Forum: Kultur
Buchmarkt-Debatte: Die Schrotflinte ist die falsche Antwort

Aufgrund vieler Reaktionen geht die Debatte über die Buchbranche weiter: Hört auf, liebe Verleger, jeden Text zu drucken, der euch angeboten wird. Und merkt euch eins: Die Politik wird die Buchbranche nicht retten.

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b42b 19.07.2014, 15:12
10. buch & power ... Buchdruck

... die Abhängigen schieben sich gegenseitig die Schuld für den ErdölPeak zu ...

... verlegen kann man dazu Argumente, bezahlen lassen will man sich allerdings die Papiermenge?

buch & dimensions ... Buchwert

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f-rust 19.07.2014, 15:47
11. habs leider nicht verstanden

obwohl selbst autor/koautor/übersetzer von ca. 150 büchern ... und auch sowohl bei publikumsverlagen als auch.mit eigenverlegten e-books unterwegs ... was schlägt die kommentatorin konkret vor? mehr "qualität" (was immer das wohl sein mag)? mehr zusammenarbeit zwischen verlagen, autoren etc.? oder sollte es nur eine entgegnung auf herrn beckmann sein? na ja ... dann mal alles gute noch

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panameño 19.07.2014, 16:02
12. Selbstverlag = unredigiert?!

Wow, Frau Berg, vom Rücken des hohen Roßes, das Sie da bestiegen haben, sieht man nicht viel von der Realität des Self-Publishing, wie?
Tatsache ist, die meisten seriösen Self-Publisher kaufen Dienstleistungen hinzu: Korrektorat/Lektorat, Covergestaltung, technische Erstellung usw usw.
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mxdoc 19.07.2014, 16:27
13. Zeitgeistmüll

Bewegen Sie sich mal in ein Forum, in dem Autoren von Nicht-Sachbüchern Ideen zum Beispiel für Namen von Charakteren oder für Titel sammeln. Alles nur noch "starke Mädchen", "Heldinnen" und "starke weibliche Charaktere". Marvel Comics bringt eine weibliche Version von "Thor" heraus. Meiner Meinung nach sollte man sie "Tora" nennen, vielleicht verkauft es sich dann wenigstens in Japan. Daß dieses untertänige Schwimmen im Mainstream genau das Gegenteil von "stark" und "individuell" ist, haben die Autoren nicht realisiert und wollen es auch nicht realisieren. Aber die Leser sehen es. Kein Mensch will diesen Müll lesen und das ist gut so.

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detlevwalther 19.07.2014, 17:05
14. Darf ich mal fragen, was eigentlich gute …

Literatur ist? Ist die teuer oder mit Goldschnitt versehen oder dermaßen voller verquaster Phrasen, dass sie mit einem Preis bedacht werden muss, um zu verschleiern, dass die Juroren den Buchstabenqualm nicht verstanden haben?
Überlegen wir doch mal, weshalb das Geschrei nach dem Staat losgegangen ist – Hilfe, da ist dieser Gigant in Übersee (ich komme gerade nicht auf den Namen), der gräbt den deutschen Verlagen das Wasser ab. Ist es nicht eher so, dass da schon ziemlich lange Goldgräber unterwegs sind, die kleine Verlage (und mit ihnen unbekannte Autoren) an die Wand drücken? Die ganz nebenbei den Buchladen um die Ecke in die Pleite getrieben haben? Die lieber einen bekannten Namen aus Übersee kaufen, übersetzen und Kasse machen? Ist es da ein Wunder, dass Autoren zur Selbsthilfe greifen, den Verlagen eine lange Nase zeigen, dass die Leser lieber für 2 - 6 Euro bei eben diesem oben genannten Giganten kaufen?
Der Staat hat viele Aufgaben. Aber eine Branche, die schon ziemlich lange ziemliche Fehler macht, vor dem Untergang zu retten, gehört nicht dazu.

