Forum: Kultur
Coverversionen: Pink Floyd als Klagesoul

Nachgespielte Stücke haben einen schlechten Ruf, weil sie als Symbol für Einfallslosigkeit gelten. Das ist ungerecht, denn aus Techno werden Klavierballaden und aus Kate-Bush-Liedern Gruselballaden

lemming51 18.06.2010, 09:12
1. Tja......

Zitat von sysop
Nachgespielte Stücke haben einen schlechten Ruf, weil sie als Symbol für Einfallslosigkeit gelten. Das ist ungerecht, denn aus Techno werden Klavierballaden und aus Kate-Bush-Liedern Gruselballaden
Manchmal funktionierts, meistens landet es aber in der Rubrik "Original und Fälschung".

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yast2000 18.06.2010, 09:49
2. Soll wohl unvermeidlich heißen?

Zitat von sysop
Toll ist auch die Bonus-CD des neuen Divine-Comedy-Albums "Bang Goes the Knighthood" mit neun kuriosen Interpretationen französischer Pop-Klassiker von dem unvermeintlichen Serge Gainsbourg bis zu Vanessa Paradis' "Joe le Taxi".

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CommonPeople 18.06.2010, 10:08
3. Wenn schon, denn schon

Also, wenn hier schon der Name Pink Floyd im Zusammenhang mit Coverversionen nennt, dann muss(!) man das Album der Flaming Lips "Doing The Dark Side Of The Moon" benennen. Einzige Ausrede für Dich, liebe Redaktion: das ist kein Cover, sondern eine Interpretation.
Unbedingt reinhören, Syd Barrett hätte sicher seine wahre Freude dran gehabt.

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William Foster 18.06.2010, 10:35
4. Dub...

"Dub Side of the Moon" von den ...äh... Easy Star Allstars (wenn ich mich recht entsinne) ist auch nicht uninteressant. Überhaupt zeigt sich meiner Meinung nach an der Auswahl der Coverversionen oftmals die Klasse einer Band. Vor allem live.
Gr., Bill

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titeroy 18.06.2010, 12:30
5. Zu Recht

Frueher konnte ich Coverversionen nicht ab. Aber sie haben durchaus eine Daseinsberechtigunf, wenn sie gut interpretiert werden.
Allerdings meine ich damit nicht diejenigen Sachen die die Plattenindustrie aus Einfallslosigkeit neu produzieren laesst und dann via medial gehyptem Pseudostar auf Heavy Rotation setzt, die oftmals grausam sind und mich zum Abschalten des Radios veranlassen.
Gute Beispiele - neben den obengenannten der Vorposter:

"Hush" von Gotthardt
"Hey Joe" von Willy de Ville [RIP]

Grausam degegen ist die Version von "Comfortably Numb", die ich neulich im Radio hoerte, deren Interpret ich aber nicht zu nennen vermag.

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zotenschmied 18.06.2010, 12:47
6. Es gibt viele gute Coverversionen

Vieles ist sicherlich reine Geschmackssache, aber es gibt Coverversionen, die Songs ganz neue Seiten abgewinnen und sie so einem neuen Publikum erschließen. Oftmals gilt an der Stelle: Gegensätze ziehen sich an. Als Beispiel will ich nur Nine Inch Nails' "Hurt" in der Version von Johnny Cash nennen.

Dann fallen mir Tribute-Alben wie "I'm your Man" für Leonard Cohen und "The Bridge" für Neil Young ein. Auch die Musikbranche selbst hat sich gerne mit Coverversionen gefeiert. 1990 war es das Label Elektra mit dem Sampler "Rubáiyát". 1992 feierte die britische Musikzeitung NME ihren 40. Geburtstag mit dem Charity-Sampler "Ruby Trax".

