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Danke, joergimausi: Die Tollen sind selten laut
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Online-Kommentare sind wie eine Sonnenfinsternis - faszinierend, aber man sollte nicht genauer hingucken. Doch mit der hundertsten Kolumne hat sich die Autorin dem Übel gestellt.

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bauern-muenchen 24.08.2017, 14:16
200.

Zitat von 780
Die Äußerung über Rechtsradikalismus ist zwar etwas aus dem Zusammenhang gerissen, aber wenn es so zu verstehen war, dass der Rechtsradikalismus bei d e n Menschen angekommen ist, die bisher die Mitte bildeten, stimmt es ja leider. Mir ist unklar, was Sie mit dem Komplex Qualität aussagen wollen. Mir als Leser ist völlig wurscht, wie der Verlag auf seine Kosten kommt, ich fordere Qualität, sonst reicht es auch, dass ich ein Reklameheft, noch dazu gratis, zur Hand nehme.
Hallo!
Leider ist die Antwort gestern zensiert worden - genau wie Teil 2 und Teil 3 meines Kommentars.
Ich erwähne die Qualität deswegen, weil sie meiner Meinung nach in den Medien nicht wirklich Bedeutung hat. Es geht darum möglichst hohe Reichweiten zu erzielen. Über die Reichweiten ergeben sich die Preise für die Werbung.
Zum Rechtsextremismus: Extremismus kann per statistischer Definition NIE in der Mitte sein. Wenn man sich bspw. die Körpergröße der Bevölkerung ankuckt und feststellt, dass Menschen jetzt im Schnitt 1,80 sind, dann können nicht die wenigen, die 1,90m sind, plötzlich der Mittelwert sein.
Ich halte solche Aussagen für gefährlich, da bspw. Ausländerfeinde oder Antisemiten sich einbilden können, noch Demokraten zu sein. Die Aussage hätte korrekt lauten müssen: X% der Bevölkerung stimmen rechtsextremistischen Standpunkten zu.
Interessant hierzu übrigens die SINUS-Studie von Anfang der 80er Jahre "Wir sollten wieder einen Führer haben..."

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Mitmensch01 24.08.2017, 15:59
201. Die tollen sind selten laut

Hallo Frau Stokowski, ich finde es einfach genial wie Sie an die Themen in Ihren Kommentaren herangehen. Ich würde mich freuen wenn Sie dies noch lange so weitermachen. Stösschen

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steellynx 24.08.2017, 16:08
202. @petrapanther

Ich kürze das mal ein bisschen ein. "Was meinen Sie damit? Was ist eine Last für Sie? Das Konzept der Gleichberechtigung impliziert nuneinmal, dass die vormals privilegierte Gruppe ihre relative Besserstellung verliert. Das würde ich aber nicht als 'Last' bezeichnen." Das Konzept der Gleichberechtigung impliziert, dass alle die selben Voraussetzungen haben sollten. Nicht, dass das Ergebnis das selbe sein soll. Oder sagen wir, der Wortlaut würde das bedeuten, was draus gemacht wird ist etwas anderes. Was damit durchaus bedeuten kann, dass die vormals privilegierte Gruppe das anschließend immer noch ist, nur nicht mehr ganz so sehr. "Nein. Frauen profitieren zunächst einmal nur von ihrem eigenen Gehalt. Und Frauen haben im Durchschnitt keineswegs mehr Freizeit, da sie etwa 50% mehr Zeit mit (unbezahlter) Kinder- und Altenpflege zubringen." Und warum ist das so? Wenn wir davon ausgehen, dass nach der Schule jeder selbst bestimmen kann, wie das Leben weiter gehen soll, dann kann auch jede Frau sich für einen Karriereweg entscheiden. Sie muss keine Kinder kriegen, auch keine Alten pflegen. Sie kann ein Kind kriegen und anschließend wieder arbeiten. Die Möglichkeiten gibt es durchaus. Und dann wiederum ist es noch eine Frage der Auslegungssache, ob Geld nun wirklich wichtiger ist als Freizeit. Und da Sie nach meiner Ansicht fragen, ich halte es immer noch für am Besten, wenn jeder sich an die eigene Nase fassen würde. Wir Menschen sind ein egoistischer Haufen Neider, mit einem bemerkenswerten Hang zur Selbstzerstörung. Ein bisschen mehr Miteinander anstatt Gegeneinander, und man könnte sich so viele Diskussionen sparen, nicht nur die Gleichstellungsdebatte. - - - Und noch zu den Geschlechtern. Ausnahmen bestätigen die Regel. So abgedroschen nutze ich das nun gern mal. Ja, es gibt so etwas. Aber ich bin mir doch ziemlich sicher, dass diese Menschen nun nicht mit aller Wucht drauf drängen, dafür irgendeinen hippen Namen zu bekommen. Braunbären sind ja nun auch nicht plötzlich keine Braunbären mehr, nur weil es auch Albinos gibt. Warum ist das auch überhaupt so wichtig? Es sollte das Bewusstsein geben, dass es Sonderfälle gibt, und diese sollen unbedingt auch verstanden werden. Denn für die ist es sicher nicht immer einfach. Aber damit sollt es auch gut sein. Oder in Zukunft akzeptieren, wenn ein Mann sich in eine Frauenumkleide stellt und behauptet, er wäre auch eine von ihnen. Komischerweise ist die Toleranz da ganz schnell wieder am Ende.

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