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dimax 19.07.2014, 17:21
15. Symathisch, aber wirr ...

Der Qualitäts-Appell ist mir ja sympathisch, ansonsten habe ich den Eindruck eines gepflegten Durcheinanders. Nehmen wir als Beispiel:" ... da sich doch das Konzept der Quantität nicht wirklich bewährt hat ..." Dieses modische "nicht wirklich" im Zusammenhang mit dem Rühmen von Qualität ist ja schon seltsam, doch auch inhaltlich sind in diesen paar Worten so viel Stolpersteine, dass ich mich wundere, wie man das hinschreibt, ohne selbst stuzig zu werden. Für Verlage gibt es zu Strategie und Taktik der Quantität gar keine kalkulatorische Alternative. Wer dagegen allein auf kulturelle Qualität setzt, geht so ins Risiko, dass es ihn nach ein paar Saisons zerreißt.
Das innere Dilemma des Buchmarkts wird schon seit gut 100 Jahren immer stärker zwischen diesen Polen aufgespannt und es droht nicht wegen E-Books, Self-Publishing oder Internet zu reißen, sondern wegen des Leserverhaltens, die nicht mehr in so großer Zahl zum Qualitätspol trenden. Die Gründe sind unzählige, die Folgen sinkende Auflagen für alles, was nicht einfach nur zuckersüß herunterpalavert ist. Michael Krüger, mit viel Überblick über die Entwicklung während eer letzten Jahrzehnte, hat darüber schon mit schwarzem Atem geseufzt. Irgendwelche Appelle bringen da leider gar nichts. Wenn sich jeder, der schreibt, einfach Satz für Satz und Kapitel für Kapitel selbst befragt, was sie/er da eigentlich schreibt, dann wäre das genug und um das Marktgeschehen sollte man sich am besten gar nicht kümmern. Bringt gar nichts.

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b42b 19.07.2014, 17:31
16. nein, Sie dürfen nicht fragen ...

Zitat von detlevwalther
Literatur ist? Ist die teuer oder mit Goldschnitt versehen oder dermaßen voller verquaster Phrasen, dass sie mit einem Preis bedacht werden muss, um zu verschleiern, dass die Juroren den Buchstabenqualm nicht verstanden haben? Überlegen wir doch mal, weshalb das Geschrei nach dem Staat losgegangen ist – Hilfe, da ist dieser Gigant in Übersee (ich komme gerade nicht auf den Namen), der gräbt den deutschen Verlagen das Wasser ab. Ist es nicht eher so, dass da schon ziemlich lange Goldgräber unterwegs sind, die kleine Verlage (und mit ihnen unbekannte Autoren) an die Wand drücken? Die ganz nebenbei den Buchladen um die Ecke in die Pleite getrieben haben? Die lieber einen bekannten Namen aus Übersee kaufen, übersetzen und Kasse machen? Ist es da ein Wunder, dass Autoren zur Selbsthilfe greifen, den Verlagen eine lange Nase zeigen, dass die Leser lieber für 2 - 6 Euro bei eben diesem oben genannten Giganten kaufen? Der Staat hat viele Aufgaben. Aber eine Branche, die schon ziemlich lange ziemliche Fehler macht, vor dem Untergang zu retten, gehört nicht dazu.
sondern nur lesen ... das ist das Prinzip des Buches (meistens, außer es gibt einen Leerseitenteil für Notizen ;)

... Sie können sich fragen, ob Goethe und Schiller aufgrund der damaligen Auflagenzahlen heute noch Bedeutung haben, oder weil deren Gesamtansatz bis heute wenige toppen konnten?
... Ist der Autoren Umfeld ansatzweise Dank geschuldet, oder ist der Mitmensch derer nur Mittel zu Zwecken der Branche?
... entsteht also die Wertschöpfung des Wortkontextes aus der ansatzlosen Transzendenz der ewig absichtslosen Existenz, dann hätte auch der Staat keine Verpflichtung gegenüber Autoren, meine ich (wirklich?)

