Forum: Kultur
Bundespräsident: Das Amt ist überflüssig geworden

Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.

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totalmayhem 06.01.2012, 12:12
1.

Zitat von sysop
Wir brauchen keine moralische Autorität mehr
...ausser dem Herrn Diez natuerlich.

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matthias_b. 06.01.2012, 12:18
2.

Zitat von sysop
zu der dann auch das Einfamilienhaus passt, diese selbstauferlegte Strafe aller bürgerlichen Schuldenmacher, dieses selbstgeformte Gefängnis für Leute, die ihre Lebensentwürfe nach Quadratmetern vermessen. Deren Präsident war Wulff vielleicht, der Präsident aller Vorgartensprenkler und Vorstadt-Palladios
Wow. Und Herr Diez ist dann der Kolumnist, zu dem auch die Plattenbauwohnung passt, diese selbstauferlegte Strafe aller neuhippen Exhibitionisten, die ihre Nachbarn beim Sex hören wollen, diese Legebatterie für das Prekariat, welche lieber zum 12. Stock laufen als in den vollgekotzten Fahrstuhl zu gehen. Dessen Kolumnist ist Diez vielleicht, der Präsident aller, die mit 500 Leuten unter einem Dach leben und trotzdem bei keinem Name und Gesicht zuordnen können.

Mal ehrlich, woher diese Hass? Ist das nun Mode in der intellektuellen Hornbrillenschickeria?

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seit1973 06.01.2012, 12:19
3. dann braucht es das amt nicht

Zitat von sysop
Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.
Genau so ist es. Wenn Wulffs Verhalten akzeptabel ist, dann ist dieses Amt überflüssig.

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janne2109 06.01.2012, 12:20
4. .........

der Artikel könnte gut sein Herr Diez, wenn- ja wenn Sie nicht so polemisches wie;

sollte er sein Amt gleich mitnehmen, nach Hannover oder nach Mallorca, zu seinen Freunden, die ihm so wichtig sind, "gerade menschlich"
einfügen würden.
Entweder wollen Sie den Leser zum nachdenken animieren, dann müssen Sie sich solche Zwischensätze verkneifen, denn sonst denkt man nur wieder Spiegel will noch eins rauf hauen oder Sie schreiben gleich - ich will Wulff noch eine rein drücken.

Das ist schlechter Journalismus, mit dem der Bürger zur Zeit ja förmlich überschüttet wird. Leider bemerken es die meisten nicht.

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Ronald Dae 06.01.2012, 12:21
5. In den Rubikon mit dem Amt!

Uneingeschränkte Zustimmung, wir benötigen das Amt der Präsidenten so dringend, wie einen neuen Monarchen, nämlich gar nicht!

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fatherted98 06.01.2012, 12:22
6. Das Amt des BP...

...ist vollständig überflüssig. Zum einen nicht direkt durch das Volk gewählt und damit auch nicht legitimiert zum anderen ist die Tätigkeit, ausgenommen der Verfassungsaufgaben: Gesetze unterschreiben, Minister entlassen und ernennen, Bundestag auflösen usw., eine reinweg representative...die Frage ist ob man diese Representationsaufgaben nicht auf ein Minimum reduzieren kann? Müssen in der heutige Zeit irgendwelche Staatsoberhäupter, Könige oder gar Häuptlinge an einer Ehrenformation der BW vorbeischlunzen und dabei ihre Hymne hören?...Man sollte mit diesen überkommenen Reliketen alter Tage aufräumen...ein Handschlag mit Fototermin vor der Fahne tuts auch...und dazu braucht man keinen BP.
Ob die Verfassungsaufgaben auf andere Organe aufgeteilt oder gebündelt bei einer Person liegen müssen, müßte man überlegen...der ganze schale Rest des Amtes jedoch sollte so schnell als möglich vom Tisch...nur dazu wird es leider keine Mehrheiten geben...also werden wir wohl das Amt des Grüßaugust behalten.

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rennflosse 06.01.2012, 12:22
7. Nachdenken

[zitat]Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, mal über eine dritte nachzudenken, über Sinn und Unsinn etwa von Bundespräsidenten, die Leere produzieren, oder vom subventionierten Staatsfernsehen, das Lethargie und Quizsendungen produziert, oder vom Föderalismus, der unter anderem Bildungschaos produziert. [/zitat]

Eine Republik ohne öffentlich rechtliches Fernsehen wäre furchtbar, wäre ein Fernsehen, das nur noch aus "Frauentausch", "Bauer sucht Frau", Urwaldshows und Bohlen besteht.

Eine Republik ohne Föderalismus bei der Schulbildung könnte wirklich ein Fortschritt sein, wenn das einheitliche Bildungsniveau hoch ist und ohne (sozialistische) Menschenversuche abgeht.

Eine Republik ohne Bundespräsident ist eine unmenschliche Republik, der der BP verleiht ihr ein "menschliches Antlitz", so oder so. Wer denkt nicht noch an Walter Scheels "hoch auf dem gelben Wagen", an Karl Carstens Wanderung durch Deutschland und vieles mehr. Eine Republik ohne BP ist wie eine Waage ohne Ausgleichsgewicht.

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tijeras 06.01.2012, 12:24
8. Wolfgang Schäuble

Zitat von sysop
wie beschädigt "das Amt" schon war, als Wulff gewählt wurde - durch Angela Merkel, die keinen "Respekt" hatte und auch kein "Verantwortungsgefühl", als sie den schwachen, mittelmäßigen Wulff wählen ließ und nicht jemanden, der wirklich eine "Autorität" gewesen wäre wie Joachim Gauck oder .
Ja der Wolfgang Schäuble, der wäre es gewesen, lol.
Das Amt kann weg, oder der Souverän wählt direkt.

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Edelweiß 06.01.2012, 12:24
9. Der oberste Mann im Staat

Zitat von Zitat aus dem Artikel
Ich würde zum Beispiel gern das Amt des Bundespräsidenten abschaffen, ...
jawoll, und zum Händeschütteln, Gesetze abzeichnen und in-der-Welt-herum-Reisen nehmen wir dann Kai Diekmann.

Form follows function; die äußere Form würde sich einfach der Realität anpassen.

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