Forum: Kultur
Danke, joergimausi: Die Tollen sind selten laut
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Online-Kommentare sind wie eine Sonnenfinsternis - faszinierend, aber man sollte nicht genauer hingucken. Doch mit der hundertsten Kolumne hat sich die Autorin dem Übel gestellt.

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celebraler_kortex 22.08.2017, 18:42
10. @vish Danke für den Kommentar

Wenn es eine Möglichkeit gäbe hier einen Kommentar zu liken, Ihrer wäre jetzt fällig. Die Tunnelblick, die Unfähigkeit oder der Unwillen für ein etwas differenzierte Wahrnehmung bzw. Erörterung in dieser Kolumne, von anderen weiter oben als selbstgerecht wahrgenommen, ist häufig schwer zu ertragen.

Wenn man als Kerl nach dem zweiten Absatz mal wieder das Gefühl vermittelt bekommt "der Feind" zu sein und der einzige Sinn der Kolumne darin zu bestehen scheint den permanenten Opferstatus "der Frau" sowie den Männern pauschal eine genetische Erbschuld zuzuweisen - aka selbst Schuld, hätten ja schließlich als Frau geboren werden können - ist das für die feministische Idee kontraproduktiv. Meine Reaktion ist dann nämlich: Krakeele man weiter, ich höre nicht mehr zu.

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nobody_incognito 22.08.2017, 18:49
11.

Zitat von jobode
... könnte man miteinander auch einmal diskutieren... Das Problem ist doch, das Spiegel Online lediglich eine Kommentar-Funktion bietet. Wäre man an einer Diskussion interessiert müsste man das System überarbeiten. Ich verspüre oft den Drang mit Leuten die hier lediglich Ihre Kommentare abgeben (können) zu diskutieren. Dazu bedarf es aber eines echten Forums. Als Orientierung oder Vorbild sei hier heise.de genannt.
In den Nullerjahren waren Foren eigentlich ganz populär. Hat sich aber auch nichts Großartiges daraus entwickelt. Der Punkt und Schwierigkeit wird sein eine gemeinsame Sache auszumachen. Es läuft immer darauf hinaus anderen das "eigene" Ding aufzuschwatzen. Und für Kakophonie braucht es kein Forum. An sich bleibt dann nur sich mit den unabänderlichen Realitäten abzufinden oder irgendeine Erkenntnis eines unabänderlich determinierten Prozesses, der die Veränderung bringt.

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celebraler_kortex 22.08.2017, 19:00
12. @ vish: Danke für den Kommentar

Leider kann man hier nicht "liken", ihr Kommentar wäre es wert.

Sofern man überhaupt kein Interesse an einer Veränderung der Situation hat, sollte man so argumentieren wie es in dieser Kolumne regelmäßig passiert.
Denn raten Sie mal, Frau Stokowski, was passiert, wenn man mal wieder unter die Nase gerieben bekommt, dass man erbgutbedingt erstens Schuld an allem und zweitens sowieso immet Unrecht hat? Genau. Man hört einfach nicht mehr hin, so wie Sie es vorziehen die Kommentare zu ignorieren.

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Strichnid 22.08.2017, 19:11
13.

Zitat von großwolke
Mal unabhängig vom Inhalt gibt es für stilistisch gute Texte ein paar Regeln, die Ihre Kolumnen des Öfteren verletzen, Frau Stokowski. Martenstein oder Fleischhauer mögen inhaltlich fernab von Ihren Überzeugungen liegen, aber es würde sich trotzdem lohnen, sich von den bösen alten weißen Heteronormalomännern handwerklich was abzuschauen.
Ist das ein Scherz, oder verwechseln Sie guten Stil mit Rabulistik und dem wilden Durcheinanderwerfen verschiedenster Thesen und Begebenheiten? Das ist nämlich das einzige, was Fleischhauer kann.

Dann doch lieber Diskriminierungsthemen von allen Seiten beleuchten. Das ist leider immer noch dringend nötig, wie man auch hier wieder an den Kommentaren sieht.

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ichliebeeuchdochalle 22.08.2017, 19:12
14.

"Ich hab mal vorgeschlagen, dass Leute, bevor sie einen Text kommentieren dürfen, drei Verständnisfragen zum Text beantworten müssen. " Ich unterstütze die grundsätzliche Idee, aber nicht den Vorschlag. Warum wollen Sie 90 % der Foristen ausschließen? Das ist nicht nett. Meine Idee dazu: Ein Hinweis ... eine Art Passwort ... im Text, den man per Copy_Paste für die Entgegennahme eines Foren-Beitrages verwenden muß. Verbunden mit dem Hinweis, daß damit nicht die Veröffentlichung garantiert ist.

Natürlich kann man es auch so machen, wie Sie es vorschlagen. Dann bin ich aber für eine Erweiterung wie folgt an einem konkreten Beispiel:

SpOn: Lieber Forist, Voraussetzung für die Entgegennahme Ihres Beitrages zum Foren-Thema - hier als Beispiel - ist, daß Sie versichern zu wissen,

- wie Interpol funktioniert
- daß es keinen "internationalen Haftbefehl" gegen ... gibt
- daß ... alleiniger deutscher Staatsbürger ist (kein Doppelpaß)

Alle Informationen stehen in diesem Artikel.