... nur soweit ist kaum ein Mensch auf Erden,
also alles eine Nummer kleiner,
auch der homo sapiens, im Jahre 2014, bleibt fragend

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stacheldraht07 19.07.2014, 17:32
17. Schrotflinte oder nicht? Egal!

Zitat von h-i-2224
gesellschaftsrelevant wie Ihre von einer unendlich geprägten Unkenntnis abgesonderten Kolumne über die "Feinde Israels", zu der das Publikum nicht zur Diskussion zugelassen wurde.
Das ist doch nichts neues hier, das sich studentische Hilfskräfte als Lohnschreiber für westliche Dreibuchstabendienste verdingen. :) Nur beim Thema Israel wird immer und grundsätzlich die Kommentarfunktion gesperrt - wiederum von studentischen Hilfskräften, vermutlich.

Was den Buchmarkt angeht - letzte Woche schrieb ich, das die Buchflatrate kommen wird. Wenige Tage später kündigt Amazon für den nordamerikanischen Markt genau diese Buchflatrate an. Für 10$ im Monat gibts 600.000 Bücher. Mal sehen, wie lange es hierzulande dauert.

Papierbücher wird es sicherlich weitergeben - für Sammler. Vielleicht in Kleinauflage oder aus dem Buchdruckautomaten als Einzelstück, aber es wird sie sicherlich geben. Bei den Verlagen stellt sich die Sinnfrage. Letztlich braucht es das Buch nur noch in elektronischer Form, entweder als ebook oder als Druckvorlage. Die Buchhandlungen sind heute schon weitestgehend verschwunden, die Verlage folgen unweigerlich.

Problematisch bei dem Angebot von Amazon ist das Besitzverhältnis der Bücher. Der Leser ist nämlich nur Nutzer des Buches, nicht der Eigentümer. Wenn es Amazon gefällt, löschen sie einfach mal die Bücher auf dem Kindle. Das ist vor einigen Jahren schon mal vorgekommen - ausgerechnet mit George Orwells "1984". Abgesehen davon werden Nutzerdaten über das Leseverhalten an Amazon übertragen. Amazon schaut in die Köpfe der Leser. Welche Seiten, wie oft, welche Seiten besonders oft, gemachte Anmerkungen, etc. Diese Firma erfährt also sehr viel über seine Kunden.

DRM- Digitales Rechtemanagement ist der Super-Gau für den Datenschutz. Darum sollte man manche ebook-Lesegeräte zweifelsfrei meiden.

Sie können die Schrotflinte gern rausholen und politischen Druck versuchen, nur nützen wird es nichts. Wer heute noch einen Buchladen hat, sollte ihn möglichst schnell, am besten mit Gewinn, verkaufen. Wer einen Verlag besitzt, der hat ein wesentlich größeres Problem.

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dieter-ploetze 19.07.2014, 17:34
18. angebot und nachfrage

das gilt auch für den buchhandel.es ist doch völlig
unlogisch,dass alles was eingereicht auch gedruckt
wird.das wäre wirtschaftliches harakiri für jeden
verlag.sicher wird viel seichtes gedruckt,das findet aber auch genügend leser.sonst rechnet sich das nicht.

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nurich666 19.07.2014, 18:27
19.

Als ich mir voriges Jahr meinen ersten reader kaufte, habe ich, da ich noch keine eBooks hatte, viele kostenlose Bücher von Amazon gesammelt. Seitdem meide ich self-publisher. Von über 500 Büchern war mindestens 95% Schrott und hatte die sofortige Löschung zur Folge. Seitdem mache ich mir gar nicht mehr die Mühe bei den sp nachzuschauen, zu hoch ist die Ausfallquote. Außerdem, wer soll das alles Lesen was da rausgehauen wird? Irgendwie meint inzwischen ja jeder er wäre zum Schriftsteller geboren.

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