Gerade außerhalb der Charts gibt es mehr als genug Künstler, die sehr behutsam und respektvoll mit den Werken ihrer Kollegen umgegangen sind. Erwähnen möchte ich auch noch das Lied "Both Sides Now". Es wurde 1967 von Joni Mitchell für Judy Collins geschrieben. Erst 1973 veröffentlichte Mitchell es auf ihrem Album "Clouds". Später brachte sie eine orchestrierte Fassung heraus, die auch in dem Film "Tatsächlich Liebe" zu hören ist. Erstmals gehört habe ich es Mitte der Achtziger in der Version von Frank Sinatra. Der interpretierte den Song 1968 auf seinem Album "Cycles".

Ohne Joni Mitchell hätte ich nie Frank Sinatra als Interpreten für mich entdeckt. Ohne Sinatra hätte ich wohl nie eine so große Songschreiberin wie Joni Mitchell kennengelernt. So kann es gehen, wenn man sich dafür interessiert, wer eigentlich ein bestimmtes Lied geschrieben hat.

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DenkenSieSelbst 18.06.2010, 13:03
7. Das wahren wohl...

Zitat von titeroy
[...] Grausam degegen ist die Version von "Comfortably Numb", die ich neulich im Radio hoerte, deren Interpret ich aber nicht zu nennen vermag.

... die Scissors Sisters.
In der Tat bin ich ebenfalls kein Fan dieser Coverversionen. Doch es gibt die für mich jedoch meist auch echte Neuinterpretationen sind. In dieser Runde darf natürlich Joe Cocker mit "With a little help from my friends" nicht fehlen.

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karis 18.06.2010, 13:05
8. Coveritis

Och nee, Cover-Versionen? Es gab Zeiten, da glaubten die Musikproduzenten, dass sich selbst die interessantesten Songs von farbigen Musikern beim weißen Publikum nicht vermarkten ließen & produzierten deshalb die Songs mit weißen Musikern neu, aber möglichst nah am Original. So entstanden unter dem COVER (Deckmäntelchen) eines populären „schwarzen“ Titels neue Aufnahmen auch in der Hoffnung, dass die Käufer so dämlich wären & die Kopie nicht vom Original unterscheiden könnten & somit auch die Kopisten noch ein paar Dollars verdienen könnten.
Zu Beginn der Rock 'n’ Roll-Zeit war das eine besonders gängige Praxis, inzwischen ist die Rassentrennung zumindest in der Musik weitestgehend verschwunden, so dass man solche Täuschungen unterlassen kann.

Allerdings hat wohl mal irgend ein vertrottelter Schreiberling das Wort „Coverversion“ entdeckt & nun verwendet man dieses Wort derart inflationär & sinnentstellt, dass es einem die Fußnägel aufrollt. Reicht VERSION nicht? Wenn Autoren einen guten Song schreiben, dann hoffen sie darauf, dass verschiedene andere Interpreten sich davon begeistern lassen & auch verschiedene VERSIONEN, ihre Interpretationen, auf die Bühne bringen + eben keine Coverversionen, denn wen würde solcher Covermist heute interessieren? Wenn ich Frank Sinatra hören will, dann höre ich ihn & nicht eine Kopie oder Cover oder Sonstwas. Wenn ich einen bestimmten Song hören will, dann kann es durchaus spannend sein, verschiedene Versionen davon zu hören, wobei das Original bei weitem nicht immer das Beste oder Interessanteste sein muss!
Sind alle klassischen Musiker inkompetente, unkreative Volltrottel?
Coverversionen sollte man zusammen mit "Unkosten" "einreduzieren"!

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trailingo 18.06.2010, 21:44
9. Es gibt auch echt gelungene

Spätere Versionen die mehr als höreswert sind,z.B. Nothing compares to you von Prince,hervoragend interpretiert von Shined oConor oder One von Jonny Cash gleich schön wie von U2.Es gibt unzählige Beispiele.ich denke man sollte eher von interpratation sprechen.Manche sind hörenswert,andere ...schweigen wir darüber!

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