Forum: Kultur
Bundespräsident: Das Amt ist überflüssig geworden

Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.

Seite 2 von 22
tormih 06.01.2012, 12:25
10. .

Falls wir das Amt tatsächlich abschaffen sollten, würden wir uns der positiven Möglichkeit berauben, man denke an die Rede des Präsidenten Weizäcker am 8. Mai 1985.
Das Lagerdenken der Parteipolitiker würde soetwas unmöglich machen.

Weizsäcker-Rede 1985: "8. Mai war ein Tag der Befreiung" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bondurant 06.01.2012, 12:26
11. Der Zorn

Zitat von sysop
Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.
des Unangepassten. Wie beeindruckend.

Wenn da nicht diese
Zitat von
...zu der dann auch das Einfamilienhaus passt, diese selbstauferlegte Strafe aller bürgerlichen Schuldenmacher, dieses selbstgeformte Gefängnis für Leute, die ihre Lebensentwürfe nach Quadratmetern vermessen.
Peinlichkeit gewesen wäre, mit der das große Halbintellektuellenressentiment gegen die "kleinen Leute" offenbar wird.

Sonst hätte man Dietz ja ein bißchen mehr recht geben können. Obwohl er es so genau auch nicht hinkriegt, mit der Analyse, denn
Zitat von
...einem mittelmäßigen Mann in einem nutzlosen Amt ...
übersieht: das Amt ist nur nutzlos, wenn der Amtsinhaber mittelmäßig ist.

Aber was sollen solche Feinheiten dem Kolumnisten...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ZiehblankButzemann 06.01.2012, 12:26
12. Der höchste und teuerste Azubi Deutschlands´!

Christian Wulff hatte ja im Interview zur besten Sendezeit, selbst bekannt, daß er das Amt des Bundespräsidenten erst noch lernen muss. Dafür möchte er sich anscheinend 5 Jahre Zeit nehmen, bevor der Ernst des Lebens für ihn beginnt. Viele naive Bürger dachten eigentlich immer, daß nur ein Mensch der die nötige Reife besitzt und auch ein gewisses Maß an Weisheit innehat, das Amt des Bundespräsidenten bekleiden sollte. Außerdem sollte die eigentliche Ausbildung möglichst schon ein paar Jahrzehnte zurückliegen. Nun hat uns Herr Wulff aber eines besseren belehrt. Dankeschön dafür. Ein überflüssiges Amt? Nein, er möchte doch seine Ausbildung noch zuende machen.

Man lernt ja nie aus, was für Herrn Wulff in besonderer Weise gilt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nesmo 06.01.2012, 12:27
13. Warum

Zitat von sysop
Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.
das Kind "Amt" mit dem Badewasser "Wulff" ausschütten. In Krisenzeiten kann der Bundespräsident eine wichtige Funktion auszuüben, wenn die Regierung zu mächtig wird und grundrechtswidrige Gesetze macht, die das Verfasungsgericht nicht schnell genug verhindern kann, siehe Ungarn.
Nein, es geht hier nur um Wulff und die Frage, wie lange noch der/die Kanzler(in) das Recht haben soll, einen ihr willfährig erscheinenden BP nach gutdünken ins Amt hieven zu können. Nach Köhler und Wulff ist es genug mit dauerlächelnden Frühstückspräsidenten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hmorun 06.01.2012, 12:30
14. Mittelmass in der Bananenrepublik

Das Wulff Mittelmass ist, daran bestand nie ein Zweifel. Das Merkel das Amt beschädigte, indem sie es mit willfährigen Leuten besetzt, daran bestand ebenfalls nie ein Zweife. Schlimer als Wulff "Abzocker Mentalität" die jeden Vorteil für sich mitnimmt ist aber: Das eine Merkel diese Ämter mit Marionetten besetzt. Das zeigt doch wie diese Frau über Demokratie denkt.

Sie hat das Amt ins lächerliche gezogen.

" Ich gelobe, meine Vorteile aus den Ämtern heraus zu schlagen, Alle Vorteile mitzunhemen und Schaden von meinen privaten Interessen abzuwenden."

Das ist doch der eigentliche Eid, den die Politiker aus ROT/ SCHWARZ/ FDP leisten sollten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansele2 06.01.2012, 12:30
15. Ersatzkaiser

Zitat von sysop
Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.
Einen Hilfskaiser brauchen wir schon lange nicht mehr. Die oberste Instanz in unserm Land sind doch ohnehin "wir", das Volk!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rehabilitant 06.01.2012, 12:35
16. Satire?

