben daher über dem Gesetz zu stehen. Dem ist nicht so und die Gesellschaft darf den Linksradikalismus nicht akzeptieren.

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swnf 03.07.2019, 16:58
12. Gewalt ist immer abzulehnen...

Zitat von arminpillhofer
Es ist unglaublich wie hier schon wieder linke Gewalt verharmlost wird. Allein die Frage ob diese Gewalt Gesellschaftskritik sein könnte, ist unfassbar und völlig unmoralisch. Die Linksradikalen in diesem Land müssen endlich verstehen, dass linke Gewalt genauso abzulehnen ist wie die rechte. Aber viele Linke fühlen sich moralisch überlegen und glauben daher über dem Gesetz zu stehen. Dem ist nicht so und die Gesellschaft darf den Linksradikalismus nicht akzeptieren.
...aber linke Gewalt ist in der Regel Sachbeschädigung, rechte Gewalt dagegen Personenbeschädigung bis hin zu Mord!
Das wird auch von unserer Justiz deutlich unterschiedlich behandelt...und zwar zu Recht!

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Emderfriese 03.07.2019, 17:35
13. Provokant

Zitat von swnf
Ich lebe jetzt seit 20 Jahren nicht weit von der Roten Flora. Ca. 5-10 Min zu Fuß. Seit 20 Jahren kenne ich die Gegend und die Anwohner sehr gut und war auch schon oft vor Ort, wenn am 1. Mai zuerst ein Straßenfest in der Schanze stattfindet, das dann leider meist irgendwann in einer Grawall-Schlacht zwischen Polizei und (extrem)linken Grawall-Machern endete. Beeindruckt war ich oft von der scheinbaren Gelassenheit mancher Hundertschaften, wenn sie zwar von aufgebrachten Demonstranten auf übelste verbal beleidigt wurden, aber trotzdem ruhig und besonnen die Stellung hielten! Es hat sich aber auch etwas geändert in den letzten 20 Jahren und besonders deutlich wurde das bei den G20 Protesten vor 2 Jahren: es wurden meiner Meinung nach immer mehr Sachbeschädigungen, die gefühlt nichts mehr oder nur noch wenig mit einer politischen Agenda zu tun hatten. Es kam mir schon lange so vor, dass es zu den linken Demonstranten auch immer mehr Krawalltouristen gab, die einfach nur ins Viertel kamen, um in der Masse versteckt ihrer Zerstörungswut freien Lauf lassen zu können! Besonders deutlich wurde das an dem Freitag im Juli bei G20, als ein Mob durch die Elbchaussee und Altona zog und alles anzündete, was dort im Weg stand. Die Elbchaussee ist Teil meines Arbeitsweges und als ich am Nachmittag nach der Arbeit den Weg zurück nachhause durch die Elbchaussee nahm, fiel auf, dass im Gegensatz zu sonst nicht nur der Kapitalismus angegriffen wurde, sondern auch alte, wertlose Autos (inkl. eines Kleinwagens eines sozialen Pflegedienstes!!) angezündet worden waren. Für mich waren das sehr klare Zeichen, dass dort keine linken, sondern Asoziale ohne politischen Hintergrund am Werke waren! Die strikte, strafrechtliche Verfolgung dieser scheint auch Wirkung gezeigt zu haben. Bei der letzten Demo am 1. Mai gab es keine nennenswerten Ausschreitungen mehr, wenn ich mich nicht täusche!
Neben "Linken" und "Asozialen" könnte es aber auch noch eine dritte Gruppe gegeben haben, die in Hamburg randalierte. Man nennt sie gemeinhin "agent provocateurs"...
Denn eines macht doch äußerst stutzig in diesem Zusammenhang: Das Verhalten der Polizei insgesamt. Man lese nur das Urteil der Richterin im Prozess gegen die zwei Angeklagten zu den Vorgängen an der Hamburger Elbchaussee. Da finden sich genügend Merkwürdigkeiten, um zumindest über Provokationen nachzudenken...

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noalk 03.07.2019, 18:46
14. Die jüngere Geschichte zeigt da etwas anderes

Zitat von swnf
...aber linke Gewalt ist in der Regel Sachbeschädigung, rechte Gewalt dagegen Personenbeschädigung bis hin zu Mord! Das wird auch von unserer Justiz deutlich unterschiedlich behandelt...und zwar zu Recht!
Dass linke Gewalt sich derzeit auf Sachbeschädigung "beschränkt", ist wohl eher eine Zeiterscheinung und kein festgemeißelter Status. Es gab sogar Zeiten, seltsamerweise parallel zu den Zeiten linker Gewalt gegen Personen, da war die rechte Szene so gut wie gewaltfrei.

