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Das Internet und der Anschlag von Christchurch: Wir schauen nicht weg
Ihor Kashurin / iStockphoto / Getty Images

Was passiert, wenn ein Täter seine Morde live im Internet überträgt? Alle gucken hin. Dabei macht uns das zu Komplizen in einem Krieg, in dem die Bilder wichtiger geworden sind als die Opfer.

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sschuste 16.03.2019, 03:29
50. So ein Quatsch

Ich suche weder nach diesen Bildern noch will ich sie sehen. Das ist was für neugierige Kinder. Mir ist der Typ egal, der da herumballert. Seinen Namen will ich nicht wissen. Niemand sollte sich auch nur ansatzweise für ihn interessieren, und schon gar nicht dafür, was er tat. Er ist unwichtig, im Gegensatz zu denen, die nun leben müssen mit seinen Taten.

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wooloomooloo 16.03.2019, 04:31
51. Zu kurz gedacht.

Zitat von cat69
Es ist ein schreckliches Verbrechen am anderen Ende der Welt. Spektakulär wird es durch die Begleitumstände, etwa das Menschen glauben dort ist das Paradies, und nun feststellen müssen das ist nicht so. Schrecklich natürlich auch die hohe Anzahl der Opfer. Dennoch rutscht es auf den Titelseiten schon nach unten. Das ist auch gut so. Ich brauche es hier in Europa nicht.
Sie brauchen es vielleicht nicht, aber sie haben es doch schon längst in Europa. Genauso wie in den USA, in Australien, usw . Geografie spielt heute keine Rolle mehr, wenn es um Verbreitung von menschenfeindlichen und terroristischen Ideologien geht.
'Spektakulär', falls das überhaupt das passende Wort ist, ist nicht die Tatsache, dass es so weit weg geschah (was es ja eh nur für die Nordhalbkugel ist), sondern, dass jemand Menschen in Kontemplation und Gebet erschiesst, weil er sich für etwas Besseres hält.

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foamberg 16.03.2019, 04:40
52.

logisch! der mensch in der westlichen industriegesellschaft ergötzt sich am elend der anderen in irgend einem winkel der welt und realisiert nicht dass er selbst nur mehr in einer scheindemokratie lebt, in der er zwar kaufen darf was er will, aber in der er nicht mitentscheiden darf, nur gewöhnlicher sklave der korrupten industrie ist, für die er arbeitet und die ihn bezahlt, die ihm aber keinen lebenssinn gibt, für den es sich lohnt, morgens auf zu stehen...

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dasfred 16.03.2019, 04:53
53. Mir reicht die Information, dass es das Video gibt

Ich muss dieses Video nicht sehen. Mir reicht es, zu wissen, dass der Terrorist die sozialen Medien genutzt hat, um seinen Massenmord in die Welt zu übertragen. Zum Poster Nr.2. Dem Opfer ein Gesicht geben? Auch ein Opfer hat Persönlichkeitsrechte. Es ist an den Angehörigen, zu entscheiden, ob das Opfer in die Medien kommt. Wenn ich sehe, wie Bildzeitung und Co. sich unmittelbar nach einer Gewalttat die Fotos, selbst von Kindern, aus den Facebook Profilen besorgen, um sie ungefragt auf die Titelseite zu bringen, nur um Quote zu machen, könnte ich kotzen. Pietät und Takt ist was anderes. Solche Verbrechen passieren immer wieder, darum fordere ich, dass alle Medien sich darauf einigen, wie sie die Thematik aufarbeiten und präsentieren. Der reißerische Aufmacher schreckt nicht ab, sondern provoziert Nachahmer. Die Auswahl der Bilder muss sehr behutsam erfolgen und die Berichterstattung darf nicht einseitig noch die Sympathisanten der Täter befeuern.

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eswirdbesser 16.03.2019, 05:30
54. Gute Übung...

...sich seinen eigenen archetypischen Ängsten nicht ohne Reflexion auszuliefern. Und diese Videos nicht anzusehen. Und. . ..was heißt schon Sicherheit? Zu Hause vor dem Bildschirm erscheint es mir das ich in Sicherheit so etwas ansehen kann. Solange solche Typen diese Taten vollbringen können bin ich es aber grundsätzlich nicht.

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jm_karlsruhe 16.03.2019, 06:04
55. ALLE gucken hin?

Was für ein Quatsch! Niemand in meinem Bekanntenkreis würde sich das ansehen. Nehmen Sie es nicht persönlich, Herr Frank, aber wer beim 'Lauschen auf die Stärke des Impulses', sich das anzusehen, feststellt, dass selbiger ziemlich stark ist, verbringt seine Zeit besser bei einem Therapeuten als beim Verbreiten seiner Meinung.

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amon.tuul 16.03.2019, 06:10
56. Frechheit

"wir" sind nicht das "ihr" des Spiegelautoren. Die Spon Texte ähneln immer mehr den Jammerpredigten verdriesslicher Pfaffen.

Im mittleren Osten, Afrika, Arabien kommt es quasi wöchentlich zu ähnlich erbärmlichen Terrortaten.

Da jammert beim Spon niemand.

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v. m. photon 16.03.2019, 06:14
57. Sprich für dich selbst

Mir fehlt der "Impuls" dieses Video zu sehen. Es gucken also nicht "alle" hin.

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joaim 16.03.2019, 06:15
58.

Das was in Neuseeland geschehen ist macht mich sehr traurig.
Tröstlich empfinde ich die Reaktion der Neuseeländischen Premierministerin Ardern und diesen geistreichen, umsichtigen Kommentar.

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SNA 16.03.2019, 06:26
59. Vernichtungsvoyeure

sind wir. Schon im „Dritten Reich“ haben viele das Paradoxe vollbracht, zuzuschauen und zugleich wegzusehen. Wir sehen das Elend der Welt, brennende Häuser in Rostock, Klimawandelfolgen in aller Welt ... und warum werden täglich in zahllosen Krimis mehr Menschen im deutschen Fernsehen getötet, als in der realen deutschen Welt? Weil wir es sehen wollen!
Am Ende (!) sind wir Wesen, unter deren dünner zivilisatorischer Haut die Lust am Elend anderer schwelt. Wäre es so, wären wir zu Recht: am Ende.

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