Zitat von rennflosse
Eine Republik ohne Bundespräsident ist eine unmenschliche Republik, der der BP verleiht ihr ein "menschliches Antlitz", so oder so. Wer denkt nicht noch an Walter Scheels "hoch auf dem gelben Wagen", an Karl Carstens Wanderung durch Deutschland und vieles mehr. Eine Republik ohne BP ist wie eine Waage ohne Ausgleichsgewicht.
Gratuliere!
Dieser Absatz ist durchaus kabarettreif.
Oder sind Sie tatsächlich der Meinung, ein Mann wie Wulff könne seinem Volk moralische Unterstützung geben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
auweia 06.01.2012, 12:35
17. Warum...

Zitat von sysop
Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.
... gehen wir nicht lieber einen Schritt "zurück" und legen eine konstitutionelle Monarchie auf?
Mehr Unterhaltungspotential als ein Tattoo an der Präsidentengattin wäre sicher drin. Zudem neue Umsatzperstektiven für Yellow Press, Reise- Souvenir- und Ordensindustrie. Auch der von Hr. Diez gefürchtrete Einfamilienhausterror wäre kein Thema - es gäbe ein Schloß! (Vielleicht ein sinnvoller Zweck für den Berliner Neubau...?)
Beim Personal muß man ja nicht auf die Nachkommen derer von Hohenstaufen zurückgreifen. Als König schlage ich Günter den 1. Jauch vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
msmt 06.01.2012, 12:36
18. Ich stehe zur Verfügung!

Zitat von sysop
Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.
Hiermit würde ich mich für dieses Amt bewerben. Ich gehöre keiner Partei an. Ich habe keinen Kredit laufen, der mir von der Wirtschaft finanziert wurde. Ich schulde niemand etwas. Wenn ich in den Urlaub fahre bezahle ich, obwohl Rentnerin mit geringer Rente, meine Unkosten selber. Ich lasse mir nur zu besonderen Gelegenheiten (z.B. Weihnachten) eine Kleinigkeit schenken. Am liebsten selbst gebastelte Dinge von meinen Enkeln. Ich unterstütze Vereinigungen die sich für Obdachlose, Arme und Kinder einsetzen und helfe bei Kleidersammlungen und Armenspeisungen. Und ich habe ein Haus, das abgezahlt ist mit einem normalen Kredit. Ich reise nie 1. Klasse und habe keine Berührungsängste mit Otto Normalverbraucher. Das Gehalt, dazu würde ich mich schon vorher verpflichten, würde ich zu einem Großteil für gemeinnützige Zwecke spenden, genauso wie die Rente.
Sollte man unbedingt noch weiter an diesem überholten Amt festhalten wollen, dann kann man mit mir etwas Neues wagen. Den Schritt zu mehr Ehrlichkeit und Offenheit, denn dafür kann ich garantieren. Ich habe auch gar nichts zu verstecken. Vor wem auch, meine Nachbarn können täglich direkt in meine Küche sehen und damit habe ich überhaupt kein Problem.
Also Deutschland! Deine Chance! Ich stehe zur Verfügung! Mehr Volksnähe wagen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
endbenutzer 06.01.2012, 12:37
19. Moral in der Politik

Zitat von sysop
Das Drama um Christian Wulff zeigt: Wir brauchen keine moralische Autorität mehr, die ihre Position dem Parteiengeklüngel verdankt. Diese Funktion des Bundespräsidenten passte in die Ära der Einbahnstraßendemokratie - doch die ist vorbei. Zeit, über eine neue Republik nachzudenken.
Auch wenn ich im Großen und Ganzen dem Artikel zustimme: Von Politikern (die ja auch ganz gerne Volksvertreter genannt werden) verlange ich schon ein recht hohes Maß an Moral und Anstand, auch wenn dies in der Realität nicht selten anders aussieht. Aber sollen wir, nur weil es Menschen wie Wulff gibt, unsere Ansprüche an die Politiker Jahr für Jahr immer weiter herunterschrauben, bis wir nicht mehr tiefer sinken können? Ich finde nein, denn umgekehrt wird ein Schuh draus: Wir müssen unseren „Volksvertretern“ so lange auf die Finger hauen bis sie endlich kapieren, dass sie uns nicht betrügen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 22