Forum: Kultur
Chancen-Gerechtigkeit: Hat uns irgendjemand das Paradies auf Erden versprochen?

Warum jammern? Die bloße Existenz gibt einem noch lange nicht das Recht auf eine Mietwohnung, Menschenrechte oder seine Ruhe. Wer das versteht, erträgt das Leben ein wenig leichter.

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mcvitus 19.04.2014, 18:19
30. Grundsätzlich stimme ich Frau Berg zu,

aber bei etwas differenzierter Betrachtungsweise kann man das Recht auf was auch immer auch anders sehen. Innerhalb einer Gesellschaft sind nämlich bestimmte Rechte definiert und per allgemeinem Konsens somit verbindlich anerkannt. Das selbe gilt natürlich auch für Pflichten. So betrachtet leben wir eben doch nicht in einem rechts(anspruchs-)freien Raum.

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jagehtsnoch 19.04.2014, 18:26
31. Rechte haben und sie bekommen..

Recht haben und Recht bekommen waren schon immer zwei paar Schuhe. Aber egal...klasse Beitrag. Allen Lesern schöne Ostern

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r-flection 19.04.2014, 18:30
32. Nachtrag

Genau, wozu sich aufregen, einfach alles so hinnehmen wie es ist, da es ja keine Selbnstverständlichkeiten und eigentlich auch keine Mindestforderungen gibt, auf die ich mich berufen könnte. Was für ein Idealbild eines Bürgers für die herrschende Elite, gut gemacht Fr. Sibylle

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regenerativenergie 19.04.2014, 18:31
33. es heist natürlich....

Gerade meine Unscheinbarkeit gibt mir das Recht, die Zügel in die Hand zu nehmen wenn alle WELT sie schleifen lässt, wenn der menschliche Geist nur noch seine Ohnmacht beklagt und mit Voltaire ausruft: Welch tiefe Nacht umgibt noch die Natur!
Das beinhaltet ja ebenso alle Möglichkeiten!
Warten auf den Punkt des gemeinsamen Bewusstseins, wann auch immer dieser kommen mag bei Allen, oder aber .........

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koroview 19.04.2014, 18:35
34. Frau Berg,

Zitat von sysop
Warum jammern? Die bloße Existenz gibt einem noch lange nicht das Recht auf eine Mietwohnung, Menschenrechte oder seine Ruhe. Wer das versteht, erträgt das Leben ein wenig leichter.
Sie haben gewiss Seneca gelesen. Unsere Frust wächst aufgrund der unauflösbare Diskrepanz zwischen unseren Wünschen und der Realität. Mehr Verzicht auf irgendeine falsch verstandenen Rechte, z.B. auf überlaute Motorrädern fossile Brennstoffe am Wochenende sinnlos vernichten oder für 200 Euro auf einem spanischen Insel Wasser vergeuden - die Liste ist lang - täte gut. Ich danke Ihnen.

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olli_65 19.04.2014, 18:38
35. Toller Artikel

Ist zwar recht drastisch dargestellt, trifft aber "den Nagel auf dem Kopf" Lesen leider viel zu wenig Leute und vor allem vermutlich die Falschen.

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longshanksedward8 19.04.2014, 18:41
36. Frau Berg

kann auch schreiben. Das war echt der beste Beitrag seit langem. Allerdings wage ich zu bemerken, daß alles etwas depressiv klingt. Wenn man kein Recht hat nicht bespuckt und beleidigt zu werden, hat man automatisch das Recht zu spucken und zu beleidigen, wie z.B. vor 30 Jahren war der Spiegel auch besser als heute. Und wenn jeder immer mehr tun muß, um immer weniger zu bekommen, und das ok ist, kann auch jeder immer weniger geben und sich mehr nehmen, z.B. Steuern, öffentliche Mittel, oder? Und wenn sowieso jeder rechtlos ist, kann er auch einem Autoren bespucken, weil der die Wahrheit oder Unwahrheit schreibt. Und wenn die von Frau Berg finanzierte Bustür eh nichts wert ist, kann man sie auch eintreten oder? Träumt die Autorin insgeheim von Anarchie?

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yogibimbi 19.04.2014, 18:50
37. sehr schön

beste Kolumne bislang (und es gab schon ziemlich gute)

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Kaygeebee 19.04.2014, 18:50
38. optional

Recht auf Meinungsfreiheit? Recht auf körperliche Unversehrtheit? Oder habe ich da was falsch verstanden? Oder habe ich mir das Grundgesetz nur eingebildet?
Das Recht auf Pressefreiheit sichert das Grundgesetz auch, was leider oft missbraucht wird um sinnentleerten Müll als "Journalismus" getarnt in die Welt zu posaunen.

So eine Einstellung kann auch nur von einem Menschen kommen, der sich im Leben um wenig sorgen musste: Schöne Wohnung in einer Trendmetropole, sicherer Job, gutes Einkommen, wird für jeden Hirnfurz bezahlt etc.

Den Grundtenor verstehe ich: "Die Welt wurde nicht für mich gemacht, ich bin nicht das Zentrum des Universums und meine Interessen und Wünsche haben nicht immer Vorrang. Man hat keinen Anspruch auf etwas nur weil man es (Wohnung, Geld, Arbeit, Glück usw.) unbedingt haben will." Und schon gar nicht hat man das Recht auf Selbstverwirklichung auf Kosten anderer.

Aber daraus zu schlussfolgern, dass man eigentlich auf nichts wirklich Ansprüche hat geht doch etwas weit. Man hat eben doch Ansprüche auf eine Menschenwürde, keiner körperlichen Gewalt ausgesetzt zu werden und seine Meinung frei äußern zu dürfen. Mit diesen Ansprüchen und Rechten wird man in Deutschland geboren, das Grundgesetz sichert es einem zu.

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DiscoStu 19.04.2014, 18:51
39. Selbstgesetzte Rahmen.

Wir haben uns diese Rechte zugestanden, um ein Leben miteinander zu ermöglichen. Dass es auch anders sein kann, zeigen uns Staaten die auf Menschenrechte pfeiffen. Sie sind kein Universalgesetz, wir haben sie zu jene erst gemacht!

Zitat von tüttel
Es gibt kein Recht auf Menschenrechte? Doch, gibt es, niedergeschrieben in der Verfassung, im Grundgesetz. Die im Grundgesetz verankerten Grundrechte, z.B. auch das Recht auf Ruhe als Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind keine kleinen Pfeiler, sondern Grundpfeiler der Gesellschaft und des zivilisierten persönlichen und öffentlichen Umgangs. Wie bitte? Es gibt kein Recht darauf, nicht verletzt, beleidigt, bespuckt zu werden? Gibt es sehr wohl. Genau diese Grundrechte und Rechte sind auch Rahmen der in der Überschrift offenbar ebenfalls angezweifelten Chancen-Gerechtigkeit. Es hat im Rahmen dieser Grundrechte jeder die gleichen Chancen, sich selbst zu entwickeln und zu verwirklichen.

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