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stefan.aust76 03.07.2019, 19:17
15. Nr. 12

Diese Mär ist auch nicht auszurotten. Linke Gewalt richtet sich genauso gegen Personen wie rechte Gewalt. Sind die vielen Polizisten, die nach einem Einsatz mit Linken schwerverletzt im Krankenhaus liegen etwa keine Personen? Darf der Rechtsextremist etwa die Scheiben eines Flüchtlingsheims einschlagen und Hakenkreuze auf Wände schmieren, weil es ja nur harmlose Gewalt gegen Sachen ist? Ist das etwa "Gesellschaftskritik", die man respektieren muss? Natürlich nicht. Also hören Sie bitte auf, auch nur im Ansatz linke Gewalt zu relativieren oder in ein vermeintlich harmloseres Verhältnis zu rechtsextremer Gewalt zu setzen. Es steht dem Bürger niemals zu, gewalttätig zu werden, nur weil er meint, dass ihm die Politik nicht passt. Und daran gibt es nichts zu diskutieren. Punkt.

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Emderfriese 03.07.2019, 19:30
16. Widerstand

Zitat von stefan.aust76
Diese Mär ist auch nicht auszurotten. Linke Gewalt richtet sich genauso gegen Personen wie rechte Gewalt. Sind die vielen Polizisten, die nach einem Einsatz mit Linken schwerverletzt im Krankenhaus liegen etwa keine Personen? Darf der Rechtsextremist etwa die Scheiben eines Flüchtlingsheims einschlagen und Hakenkreuze auf Wände schmieren, weil es ja nur harmlose Gewalt gegen Sachen ist? Ist das etwa "Gesellschaftskritik", die man respektieren muss? Natürlich nicht. Also hören Sie bitte auf, auch nur im Ansatz linke Gewalt zu relativieren oder in ein vermeintlich harmloseres Verhältnis zu rechtsextremer Gewalt zu setzen. Es steht dem Bürger niemals zu, gewalttätig zu werden, nur weil er meint, dass ihm die Politik nicht passt. Und daran gibt es nichts zu diskutieren. Punkt.
Das ist nicht ganz richtig - Doppelpunkt:
„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ GG 20 Abs. 4
Es gab eine Zeit, da das deutsche Recht auch unter Zuhilfenahme polizeilicher Gewalten gebrochen und schließlich beseitigt wurde. Das darf niemals wieder geschehen.

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Emderfriese 03.07.2019, 19:36
17. Nein

Zitat von noalk
Dass linke Gewalt sich derzeit auf Sachbeschädigung "beschränkt", ist wohl eher eine Zeiterscheinung und kein festgemeißelter Status. Es gab sogar Zeiten, seltsamerweise parallel zu den Zeiten linker Gewalt gegen Personen, da war die rechte Szene so gut wie gewaltfrei.
Absolut nicht!
"...Von 1949 bis 1990 wurden Opfer rechtsextremer Gewalt weder von Medien noch Staatsbehörden einheitlich erfasst. Man rechnet daher mit einer hohen Dunkelziffer von Todesopfern..." (Quelle: Wiki unter dem Stichwort "Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland").
Von 1974 bis 1989 werden diverse Opfer rechter Gewalt aufgezählt. Im Zweifel bitte nachlesen...

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Martin98 03.07.2019, 19:54
18. Gleiches Recht für alle

Wenn Gewalt in einem gewaltätigen System legitim ist, so gilt das auch für Rechte. Ich habe allerdings ein Problem damit wer das gewaltätige System definiert.
Genauso ist es Ansichtssache ob die Abschaffung kapitalistischer Systeme notwendig ist. Die Systemgewalt ist in nichtkapitalistischen Staaten meist ausgeprägter.

Und wer populistisch behauptet linke Gewalt begehe Sachbeschädigungen und Rechte Morde verdrängt die RAF. Und auch deren Geschichte belegt, daß sinnlose politische Morde/ massive Gewalt nicht zum Umsturz führen. Unsere Gesellschaft wird von Migration beeinflusst. Und die suchen bewusst die kapitalistischen Staaten um davon zu profitieren, nicht um sie abzuschaffen.

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noalk 04.07.2019, 02:00
19. Ich habe nachgelesen

Zitat von Emderfriese
Absolut nicht! "...Von 1949 bis 1990 wurden Opfer rechtsextremer Gewalt weder von Medien noch Staatsbehörden einheitlich erfasst. Man rechnet daher mit einer hohen Dunkelziffer von Todesopfern..." (Quelle: Wiki unter dem Stichwort "Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland"). Von 1974 bis 1989 werden diverse Opfer rechter Gewalt aufgezählt. Im Zweifel bitte nachlesen...
Auf der von Ihnen zitierten Wikipedia-Seite ist nur ein einziges Rechtsterror-Opfer zu Hoch-Zeiten der RAF erwähnt. Und wenn Sie meinen Post richtig lesen, steht da "... so gut wie gewaltfrei". Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich Gewalt - von rechts wir von links - schärfstens ablehne, ebenso wie Rassismus, Antisemitismus, Xenophobie und alles, was noch zu diesem Spektrum gezählt werden kann.

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