Forum: Kultur
Bundestagswahl: Ich verweigere mein Kreuz

Am 22. September ist Bundestagswahl - doch SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist Georg Diez hat entschieden, nicht wählen zu gehen. Denn man sollte sein Kreuz nicht widerwillig machen. Und außerdem gehören zu einer sinnvollen Wahl echte Alternativen und glaubwürdige Politiker.

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cbd 19.07.2013, 20:50
230.

Wahlen haben nichts mit Stolz zu tun sie sind auch nicht schön oder erheben. Sie sind nicht anderes als die bisher geschichtlich erwiesene beste Möglichkeit mitzubestimmen. Diese Errungenschaft verfallen zu lassen ist in meinen Augen kein Protest sondern reine Feigheit und Faulheit.

Weniger Jammern und Heulen. Wenn ihnen unser System nicht passt, können sie entweder auswandern oder selbst etwas daran ändern...

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kannmanauchsosehen 19.07.2013, 20:50
231. Politik, die funktioniert, steht nicht in der Zeitung.

Zitat von patrick6
...ist schlichtweg dumm. Eine Demokratie braucht Wähler, je mehr, desto besser. ....
Richtig, zudem ist Politik ein Knochenjob. Es ist ja NICHT so, dass sich die Politiker keine Mühe geben, nur weil wir manchmal mit der Politik unzufrieden sind.

Viele Beschlüsse müssen in wochenlangen, teilweise jahrelangen Kleinkämpfen mühsam erarbeitet werden, und oft ist es so, dass sich die Sachlage bei näherem Hinschauen von einfachen Schwarz-Weiß Gebilden in viele Grautöne auflöst, d.h. gerade durch Demokratie wird Politik schwierig und kompliziert.

Zudem, es findet auch sehr viel Politik statt, die funktioniert, nur lesen wir darüber nichts in der Zeitung. Auf diesen Punkt darf auch einmal hingewiesen werden.

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StefanCH 19.07.2013, 20:50
232. Endlich spricht es mal jemand aus...

Was nützt es denn und welchen Sinn bringt es zu wählen, wenn die Essenz der Wahlmöglichkeit nur zwischen der Mölglichkeit A (Sodom) und der Möglichkeit B (Gomorrha) zu finden ist? Und @ewspapst, Richter Schill war schrill, aber mit den Privatisierungen des Gesundheitssystems Hamburgs war er nurmehr billiger Vorreiter aller privatisierungswütigen Freie-Markt-Schreier der FDP/ CDU/ SPD/ Grünen und allen anderen geldgeilen und unverdient pensionssichernden Bonusjägern dieser Zeit. Ich empfehle Noam Chomsky zu lesen. Gott sei Dank hat mich mein Berufsleben in ein demokratischeres und ehrlicheres, wenn auch nicht immer nur höfliches Land in Europa geführt. Beste Grüsse in die EU, ich hoffe ich bleibe noch eine Weile verschont von dieser hässlichen (Schein)Demokratie.

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spon-4bq-bici 19.07.2013, 20:53
233. Grundlegendes Problem von Mainstream-Journalisten

Da regt sich einer über Prism und die Opposition auf, die Hartz IV eingeführt hat.
Dass die amtierende Frau Merkel und ihr Politbüro in über 20 Rettungsschirmsitzungen die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands verspielt hat, weiß er entweder nicht oder hält es nicht für nötig, seine Nicht-Wahl-Entscheidung damit zu begründen.
Deutschland bürgt jetzt schon für eine Dreiviertel-Billion € für die Kreditbetrüger und Parasiten der EU.
Jeder mit wirtschaftlichem Sachverstand weiß, dass wir einen Großteil der ausgereichten Kredite niemals zurückerhalten werden.
Der Steuerzahler wird sehr bald eine Billionen-Summe abschreiben müssen.
Auch deswegen wird der Brot- und Spiele-Deutsche nach 45 Jahren Beitragszahlung eine Rente erhalten, die noch nicht einmal für die Kaltmiete einer "1 Raum-Wohnung" ausreicht.
Schon diese Tatsache wäre ausreichend, zur Wahl zu gehen, und eine alternative Partei zu wählen, um nicht dem Enteignungsblock CDUCSUROTGRÜNGELB die Möglichkeit zu geben, weiterhin das Geld der Steuerzahler zu Gunsten des Club Med zu veruntreuen.

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THINK 19.07.2013, 20:54
234.

Zitat von sysop
Am 22. September ist Bundestagswahl - doch SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist Georg Diez hat entschieden, nicht wählen zu gehen. Denn man sollte sein Kreuz nicht widerwillig machen. Und außerdem gehören zu einer sinnvollen Wahl echte Alternativen und glaubwürdige Politiker.
Ich schliesse mich der klugen Entscheidung des Herrn Diez an.
Schön wäre, wenn wir Nichtwähler durch Parteien und deren Politiker nicht mehr belästigt werden. Meiner Gesundheit insbes. meinem Blutdruck wäre es sehr zuträglich, keine Politiker mehr wahrnehmen zu müssen.

