Forum: Kultur
Danke, joergimausi: Die Tollen sind selten laut
DPA

Online-Kommentare sind wie eine Sonnenfinsternis - faszinierend, aber man sollte nicht genauer hingucken. Doch mit der hundertsten Kolumne hat sich die Autorin dem Übel gestellt.

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780 23.08.2017, 14:33
130.

Zitat von fördeanwohner
Eigentlich kann er ja nur die Mehrheit der Frauen meinen, da es sonst soetwas wie ein Patriarchat gar nicht hätte geben können. Wenn nämlich die meisten Frauen "echte Frauen" wären, dann hätten die sich kaum Jahrtausende lang von Männern herumkommandieren lassen. Dieses kann man sehr leicht aus dem genannten Zitat herauslesen. Klar gibt es Menschen, die nichts draufhaben ... Aber darum ging es Jörg wohl kaum.
Boh, das ist aber schon heftig.

Dass es in Gesellschaften immer schon darauf ankam, dass der allein körperlich Stärkere das Sagen hat, hat sich bis zu Ihnen wohl noch nicht herum gesprochen.

Und wenn eine Spezies erst einmal das Sagen hat, dann gibt sie es so schnell nicht her, denn die Frauen durften keine Bildung genießen, wie sollten sie sich dann gegenüber den Männern behaupten.

De facto war es aber trotzdem häufig so, dass die Frau z. B. das Geschäft führte, weil sie besser war, und der Mann dafür das Lob der Gesellschaft einheimste.

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petrapanther 23.08.2017, 14:45
131.

Zitat von oschn
Ich erinnere mich da an die Kolumne, in der vorgeschlagen wurde, man möge als Mann des Nachts doch bitte die Straßenseite wechseln, anstatt den gleichen Weg hinter einer Frau herzugehen. Dabei muss ich als "Normalomann" dann die Straßenseite wechseln, damit die Frau keine Angst vor mir hat, ich wechsle die Straßenseite aber auch, damit ich keine Angst vor der angeheiterten Männergruppe haben muss. Und wie hier auf die anderen Kommentare reagiert wird, spiegelt das ja nur Ihre Überheblichkeit wieder. Wie ein anderer Forist erkannt hat, sinngemäß: 'Jaja, schreib du mal, interessiert mich eh nicht.'
"Ich erinnere mich da an die Kolumne, in der vorgeschlagen wurde, man möge als Mann des Nachts doch bitte die Straßenseite wechseln, anstatt den gleichen Weg hinter einer Frau herzugehen."
Haben Sie da einen Link, so dass wir das nochmal im Detail nachlesen können? Mit der Erinnerung ist das ja immer so eine Sache...

"Dabei muss ich als "Normalomann" dann die Straßenseite wechseln, damit die Frau keine Angst vor mir hat"
Nein, Sie müssen gar nichts. Aber so eine Massnahme kann die richtige sein, um Missverständnisse zu vermeiden.
Was ich aber nicht verstehe: Worauf wollen Sie mit dieser Sache nun hinaus? Dass Frau S. Männer hasst?

"Und wie hier auf die anderen Kommentare reagiert wird, spiegelt das ja nur Ihre Überheblichkeit wieder. Wie ein anderer Forist erkannt hat, sinngemäß: 'Jaja, schreib du mal, interessiert mich eh nicht.'"
Kann ich nicht nachvollziehen. Die meisten der hier vorgebrachten Kritikpunkte sind nun einmal etwas schwach auf der Brust, wie immer. Ist es überheblich, einfach die besseren Argumente zu haben?

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keery 23.08.2017, 14:49
132.

Zitat von Kradfahrer
Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kämpfen ist ja ein Grundrecht und Sport eines jeden Deutschen. (Otto von Bismarck)
Wenn in Deutschland eines nicht getan wird, dann ist es MIT ALLEN MITTELN gegen die Regierung zu kämpfen.

Gegen die Regierung labern, tratschen, meckern, pöbeln, spotten, etc. - das ist der Volkssport. Wenns darum geht, wirklich zu kämpfen, anhaltend und ausdauernd, Unannehmlichkeiten und Entbehrungen in Kauf zunehmen, etwas zu opfern (wenn auch nur einen Urlaubstag für eine Demo wochentags um 13 Uhr vor dem Kanzleramt) ist es für die meisten dann doch nicht mehr so schlimm oder wichtig.
Dann ist es eher der Sport, gegen die Demonstranten - Sie ahnen es - zu labern, tratschen, meckern, pöbeln, spotten. *Das* ist der wahre Volkssport, nicht das Bekämpfen der Regierung mit allen Mitteln.

In Frankreich sieht das mitunter schon mal eher nach kämpfen aus. Dort ist die Reizgrenze zum Aufruhr eher erreicht. (Ich weiß gar nicht, ob die in D. überhaupt existiert oder bei hinreichend langer und gleichmäßiger Belastung nicht gegen unendlich konvergiert.)

