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Cannes-Pleite für "Toni Erdmann": Das deutsche Kino hat trotzdem gewonnen
DPA

Maren Ades herausragende Tragikomödie "Toni Erdmann" ist bei den Filmfestspielen von Cannes leer ausgegangen. Macht aber nichts - mit dem Film beginnt so oder so eine neue Ära für das deutsche Kino.

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er_be 22.05.2016, 23:01
1. Könnte es sein,

dass der Film den Fipresci-Preis der Internationalen Kritikervereinigung als bester Film im Wettbewerb erhielt?

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heidi.m 22.05.2016, 23:17
2. Cannerallala

Danke für den Artikel! Ich freue mich auf "Toni Erdmann" und hoffe, dass er Erfolg hat.

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hwdtrier 22.05.2016, 23:27
3. Jetzt mal im

Ernst. Wer schaut noch deutsche Filme außer den Kritikern?

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geando 22.05.2016, 23:42
4. Hmm

"Toni Erdmann" mag ja ein filmisches Meisterwerk sein (habe den Streifen noch nicht gesehen)- aber kann man von einem breiten Publikum (oder eben der Jury in Cannes) erwarten, das sie sich ernsthaft für die "besonderen Herausforderungen für Frauen in der Beraterbranche" interessieren? Das klingt zunächst mal so spannend, wie eine Geschichte über den Generalstreik der Fliesentischbesitzer. Möglicherweise steckt mehr hinter dieser Story- Allerdings kann dann der Artikel dieses weder erfassen noch widergeben. Das alles klingt unterm Strich eher ein wenig Beleidigt.

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Newspeak 23.05.2016, 00:13
5. ....

[i] "Toni Erdmann" wird seinen Weg jedoch unbeschadet der Fehlentscheidungen der Cannes-Jury gehen, er wird die Menschen in Deutschland, wo er am 14. Juli startet, und weit darüber hinaus begeistern. [...] "Toni Erdmann" ist der Film, der das deutsche Publikum wieder daran gewöhnen sollte, vom Kino bewegt und gefordert zu werden. [...] Nach den 162 Minuten Laufzeit von "Toni Erdmann" werden sie sich fragen, warum sie sich so lange mit so wenig zufrieden gegeben haben.

Abwarten. Ich halte das, Entschuldigung, für reines Wunschdenken. Der Film ist Arthouse Kino und diese Menschen wird er vielleicht auch begeistern, mehr nicht. Der durchschnittliche Kinogänger wird bei 162 Minuten Laufzeit allein schon einen anderen Film wählen. Ich verstehe auch nicht, was sich Regisseure dabei denken. Fast kein Film verdient die Überlänge. Fast alle Filme, die so lang sind, haben eben auch Längen und andere Defekte in der Handlung oder ihrer Entwicklung. Die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen reicht erst mal 45 Minuten, nach 90 Minuten kann man noch halbwegs einen guten Schluß finden, 2 h sind zwar mittlerweile Konsens in der Filmindustrie, aber eigentlich schon zu lang, noch mehr braucht kein Mensch.

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axelkli 23.05.2016, 00:48
6.

Hört sich ja alles toll an. Ich befürchte, dass Toni Erdmann an den Kassen jedoch leider Gottes ebenso baden gehen wird, wie die allermeisten anderen guten deutschen Filme. Der deutsche Kinogänger ist leider hoffnungslos verdorben und anspruchslos.

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mulli3105 23.05.2016, 00:54
7. Wenn Picasso

Deutscher gewesen wäre: kein Bild fände wahrscheinlich Eingang in ein Museum. Die Welt will nicht mehr am deutschen Wesen genesen und man zeigt uns das auch recht deutlich. Und damit meine ich nicht die Blamage bei diesem ESC...
Aber solange wie den Weltzahlmeister spielen, erträgt man uns zumindest zähneknirschend

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MerlinXX 23.05.2016, 02:53
8. Ich bin gespannt...

...ob der Film diese Erwartungen erfüllen kann. Bei mir ist es mehr als 10 Jahre her, dass mich ein deutscher Film begeistern konnte. Die meisten deutschen Schauspieler können mich nicht nur nicht von ihrer Rolle überzeugen, ich nehme ihnen nicht einmal ab, dass sie Schauspieler sind.

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jau! 23.05.2016, 04:45
9. Wetten nicht?

„…er wird die Menschen in Deutschland, wo er am 14. Juli startet, und weit darüber hinaus begeistern.“
Wetten nicht, außer dem geneigten Feuilleton-Leser?
„Für das deutsche Kino bedeutet "Toni Erdmann" in jedem Fall eine Zäsur, und dass nicht nur, weil es der Film als erster deutscher nach sieben Jahren Abwesenheit wieder in den Wettbewerb in Cannes geschafft hat.“

Wow, endlich hat der deutsche Film es mal wieder geschafft, dann kann es ja nur ein globales Meisterwerk sein, und wer etwas anderes sagt…

Insbesondere, weil Maren Ade bisher zwar eine Reihe prämierter Filme schuf, die aber (außer vom Feuilleton-Publikum) nicht wahrgenommen wurde.

Ob George Miller, als „Schöpfer“ der „Mad Max“ Filme und „Ein Schweinchen Namens Babe“ oder „Happy Feet“ jetzt der prädestinierteste Präsident der Jury ist, ist eine andere Frage aber dann sollte man das auch so dokumentieren.

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