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Daten-Analyse zum Filmgeschäft: Auch Frauen bringen Kohle
Tobis

Wer braucht schon Schwarzenegger, Stallone und Konsorten? Eine Untersuchung widerlegt ein altes Vorurteil und zeigt: Filme mit starken Frauen machen nicht weniger Kasse als solche mit Macho-Helden. Umso dümmer, dass Hollywood weiterhin alte Rollenklischees bedient.

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chwe 05.04.2014, 12:33
1. Tolle Erkentnisse

gefuehlte 100 Jahre nach Filmerfolgen von Bridget Bardot oder Marilyn Monroe
kommt diese Erkentnis ? Ist schon Sommerlochzeit ?
Und kann es sein dass die Zielgruppe von Rambo3 und "Ploetzlich Prinzessin"
eine andere ist und man daher Maenner und Frauen braucht um den ganzen
Markt abzudecken ?

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Ishibashi 05.04.2014, 12:42
2. Hoffnung ?

beim lesen des Artikels keimte etwas Hoffnung in mir auf. Vielleicht kann ich mir ja in ferner Zukunft wieder Hollywood Filme anschauen. Im Moment bin ich aber nicht maoistisch genug um mir die Aneinanderreihung von Klischee`s anzutun.

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Derax 05.04.2014, 12:59
3. ....

Zitat von sysop
Wer braucht schon Schwarzenegger, Stallone und Konsorten? Eine Untersuchung widerlegt ein altes Vorurteil und zeigt: Filme mit starken Frauen machen nicht weniger Kasse als solche mit Macho-Helden. Umso dümmer, dass Hollywood weiterhin alte Rollenklischees bedient.

"Argo" hat wohl die amerikansichen Patrioten angesprochen und ich erinnere mich nur an Ben Affleck.

Hunger Games ist gerade wegen Jennifer Lawrence bei Jungendlichen/(sieh 9gag) sehr beliebt, bei Mädchen wegen ihres nicht anorexisch aussehenden Körpers, bei Jungs wegen ihrer "weiblichen Proportionen".

Frozen kenn ich net, scheint aber gerade ziemlich trendig zu sein.

Trotz allem sind in 2/3 gelisteten Filmen ein großer Teil nicht wegen der starken Frauenrolle reingegangen.

Die meisten Kinogänger/DVD Käufer sind immer noch männlich/jung, daher also auch das auf sie ausgerichtete Angebot - deal with it.

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Bananenblatt 05.04.2014, 13:02
4. Umgekehrter Bechdel-Test?

Der Bechdel-Test ist selbst sexistisch, da er sich nur mit einem der beiden Geschlechter überhaupt befasst.

Wieviele Filme würden einen "umgekehrten Bechdel-Test" (oder einen symmetrischen Bechdel-Test) bestehen?
"Umgekehrt": Mindestens zwei benamste Männer-Rollen, die sich miteinander über etwas anderes als Frauen unterhalten?
"Symmetrisch": Mindestens zwei benamste Männer- *und* Frauenrollen, die sich sowohl über kreuz als auch untereinander über etwas anderes als Männer (Frauen) unterhalten?

Gerade Gravity zeigt, dass der Bechdel-Test vielleicht etwas zu oberflächlich ist. Auch "Warten auf Godot" oder Faust fällt mit Pauken und Trompeten durch - na und?

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Nahleben-Erfahrung 05.04.2014, 13:03
5. .

Zitat von sysop
Wer braucht schon Schwarzenegger, Stallone und Konsorten? Eine Untersuchung widerlegt ein altes Vorurteil und zeigt: Filme mit starken Frauen machen nicht weniger Kasse als solche mit Macho-Helden. Umso dümmer, dass Hollywood weiterhin alte Rollenklischees bedient.
Der "Bechdel-Test" gehört schon seit langem erweitert:

Sterben mehr als drei Menschen, so sind unter den Toten auch Frauen.

Denn auch das ist eines der Film-Klischees: stirbt eine Frau, ist es eine Tragödie und meist ein großer Plotpoint wenn nicht sogar das Hauptmotiv. Männer hingegen sterben links und rechts und keine Sau interessiert es, wir sind es so sehr gewöhnt, dass Männer wie aus Bequemlichkeit in Filmen verletzt oder getötet werden, dass es kaum noch Reaktionen hervorruft.

Beispiel? Im letzten Batman gab es, bevor die böse Macht übernommen hat, etliche Frauen bei der Polizei von Gotham City. Als dann die Polizisten nach feindlicher Übernahme erst eingesperrt und dann regelrecht abgeschlachtet wurden, war unter den Polizisten plötzlich keine einzige Frau mehr. Das hätte das Publikum vielleicht zu sehr verstört?
Es wäre ja sowas wie Gleichstellung, wenn man auch Frauen in Actionfilmen umbringen könnte, wie es gerade beliebt bzw. weils bequem für die Geschichte ist.

