Forum: Kultur
Danke, joergimausi: Die Tollen sind selten laut
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Online-Kommentare sind wie eine Sonnenfinsternis - faszinierend, aber man sollte nicht genauer hingucken. Doch mit der hundertsten Kolumne hat sich die Autorin dem Übel gestellt.

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pizzerino 23.08.2017, 09:30
40.

Grundsätzlich gut, drum lese ich das ja. Manchmal eines Kommentares wert, drum kommentiere ich hin und wieder.
Immerhin kann man hier kommentiern, das ist doch schon was. In der SZ kann man das in dieser Form schon lange nicht mehr. Zu manchen Themen finde ich die Kommentare fast wertvoller als die Artikel selbst, da ich hier durchaus eine größere Meinungsvielfalt bemerke. Trotzdem oder genau deshalb das Qiz bitte unbedingt einführen! Super Idee.
Etikettekontrolle ist selbverständlich, zensur finde ich albern, ich kann selbst entscheiden welche Meinungen für mich interessant sind. Am wertvollsten sind für mich Foren, in denen man direkt im Thread auf Kommentare antworten kann. Dort entstehen oft Diskussionen die ich geradezu bewußtseinserweiternd finde.
Provokation ist ein Stilmittel ohne das man heute wohl nicht mehr auskommt. Ich würde gerne darauf verzichten. Öffentliche Diskussion ist längst ein Schlagabtausch kurzer provokanter Thesen geworden.

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GelengentlicherStephan 23.08.2017, 09:41
41. Genau richtig

Gerade weil diese Kolumne manchmal eben auch provokant geschrieben ist lese ich sie so gerne. Regt zum nachdenken an und ist dazu unterhaltsam. Oft kann man sich währen dem Lesen schonmal Popcorn machen, weil man weiß was gleich in den Kommentaren abgeht.

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dasdauertaber 23.08.2017, 09:52
42. Herrlich!

Eine tolle Kolumne! Könnte glatt von Herrn Fleischhauer sein.

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philemajo 23.08.2017, 09:58
43. Ja, machen Sie gern weiter ...

... aber ein bisschen mehr Interesse an der Resonanz auf Ihr Wirken wäre nicht abträglich. Wer provoziert, sollte auch ein Interesse an der Reaktion haben. Ignorieren Sie die Rückmeldungen/ Gegenrede etc. leugnen Sie einen essentiellen Baustein unserer meinungspluralistischen Demokratie. Natürlich wabert in den Köpfen so einiger nur Brei, aber das ändert sich nicht durch Ignoranz. Würde die Kommentarfunktion deaktiviert, gäbe es diese Kolumne nicht mehr...

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Bondurant 23.08.2017, 09:59
44. Nein, das ist nicht elitär

Ich hab mal vorgeschlagen, dass Leute, bevor sie einen Text kommentieren dürfen, drei Verständnisfragen zum Text beantworten müssen. Warum denn nicht? Einfache Multiple-Choice-Fragen. Wer alle drei richtig beantwortet hat, kann mitdiskutieren. Ist das elitär?

das ist einfach, nun sagen wir mal, nicht besonders durchdacht. "Verständnisfragen", zu einem Kommentar, aha. Also nach dem Motto, wer mich richtig verstanden hat, darf mit mir reden? Köstlich! Eine so schön verklausulierte Version von "wir und die" habe ich auch selten gelesen. ich glaube, Sie und die Ihren in ihren Beobachtungstürmen merken nich' mehr so richtig, wo's langgeht. Übrigens: selbst wenn diese Idee ironisch klingen sopllte, das nützt nix. Auf so eine Idee erst mal zu kommen, das ist schon scharf genug.

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tobulino 23.08.2017, 10:00
45. Die Überschriften...

...waren im Nachhinein oft der einzige Grund, warum ich die Kolumne überhaupt gelesen habe. Und jetzt erfahre ich, dass sie gar nicht von der Autorin sind. Dann kann ich es in Zukunft lassen. Denn ich mag diese pseudo-besonders-lockeren Formulierungen ganz und gar nicht. Und mit Ironie in Texten ist das so eine Sache, wenn man den Autor nicht persönlich kennt. Mal ist es klar, mal nicht. Aber witzig ist sie in dieser Kolumne nie.

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europäerin86 23.08.2017, 10:07
46. Margarete ich liebe deine Kolumne!

Margarete,
auch wenn du oft darüber schreibst wie verfahren die Situation zu sein scheint, gibst du mir Hoffnung.
Du bist die Art von Kolumnistin die unsere Generation so dringend braucht.
Wir brauchen jemanden der über die Dinge in dieser Gesellschaft schreibt, die viele gar nicht als Missstand wahrnehmen.
Mir helfen deine Artikel auch als Argumentationshilfe um andere zu überzeugen.
Du bist so wichtig für uns! Wir brauchen dich! Mach weiter!
(W 31, Beruf in einer männlich dominierten Branche)

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Mabi 23.08.2017, 10:11
47. Bisschen Selbstzensur ist auch nicht schlecht

Was mich immer wundert, ist wenn Leute ungefiltert ihre ersten Reflexe raushauen. Würden sie privat nie machen, aber in der Anonymität des Internets schon. Wenn andere denken ich rede Mumpitz, lerne ich daraus: Muss wohl meine a) Denkweise oder wenigstens b) meine Argument anpassen. Meine Meinung kann ja durchaus auf falschen oder mangelnden Informationen beruhen, meine Argumente wirr sein. Mir eingestehen, dass bei mir was im Argen liegt, tue ich aber nur bei Argumenten, bei Beleidigungen schalte ich (wie wohl alle anderen auch) ab. Wenn jemand sich nicht die Mühe macht, seine Meinung aus zu formulieren, warum soll ich mir die Mühe machen, die Meinung zu verstehen?

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rgw_ch 23.08.2017, 10:12
48. Bestätigung

Das SPON-Schreiber auf einem anderen Planeten leben, wie ihre Leser, habe ich ja schon lang angesichts der teils diametral unterschiedlichen Weltanschauungen vermutet. Dass SPON-Schreiber ausserdem Kommunikation als Einbahnstrasse verstehen, wurde hier schön bestätigt. Es überrascht nicht wirklich, ehrlich gesagt :)

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radioactiveman80 23.08.2017, 10:14
49. Danke für das Feedback, Margarete

Leider schmecken mir die Kernaussagen nicht besonders. "Ich lese sie fast nie, die Redaktion schaltet die frei, die meisten wissen garnicht was sie schreiben wollen, und je länger, desto doofer." - Ein Forum und Feedback sind nun einmal der Preis für eine Kolummne. Die primitivste Beleidigung herauszupicken ist hier wenig hilfreich, da sie nach unten hin ausreisst und nicht dem Schnitt entspricht. Meine Erfahrung aus den 100 Kolummnen ist vielmehr die, dass das Verhältnis zwischen Zustimmung und Kritik gefühlt ca. 1:4 beträgt. Dann solltest Du Dir vielleicht die Frage stellen, ob die Inhalte nicht die stärksten sind. Im Gegenteil: im Forum lerne finde ich meistens die besseren Argumente (vom Entertainment-Faktor mal abgesehen). Was joergimaus angeht: hier kannst Du lernen. Weniger Opferrolle, dafür mehr Selbstkritik an der Umsetzung von heutigen Feminismus. Also auf die nächsten 100!

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