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Toysoldier 19.07.2013, 21:10
235. Ein fatales Zeichen...

...an jedermann und der falsche Schluss dazu:
Wer die Wahl zwischen Sodom und Gomorrha nicht will, der soll seinen Wahlzettel gefälligst ungültig machen. Etwa so: Nein, so will ich nicht.
Selbst ein gepflegtes "f**** euch alle" wäre besser als das verheerende Zeichen der Nichtwahl. 33% ungültige Stimmen ist eine Aussage, 50% Nichtwähler ist keine. Schweigen ist die schwächste Form der Zustimmung, Herr Diez. Schade, dass sie so eine schwächliche und der Demokratie unwürdige Option propagieren.

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nichzufassen 19.07.2013, 21:15
236. Nein!

Alle sollten wissen, dass das Fernbleiben von der Wahl ausschliesslich dem Stärken des Status Quo dient, da die Nichtwähler-Stimmen im Verhältnis auf die Wahlstimmen umgelegt wird. Deshalb sollte man unbedingt wählen gehen und einen ungültigen Stimmzettel abgeben, da der als ungültig erkannt und ausgewiesen wird. Es interessiert keinen einzigen Politiker, wie hoch die Wahlbeteiligung war. Auch wenn nur 30 % der Leute wählen, der Rest nicht, dann gewinnt halt schon jemand, der ab 12 % der gesamten Wählerstimmen abgreift. Die Wahlbeteiligung ist der Politik egal, dazu gibt s am Ende bestenfalls besorgte Krokodilstränen. Wer will schon den Status Quo erhalten - zumal nach dem nahezu absurden Verhalten der Koaltition spätestens nach diesem Skandal. Nicht-Wählen ist falsch

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alfred-wilhelm 19.07.2013, 21:17
237. Kein Titel

Zitat von andreasoberholz
Es geht einfach darum das ich mich selbst wieder gut fühlen möchte. Es geht auch darum das ich eben nicht mein Einverständnis gebe. Es geht darum das mein Stimme nicht abermals missbraucht wird für Entscheidungen die ich nicht wollte. Was ist daran so schwer zu verstehen wenn einer Bürger sagt: "Du ich bin mit keiner Partei einverstanden. Die Partei die ich wählen würde gibt es nicht" Gar nichts. Es sit genau so gut mein Recht, in der BRD, nicht wählen zu gehen. In anderen Ländern klopfte da einer an die Tür und fragte- ob man nicht was vergessen hätte. So viel Toleranz muss sein das man auch den Nichtwähler toleriert.
Da Nichtwähler bereits seit langem Bestandteil unseres politischen Systems sind, haben wir diesen Punkt schon längst hinter uns gelassen. - Es geht also nicht mehr um „Toleranz“ sondern bereits um
„Verteidigung unseres demokratischen Rechtsstaates.“

Daher bezweifele ich, dass Sie nach der Wahlverweigerung langfristig Muse und Zeit haben werden, sich Gut zu fühlen.

Ich denke, dass wir nicht etwas Abstraktes, wie z. B. ein Parteiprogramm. wählen, sondern, dass wir Menschen, - also Abgeordnete - ins Parlament wählen.
Daher finde ich die Idee eines Foristen, etwas Lobbyarbeit in eigener Sache zu tun und die Wahlkandidaten des Wahlkreises zu besuchen, eine gute Idee.

MfG

Alfred

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sophisticate 19.07.2013, 21:23
238. So einfach...

..ist die Chose nicht! Nicht wählen bedeutet auch, keine Verantwortung zu übernehmen. Diez und andere politisch motivierte Nichtwähler drücken sich vor einer Entscheidung. Und die kann man unter den im Bundestag vertretenen Parteien durchaus treffen, auch wenn keine Partei immer alle politischen Wunschvorstellungen abdeckt.

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CarlKnutsen 19.07.2013, 21:26
239. Nicht wählen geht gar nicht!

Nicht wählen ist Selbstaufgabe, Bankrotterklärung am System und eine Ablehnung an die Demokratie in allem. Wer mit allen etablierten Parteien nicht zufrieden ist, sucht sich entweder eine kleine Partei, die keine Chance hat, damit eben genau die etablierten Parteien "mal aufwachen" oder wählt aus Protest ungültig und setzt mit diesem Ausdruck seiner Unzufriedenheit wenigstens ein Zeichen. Ich würde aber immer die erste Variante wählen.

--> Eine kleine Partei, die wenigstens engagiert ein Randthema vertritt, mit dem man selbst was anfangen kann, ist besser als die Promille an Stimmenzuwachs, die Extremisten bekommen würden, würde man nicht wählen

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