Forum: Kultur
Cardinals-Gitarrist: Neal Casal ist tot
Bob Minkin/ AP

Er spielte mit Ryan Adams und Phil Lesh, Chris Robinson und Willie Nelson, war Mitglied bei den Cardinals und Hard Working Americans. Nun ist der Gitarrist und Songwriter Neal Casal gestorben. Er wurde 50 Jahre alt.

affendaddy 28.08.2019, 13:25
1. Bin verwundert,

dass der Spiegel Online den Tod von Neal Casal verkündet. Neal ist in Deutschland nur Fans bekannt die sich mit Labels wie BLUE ROSE oder GLITTERHOUSE auseinander setzen. In den späten 90ern und frühen 2000ern war Neal öfter in Deutschland. In unserer Gegend war er 2001 in Worms im Café Schmitz (schon lange geschlossen) zu sehen. Ich meine er hätte als Backing Band ne andere Glitterhouse Gruppe, nämlich Nadine (male folk indie) , gehabt. Es war ein großartiger Abend. Seine Musik lag irgendwo zwischen REM, Tom Petty oder Gene Clark, manchmal gemischt mit Schrumm-Gitarre a la Neil Young. Seine Glitterhouse CDs kann man nur empfehlen. Für Leute die Indie Folk, auch hin und wieder Americana genannt, gerne hören. Also Musik die im Radio nicht vorkommt. R.I.P. Neal, heute läuft deine Musik bei mir.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
decathlone 28.08.2019, 14:43
2. Seine Platte 'The Sun Rises Here' gehört immer noch...

... zu meinen Lieblingsplatten und ich habe ihn auch mal auf einer winzigen Bühne in der Pfalz live erleben dürfen. Es ist traurig, dass er so jung gestorben ist. Seine Musik bleibt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
affendaddy 28.08.2019, 21:50
3.

Zitat von decathlone
... zu meinen Lieblingsplatten und ich habe ihn auch mal auf einer winzigen Bühne in der Pfalz live erleben dürfen. Es ist traurig, dass er so jung gestorben ist. Seine Musik bleibt!
Das kann nur in Worms oder Neustadt/Weinstrasse gewesen sein.
Beide Konzerte waren einmalig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
VadidWyle 28.08.2019, 23:31
4. Well...

Ich kannte den Mann nicht. Habe mir jetzt aufgrund der Lobhudeleien mal diverse Songs angehört. Vergleiche mit R.E.M. kann ich bisher gar nicht nachvollziehen - wo ist denn da die glitzernde Byrds-Gitarre? Für mich war das alles eher eine Kopie von Tom Petty. Natürlich habe ich nicht alle Songs hören können, aber ich wage zu sagen, auch wenn es böse erscheinen mag, dass der gute Mann nicht unbeding ein besonders innovatives Element der Musikszene war. Somit verabschiede ich hier einen soliden Handwerker, der einen guten Job gemacht hat. Go on playin'.......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toninotorino 29.08.2019, 02:58
5. Neal Casal

Diese Nachricht haut mich um. Ich hab Neal Casal zweimal gesehen. Klasse Musiker. Tolle Platten. "Rain Wind & Speed", "The Sun Rises Here," "Field Recordings", "Basement Dreams", "Fade Away Diamont Time", um nur ein paar zu nennen. Seine Zusammenarbeit mit John Ginty. Zuletzt mit Chris Robinson. Der hatte eine unglaubliche Spannbreite. Ich kenne kaum einen fleißigeren Musiker. Herber Verlust für die Rockmusik. Mannomann. Bin traurig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toninotorino 29.08.2019, 08:37
6.

Zitat von VadidWyle
Ich kannte den Mann nicht. Habe mir jetzt aufgrund der Lobhudeleien mal diverse Songs angehört. Vergleiche mit R.E.M. kann ich bisher gar nicht nachvollziehen - wo ist denn da die glitzernde Byrds-Gitarre? Für mich war das alles eher eine Kopie von Tom Petty. Natürlich habe ich nicht alle Songs hören können, aber ich wage zu sagen, auch wenn es böse erscheinen mag, dass der gute Mann nicht unbeding ein besonders innovatives Element der Musikszene war. Somit verabschiede ich hier einen soliden Handwerker, der einen guten Job gemacht hat. Go on playin'.......
Moment! Hören Sie sich seine Platten mal an! Ich habe Casal erstmals in einem kleinen Club vor ein paar Zuschauern gesehen, bin da wegen Chris Burroughs hin. Und dann erlebe ich da einen Musiker namens Neal Casal, der da einen Auftritt abliefert, wie ich ihn seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Alleine das Zusammenspiel mit John Ginty an der Hammond - Ein Genuss! Ich würde mal sagen, er hat dem Rock ´n Roll ein paar Meisterwerke an Platten geschenkt. Was ich an Neal Casal schätzte, war seine Fähigkeit mit einer großen Zahl von Musikern zusammenzuarbeiten. Ich erwähne seine Aufnahmen mit Kenny Roby, als Beispiel, längst vergriffen. In Beverungen, beim Glitterhouse-Festival habe ich ihn ein zweites Mal erlebt. Wieder klasse. Er schreibt erstklassige Songs, spielt einer klasse Gitarre. Arbeitet unglaublich hart. Ich habe mich oft gefragt, wie bekomt er das alles unter einen Hut? Und dann plötzlich beginnt er Anerkennung zu bekommen, Ryan Adams, Chris Robinson. Hat mich gefreut. Weil er zuvor in einer Art Schatten gewirkt hat. Zuletzt widmete er sich auch der Fotografie. Ein vielseitiger Künstler. Habe ganz großen Respekt für ihn. He was one of a few.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
VadidWyle 29.08.2019, 17:42
7. Das mag ja sein...

aber ich selbst habe ihn nie live erlebt - kann also nicht mitreden.
Die Sachen im Netz fand ich halt nicht sooo großartig. Auch egal; ich ziehe grundsätzlich meinen imaginären Hut vor jedem anständigen Musiker. So auch hier!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
toninotorino 29.08.2019, 22:31
8.

Sie müssen Casal auch nicht kennen. Wer kennt ihn schon? Mich hat n büschen Ihre Bemerkung der "Lobhudelei" gestört. Ich fand es unangebracht, weil Sie ihn nicht kennen. Sie wissen nicht, wie hart Neal Casal gearbeitet hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren