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Bücher für Lesemuffel: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
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Es gibt viele Gründe dafür, dass Kinder nicht lesen wollen - aber das lässt sich ändern. Unsere Autorin Agnes Sonntag empfiehlt drei tolle Bücher für Lesemuffel.

Little_Nemo 10.11.2019, 08:59
1. Welten aus Papier

Ich habe als Kind auch lange Zeit nicht lesen wollen, weil ich irgendwie gar nicht kapiert habe wozu das gut sein sollte. Mir erschien es zunächst einfach nur langweilig. Ich habe stattdessen fasziniert Comics gelesen und Filme gesehen. Als ich noch sehr klein war hat mir meine Mutter auch viele Märchen vorgelesen. Irgendwann habe ich im Keller ein Buch von Jules Verne gefunden, das wohl meiner Schwester gehörte. "Fünf Wochen im Ballon". Der Name Jules Verne war mir aus dem TV bekannt, und ich mochte diese Art Geschichten. Also habe ich es mal mit nach oben genommen und angefangen zu lesen. Und dann konnte ich nicht mehr aufhören. Kaum hatte ich es durch, habe ich mir ein neues Buch gekauft. "Gordon Pym" von E. A. Poe. Der Beginn einer Leidenschaft. Wohl geprägt durch meine vorangegangene Comic-Begeisterung, die ebenfalls bis heute anhält, entwickelte ich auch eine Vorliebe für schön gestaltete und wertig produzierte Bücher. Und nie käme ich auf den Gedanken Bücher im Keller zu lagern.

Was ich sagen will: Ich denke, dass der Grund für meine Leseleidenschaft in meiner Begeisterung für Geschichten liegt. Die wurde frühzeitig durch die Märchen geweckt, die meine Mutter mir vorgelesen hat, und die wurde durch Comics und Filme am Leben gehalten, ausgebaut und verfeiert. Man wird nicht zum begeisterten Leser weil man muss, sondern weil man es will. "Interesse" heißt das Zauberwort (von lateinisch "inter esse" = "drinnen sein").

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Mikrohirn 10.11.2019, 18:06
2. Beruflich

habe ich 4. Grundschulklassen (vielleicht 30 in 15 Jahren) durch den Wald geführt. Dabei sollten Schüler/innen ein paar einfache Texte (meistens Fragen) vorlesen und die Antworten in ein Heft eintragen. Oft hat die begleitende Lehrkraft ihren Champion dazu auserkoren. Nie war eine holperfreie Leseleistung dabei. Die Kinder fühlten sich jedoch nicht bloßgestellt - für die (und die Lehrer/innen) war schlechtes Lesen normal und eher ein lästiges Übel! Wie bitte soll denn bei solchen Kindern Freude am Bücherlesen aufkommen? Und mal ketzerisch gefragt - wozu denn auch?

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dolledern 11.11.2019, 09:23
3. Pekka

ist ein Spin-Off von Ella, auch sehr schön mit Kindern zu lesen. Der Charakter Pekka aus Ellas' Klasse, war halt so toll, das er seine eigene Reihe bekommen hat. Deswegen finde ich es etwas unglücklich formuliert, noch ein Jungs Tagebuch.. .

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