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PaulZ 22.08.2017, 19:20
15. Ähm... bitte lesen?

Das mit den drei Verständnisfragen finde ich super. Besonders, um mich selbst zu bremsen. Ich bin auch manchmal zu schnell mit den Fingern an den Tasten.
Naja, die ganze Männer-unterdrücken-Frauen-Chose ist nur eine Variante eines größeren Problems: Die Starken unterdrücken die Schwachen. Wenn wir Geschlechterrollen aufbrechen, wirbelt das ein Bisschen den Staub auf, doch am Ende sehen wir das Problem in neuer Form, nur dass Männer und Frauen andere Männer und Frauen gleichberechtigt unterdrücken. Was macht man da?

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Ignorant00 22.08.2017, 19:35
16. Elitär finde ich...

... eine Idee die nachweislich nicht Ihre ist, als Ihre zu verkaufen. Oder haben Sie Ihren Vorschlag der Multiple Choice Fragen vor der Umsetzung auf anderen Internet Seiten geäußert?
....meistens nicht die Resonanz auf Ihre Artikel zu lesen, aber zu erwarten, das Leute sich mit Ihren Gedanken auseinandersetzen?
....hier ein paar Kommentare willkürlich rauszupicken um damit klarzumachen, das Ihr Umgang mit Kommentaren und sowieso das was und worüber sie schreiben richtig ist.

Eigentlich sehr schade, denn ich glaube durch Diskussion und Diskurs kann man sich weiterentwickeln. Aber wäre ja schön, wenn sich nicht nur der Leser, sondern auch der Schreiber weiterentwickeln würde, ansonsten muss ich dann "hockeyversteher" recht geben: Genau den Eindruck machen sie leider und das ist nicht der beste Aufhänger, das sich auch der Leser auf Ihre Gedanken einläßt: Mist! Die Welt ist einfach furchtbar kompliziert! Wenn mir jemand dann erzählen will, wie einfach alles ist und man Ihn nur machen lassen müsste und alles wird gut, dann werde ich besonders misstrauisch. Will jetzt gar nicht polemisch darauf hinaus, was Menschen ohne Zweifel an Ihren Überzeugungen in der Welt angerichtet haben!

Na, da bin ich mal auf Ihre Antwort gespannt ;-)

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ichliebeeuchdochalle 22.08.2017, 19:56
17.

Autorin: "... die mir jede Woche in mein postmodernes Poesiealbum schreiben, in Form von Onlinekommentaren. Diese Kommentare haben einen schlechten Ruf. Bei mir auch, ehrlich gesagt, deswegen lese ich sie meistens nicht."

Und deshalb verstehen Sie auch nicht, warum die Auflagen und Reichweiten von Medien stark zurückgehen. Und Ihren Arbeitsplatz gefährden. Ich stelle mir gerade vor wie das im Bereich "Schaffung von Gütern und Dienstleistungen" wäre.

- Hey, Leute ich produziere 1 Millionen Gläser Marmelade, ist mir doch egal, wie die Resonanz ist, also ob die einer kauft oder nicht.

- Hey Leute, ich schließe die Hälfte aller Krankenhäuser, ist mir doch egal, ob die Leute krepieren.

Was für eine unglaubliche Arroganz, Frau Stokowski!
Haben Sie überhaupt begriffen, daß Sie nicht "für den Spiegel" sondern für das Publikum, die Leser, schreiben? Haben Sie wirklich begriffen, daß das Publikum Sie bezahlt?

Ich würde Sie jetzt rauswerfen.

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ichliebeeuchdochalle 22.08.2017, 20:05
18.

Autorin: "Das eigentliche Übel sind die Menschen. Es sind immer auch ganz tolle dabei, aber halt auch andere, und die tollen sind selten laut."

Sie will sagen, daß das Übel die Kundschaft ist. Das kenne ich. Das sagen ja gerne die, die vom Geld der Kundschaft leben, aber weil sie das Geld nicht direkt vom Kunden sondern in Form der Überweisung vom Arbeitgeber erhalten, sind sie geistig überfordert zu erkennen, daß die Kundschaft sie bezahlt.

Die ganze Kundschaft? Nein, übel sind die, die nicht applaudieren, die nicht die Stiefel lecken. Das Weltbild einer Achtjährigen gefangen im Körper einer erwachsenen Frau. Darf der Atheist, also ich, jetzt eigentlich den Philosophen aus der Bibel zitieren?
"Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich."

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cave68 22.08.2017, 20:22
19.

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Ich würde Sie jetzt rauswerfen.
und ich würde mich nicht wundern,wenn Frau Stokowski von selbst hinwirft....der verzweifelte Versuch von ihr irgendwelche Themen zusammenzusuchen obwohl es eigentlich gar keine gibt...gepaart damit,dass sie ja schon mit Depressionen schrieb (und nicht nur darüber)...und dazu noch das Ignorieren-Wollen von Kritik.
Sich Schwäche einzugestehen zeugt von Stärke...nur leider versucht uns Frau Stokowski uns in ihrer unsäglichen Feminismus-Debatte ja vom Gegenteil zu überzeugen....

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