Forum: Kultur
Cellist Johannes Moser: "Vor Inhaftierten habe ich Sachen erlebt, die in Konzerthalle
Lawrence K. Ho/ Los Angeles Times/ Getty Images

Johannes Moser spielt mit Spitzenorchestern, aber auch an Orten, wo klassische Musik eher selten stattfindet - warum Hauptschüler ein gnadenloses Publikum sind und Brahms im Gefängnis besonders berührt, erzählt er hier.

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az150 25.05.2019, 20:38
1. Soziale Qualität

Das Engagement Mosers ist lobenswert. Und es wird deutlich, welchen unschätzbaren Wert Musik, wenn sie in ihrer Vielfalt akzeptiert und verbreitet wird für jeden einzelnen und für das soziale Miteinander haben kann. Gerade die ausgeprägte soziale Komponente ist eine Eigenschaft, die sie unter den anderen Künsten heraushebt. Mosers Engagement macht sich genau diese Qualität zunutze.

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Vanagas 25.05.2019, 21:04
2. Mein Gott, wie banal

Würde der Mann jeden Tag im Knast Konzerte spielen wäre die „Magie“ auch dahin. Banale Binsenweisheit! So bleibt es ein erquickendes Unikum eines verquasteten Künstler erzählbar bei Canapés in der Mantinee um anzugeben!

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torpedofrog 25.05.2019, 21:05
3. Danke, Johannes Moser !!!

... und das von ganzem Herzen.
Da hat einer doch tatsächlich verstanden, worum es bei Musik geht...
Als Bach seine Stücke geschaffen hat, gab es Begriffe wie "Klassik" oder "ernste Musik" nämlich nicht... Mozart würde wohl protestieren, wenn da einer seine Zauberflöte der "ernsten" Musik zugeordnet hätte...
Solcherlei Begriffe wurden von Leuten kreiert, die selbst gern "ernst" genommen werden wollen...
Musik - das war und ist immer ein Weg zur Erbauung der Menschen und eine Verbeugung vor der Schöpfung.
Und da ist Johann Sebastian näher bei Rammstein, als irgend ein Kritiker...
Und wer die Gabe und Großherzigkeit besitzt, tatsächlich für die Ohren seiner Zuhörer zu spielen, erlebt dann solch wundervolle Reaktionen...

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HC Ahlmann 25.05.2019, 22:17
4. Absolute Stille

Selbst wenn es keine absolute Stille gibt, wie John Cage sagt, so selten sind die Momente nahezu absoluter Stille. Ich habe es nur einmal im Harz nach einer Nacht mit Schneefall erlebt. Wir waren zu zweit in der Loipe am Rehberg, nachdem wir nicht mehr schauften und der Puls wieder normal war, hörten wir nichts, kein Tier, kein Wind, kein abrutschender oder knirschender Schnee, kein Verkehr, kein plätscherndes Wasser – wirklich nichts.

EIn stiller Konzertsaal tost vor raschelnder Kleidung, scharrenden Füße, explodierendem Husten oder Niesen oder flüsterndem Publikum.

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rechercher 25.05.2019, 22:46
5. Hmmm

Zitat von Vanagas
Würde der Mann jeden Tag im Knast Konzerte spielen wäre die „Magie“ auch dahin. Banale Binsenweisheit! So bleibt es ein erquickendes Unikum eines verquasteten Künstler erzählbar bei Canapés in der Mantinee um anzugeben!
Ihnen ist aber der etwas schräge Miesmachercharakter Ihres Beitrages schon bewußt? Und wozu der überhaupt dienen soll, wissen vermutlich nur Sie allein. Weshalb Johannes Moser verquast sein sollte, ist wohl auch nur Ihnen allein klar. Um es klarzustellen: ich bezeichne mich aufgrund verschiedener historischen Ereignisse und politischer (Rück)Entwicklung vieler, leider sehr vielen Menschen keineswegs als bedingungsloser Menschenfreund. Aber etwas, was zugunsten und zum Wohle von Jugendlichen, von Benachteiligten, von Gescheiterten, von teils hoffnungslos Verlorenen unternommen wird zu verunglimpfen und mit Hohn zu kommentieren, halte ich für unfassbar primitiv.

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Sensør 25.05.2019, 22:47
6. phantastisches Interview

Als Kind habe ich klassische Musik gern gehört, später nicht mehr. Zitat: "Elitär ist das Konzert, weil es sich nicht jeder leisten kann" - das bringt meine Abneigung gegen die klassische Szene auf den Punkt.
In den letzten Wochen dudelt bei mir öfter eine CD von Exeption, die ich auf der Straße gefunden habe, eine wunderschöne Klassik-Zusammenstellung.

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hoertmehrbeethoven 25.05.2019, 23:03
7.

Zitat von Vanagas
Würde der Mann jeden Tag im Knast Konzerte spielen wäre die „Magie“ auch dahin. Banale Binsenweisheit! So bleibt es ein erquickendes Unikum eines verquasteten Künstler erzählbar bei Canapés in der Mantinee um anzugeben!
Schade, dass Sie so denken. Es stimmte vielleicht, wenn er jeden Tag im gleichen Knast das Gleiche spielen würde...
Dass Musik, gute Musik, etwas im Menschen bewegt, ist tatsächlich eine Binsenweisheit. Banal is nur Ihr Zynismus.
Schrieben Sie jeden Tag solche Kommentare, würden Sie sich vermutlich irgendwann selbst nicht mehr lesen können
Übrigens habe ich auch schon im Knast Bach auf dem Cello gespielt.
Die Leute haben aufmerksamer zugehört als so manches Konzertpublikum

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jaegerepiceriefine 25.05.2019, 23:05
8. @vanagas

Der "verquastete" Künstler ist einer der besten seines Fachs. Auch wenn Sie diese Art von Engagements banal finden, gibt es immer wieder Menschen, denen solche Auftritte etwas geben, egal an welchen Orten.
Weshalb giften Sie denn in Ihrem Kommentar so? Lassen Sie es doch einfach bleiben, wenn Sie nichts mit dem Cello und noch weniger mit dem Cellisten anfangen können, brauchen Sie eigentlich auch nichts dazu zu schreiben.
Denn solche Kommentare sind nun wirklich ausgesprochen ... banal.

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herjemine 26.05.2019, 00:35
9. Doch doch

Zitat von HC Ahlmann
(...) Wir waren zu zweit in der Loipe am Rehberg, nachdem wir nicht mehr schauften und der Puls wieder normal war, hörten wir nichts, kein Tier, kein Wind, kein abrutschender oder knirschender Schnee, kein Verkehr, kein plätscherndes Wasser – wirklich nichts. EIn stiller Konzertsaal tost vor (...)
Cage bezog sich wirklich auf die absolute Stille jenseits de Konzertsaales. In der sehr schönen von Ihnen beschriebenen Situation hört man dann eigentlich nach einiger Zeit den eigenen Atem sowie den eigenen Herzschlag.
Womit eben die absolute Stille nicht erreichbar ist.

Ach und der Komenta Nummer zwei: hauptsache wieder irgend was rummäkeln. So wie es zu wenig Johannes Moser gibt, so gibt es leider viel zu viel zu viel Personen wie Sie Vanagas. Es ist mir immer wieder eine Freude und ausserordentliche Bereicherung Menschen wie Ihnen zu begegnen (Vorsicht Vanagas: der letzte Satz war Ironie).

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