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steellynx 23.08.2017, 14:57
133. @petrapanther

Sie haben durchaus Recht mit der Erinnerung. Ich helfe mal kurz aus: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gewalt-der-taeter-ist-fast-immer-ein-mann-kolumne-a-1097493.html
Es war dort zum Ende hin davon die Rede, dass man als Mann mithelfen könne. Das kann man in der Tat so sehen, dass man als Mann dadurch kriminalisiert wird, wenn es auch schon ein bisschen kleinlich ist. Ich bin durchaus der Meinung, dass es möglich sein sollte auch nachts hinter einer Frau zu gehen, genauso wie es sehr wünschenswert wäre, wenn jeder ein bisschen auf den anderen achtet. Aber in so einer Welt leben wir bei der Überbevölkerung schon lange nicht mehr.

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780 23.08.2017, 14:59
134.

Zitat von keery
Wenn in Deutschland eines nicht getan wird, dann ist es MIT ALLEN MITTELN gegen die Regierung zu kämpfen. Gegen die Regierung labern, tratschen, meckern, pöbeln, spotten, etc. - das ist der Volkssport. Wenns darum geht, wirklich zu kämpfen, anhaltend und ausdauernd, Unannehmlichkeiten und Entbehrungen in Kauf zunehmen, etwas zu opfern (wenn auch nur einen ......
Demonstrieren ok, aber man kann ja auch noch anders kämpfen.
Ich weiß nicht, ob Sie jemals versucht haben, bei wirklich irrwitzigen Entscheidungen oder in Situationen wo Enscheidungen anstanden, Politikern zu schreiben.

Erst einmal dringen Sie gar nicht durch, solche Dinge werden von den unteren Chargen abgefangen.

Dann bringen die fertig, genau das zu sagen, was auf ihren Seiten steht, was sie in den Zeitungen tönen, was jeder also hinlänglich kennt.
Kein wirkliches Reagieren auf drängende Probleme.
Andererseits ganz selten, dass Politiker auf ernstzunehmende Demonstrationen eingehen.
Dass da viele resignieren, kann ich aber verstehen.

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Lyon 23.08.2017, 14:59
135.

Das Niveau im Kommentarbereich ist einfach unsäglich, darum tummeln sich da auch keine neuen Leute die einen Diskurs auf Augenhöhe ermöglichen würden.
Wer will schon seitenweise meckernde Pöbelkommentare von tendenziell frustgesteuerten SPON-Foristen lesen und wozu?

Liebe Margarete Stockowski, ich wünsche dir mehr Kommentatoren auf Augenhöhe (und für alle Pöbelforisten: das bedeutet nicht: Kommentatoren mit der gleichen Ansicht!) und die Gewissheit, dass VIELE da draussen deine Arbeit schätzen ... und nur keine Lust haben, sich hier anzumelden.

*Habe mich nur für diesen Kommentar abgemeldet.

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emmaz 23.08.2017, 15:07
136.

Zwinkersmiley und thumbs up!

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entropie25 23.08.2017, 15:10
137. Irohnie undso

Echt mutig Kommentare zu lesen, ich verbrenn mir immer nur die Augen, es schmerzt vieeel zu sehr... wenn man sich schon was wünschen darf: bitte mehr Elitärheit, mehr Provokatzion, mehr Ironieh! Ansonsten gehören deine Einlassungen ZUM BESTEN WAS MAN BEI SPON LESEN KANN, liebe PLT, und ich hoffe das war LAUT genug.

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parsimony 23.08.2017, 15:12
138. Mit dieser Kolumne

wird das Dilemma, die Kolumne zu kommentieren, für mich noch verstärkt. Was soll man erwarten? Und was traut man sich noch zu kommentieren? Steht es hier doch schwarz auf weiß, dass die Kolumnistin psychisch erkrankt ist und zu Alkohol- und Drogenkonsum neigt.
Ist dieser Zustand durch die Historie einer Übergriffigkeit durch einen alten weißen Mann mit verursacht, so ist es schnell ein schmaler Grad zwischen Schmähkritik und Mitleid.

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rubberducki 23.08.2017, 15:13
139. @ fördeanwohner + @ 780

Hmmm ... wollten Sie sich hier eine Diskussionengrundlage zur darwinistischen Evolutionstheorie mit der sich daraus ergebenden funktionalen Rollenverteilung zwischen Frau und Mann schaffen ... oder wollten Sie mit der Entfremdung vom Kernthema dieses Kolumnenbeitrages ein lebendiges Beispiel für die Entartung dieser Kommentierungsplattform liefern? Es könnte genau dieses mal besonders nützlich sein, in einer Selbstreflektierung die Aussage der Kolumnen-Autorin mit ihrer eigenen aktuellen Kommentierungspräsenz abzugleichen.

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