Forum: Kultur
Bundesrepublik Autoland: Naturfreunde auf Parkplatzsuche
Frank Rumpenhorst/ DPA

Die Liebe zur Natur und zum Auto ist in Deutschland nicht gegensätzlich. Das macht die Debatte über die sozialen und ökologischen Kosten des Automobils so quälend - als müsste man sich zwischen Essen und Trinken entscheiden.

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coprozessor 15.09.2019, 11:20
1. So ist es!

Genau getroffen. Was fehlt ist wenigstens ein Link zu den Alternativen...

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flaffi 15.09.2019, 11:24
2. Wunschdenken

Die meisten Pendler steht doch garkeine Alternative zur Verfügung. Wohnung in Sichtweite des Arbeitsplatzes gibt es nur für Wenige. Wirklich flächendeckender ÖV ein unfinanzierbarer Wunschtraum.
Ich selbst habe schon seit Jahren kein Auto mehr, bin Rentner und wohne in einer Großstadt. Somit weiß ich um die Schwierigkeiten die das Leben ohne Auto so mit sich bringt. Machbar nur weil ich Zeit habe und der Enkel ein Auto hat, dass er als Pendler auch braucht.

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carlitom 15.09.2019, 11:25
3.

Ein witziges Bild. Die junge Frau steht demonstrierend auf dem Auto. Keinen interessierts. Niemand regt sich auf. Keiner schaut hin. Nur ein einziger Fotograf sucht das Bild zum "Skandal". Nix los. Sie muss sich schön blöd vorgekommen sein.

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Ehrlicher1 15.09.2019, 11:32
4.

Jetzt kommt wieder das Bashing der Autofahrer. Es bleibt aber, dass das Auto nun einfach mal alternativlos ist. Ist einfach so. Nur ein Beispiel: Ich bin eine zeitlang von Münster ins Ruhrgebiet mit der Deutschen Bahn gependelt. 4 bis 5 mal die Woche. Es war wirklich katastrophal. Schlimme Qualität der Züge. Nur alte ICs, vollkommen überfüllt, defekte Türen, WCs, etc. Dann wurde auch nicht überall gehalten. Die ca. 400.000 Einwohnerstadt Bochum, mitten im Ruhrgebiet, großer Universitätsstandort, wird vom Fernverkehr aus und in Richtung Norddeutschland nicht mehr angefahren. Purer Hass der Leute dort auf die Deutsche Bahn. Was geht schief in diesem Land? Wer möchte so Bahn fahren? Wenige Hochglanzstrecken in Süddeutschland und nach Berlin, auf denen Miliarden verballert werden. Metropolen wie das Ruhrgebiet oder das Münsterland werden hemmungslos ignoriert. Ich werde den Schienenverkehr unter diesen Randbedingungen niemals unterstützen. Muss ich mich da schämen, dass ich überall und immer mit dem Auto fahre? Nein, mach ich nicht. Das Auto ist alternativlos. Morgens zum Brötchenholen kann man das Fahrrad nutzen. Auf längeren Strecken aber bitte nur das Auto. Alles andere ist Augenwischerei.

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Andreas J. 15.09.2019, 11:32
5. Ein interessanter Ansatz

Dieser Artikel verfolgt einen interessanten Weg. Aber er zeigt keinen Ausweg aus dem Dilemma. Auch in Japan existieren sehr viele PKW und es wird viel Geld für Parkplätze ausgegeben, da es notwendig ist in einigen Gemeinden, einen Parkplatz nachzuweisen, wenn man ein Auto zulassen will. Aber das Auto wird seltener genutzt als bei uns.
Wird hier bei uns versucht, eine neue U-Bahn zu bauen oder eine Schnellbahn, dann gibt es regelmäßig Proteste von Umweltschützern, die versuchen, solches zu verhindern. Da ist man in anderen Ländern einsichtiger oder kann besser enteignen.
Wenn die Taxis in Deutschland günstiger wären, würden vielleicht auch weniger Autos zugelassen. Aber auf dem Land muss man sich vorher anmelden, wenn man ein Taxi benötigt.

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flyte 15.09.2019, 11:33
6. Ganz eindeutig

Diesen Artikel hat ein Stadtmensch geschrieben. Auf dem Land gibt es keine "absurd knappen Parkplätze". Die Mehreheit der Deutschen lebt übrigens auf dem Land.

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hansfitter 15.09.2019, 11:34
8.

Im Moment ist es leider noch so, dass es ohne Auto nicht geht. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert nur in den großen Städten einigermaßen und Dienstleistungen rund um die Autolose Stadt fehlen komplett. Wenn man vom Dorf in die Stadt will ist der öffentliche Nahverkehr katastrophal schlecht. Geht man dann auf einen Park&Ride bleibt man sich selbst überlassen und darf, wenn man Pech hat, auch noch Parkgebühr bezahlen. Dann nimmt man einen Bus in die Stadt, mit fünf Personen 15 ?, schon wieder verloren, man muß ja auch noch zurück. Hat man dann Einkäufe gemacht steht man mit langen Armen in der Fußgängerzone. Gerne würde man ja was essen oder trinken, aber wohin mit all den Dingen. Da helfen auch keine Strafsteuern oder Ähnliches. In der Adventszeit gab es einst, in meiner Heimatstadt, einen kostenlosen Service : nutze Park&Ride, gratis, fahre mit dem Bus, gratis, wir bringen Ihre Einkäufe zum P&R, gratis. So könnte es funktionieren, ganzjährig. Leider gibt es diesen Service nicht mehr. Nicht einmal in der Adventszeit. Also, nur zu! Macht die Städte ruhig Autofrei. Dann werden noch mehr Geschäfte auf die grüne Wiese gehen und die Innenstädte werden noch mehr verludern. Die Ökoterroristen haben dann ihren Willen bekommen.

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Humanfaktor 15.09.2019, 11:35
9. Keine Entscheidung zwischen Essen und Trinken...

... sondern eher die des Verhaltens.
Um die Analogie der Einleitung aufzugreifen: Es ist die Wahl zwischen maßvollem Genuss und Konsum von dem, was schmeckt, verträglich und womöglich sogar gesund ist auf der einen Seite, und wahllosem, unmäßigem Überfressen und zügellosem Saufen von allem, was satt, dick und besoffen macht, auf der andere Seit.
Wäre diese der in Rede stehende Vergleich, würde doch keine Glaubensfrage aus dem zugrunde liegenden Kontext gemacht, oder?

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