Im Übrigen ist die "starke Frau" schon lange zum Klischee verkommen, insbes. in Action-Filmen: Die Frauen, die als stark dargstellt werden sollen, sind einfach nur lächerlich übertrieben, was Kampfkraft, Intelligenz, Überlegenheit angeht. Sie sind perfekt, stärker als jeder andere Mensch auf Erden, dazu noch übercool und supersexy. Was neben anderen Dingen schon dazu geführt hat, dass Filme, die versuchen, den albernen Bechdel-Test zu bestehen, als "sexistisch" bezeichnet werden, weil sie "unerfüllbare Erwartungen bei Frauen wecken".

Kino lohnt sich nicht.

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otelago 05.04.2014, 13:25
6. wer wills sehen

Zitat von Nahleben-Erfahrung
Sie sind perfekt, stärker als jeder andere Mensch auf Erden, dazu noch übercool und supersexy..
Ein Kinofilm muß eine Aneinanderreihung von erstaunlichen Besonderheiten sein, wer will sich denn den Alltag ansehen? Dafür gibt es doch die Dritten Fernsehprogramme, die zu 50% aus Interviews mit schlecht angezogenen Seniorinnen bestehen.

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SethSteiner 05.04.2014, 14:06
7. optional

@Derax
Bei Argo ist mir auch nur Ben Affleck in Erinnerung geblieben. Aber Jeniffer Lawrence anorexisch? Ihr Körper ist völlig normal. Schon Mal jemanden gesehen der an Anorexie leidet? Nur weil die Frau nicht dick ist und in einer Rolle, wo Sportlichkeit gefragt ist ohnehin auch ganz logisch sportlich erscheint, ist sie noch weit weg von Anorexie. Bei solchen Kommentaren könnte man manchmal meinen, wenn Frauen schlank oder dünn sind, ist das gleichbedeutend mit unnormal. Zu Mal "Mädchen mögen sie wegen Anorexie, Jungen wegen weiblicher Proportionen" sich komplett widerspricht. Ich mag Jeniffer Lawrence, weil sie eine gute Schauspielerin ist und gerade in Hunger Games endlich mal wieder eine harte Frauenrolle zeigt. Weibliche Rundungen reichen mir als Mann nicht und wenn man sich die Reaktionen auf Megan Fox in Turtles (und anderen Filmen) ansieht, kann man sehen, dass Männer sich nicht einhellig Titten und Ärsche wünschen, auch keine Jungen.

@chwe
Hat nicht smit Sommerloch zutun, sondern damit, dass dieses Vorurteil nun Mal wirklich besteht. Das sieht man auch bei Videospielen. Starke Frauen oder eine Zentrierung auf Frauen, soll angeblich niemanden ansprechen und in Flops resultieren. Offensichtlich braucht es also solche Untersuchungen.

@Nahleben-Erfahrung
Kino lohnt sich schon, muss sich aber eben immer noch weiterentwickeln, wie du ja gut gezeigt hast. Da gibt es einiges was Verbesserungswürdig ist. Es ist aber auch immer wieder lächerlich,d ass Frauen in kämpferischen Rollen übertrieben sein sollen. In der Realität würde ein Straßenkampf nicht lange dauern, genauso wie Schwertkämpfe höchstens zwei, drei Minuten dauern aber nicht länger. Männliche Helden hauen allerdings selber auch jeden um und kommen nicht mal aus der Puste, obwohl ihnen alles mögliche über den Schädel gezogen wird. Von einer weiblichen Rolle erwarte ich daher dasselbe, denn auch in der Realität könnte eine Kämpferin einem Mann locker den Kiefer brechen. Cool würde ich eher die wenigsten Frauen in Filmen bezeichnen, sorry aber wirklich cool benehmen sich auch in actionreicheren Rollen noch die wenigsten Mädels. Supersexy sind sie dagegen schon eher aber so ist das nun Mal, bei symmetrischen Gesichtern und athletischen Körpern. Das ist normal und vollkommen realistisch.

Ein umgekehrter Bechdel-Test ist nett ja, sollte man auch machen, genauso wie Frauen sterben. Allerdings bestehen einen umgekehrten Bechdel-Test viele Filme, weil Männer halt einfach oftmals über mehr als ihre Partner sprechen dürfen. Wenn man die Hauptrolle hat, hat man ja oftmals eine Menge mehr zutun. Na ja und bei manchen Filmen wie Gravity bietet sich der Bechdel-Test gar nicht an, da sollte man ihn also nicht anwenden.

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euroman 05.04.2014, 14:19
8.

Zitat von sysop
Wer braucht schon Schwarzenegger, Stallone und Konsorten? Eine Untersuchung widerlegt ein altes Vorurteil und zeigt: Filme mit starken Frauen machen nicht weniger Kasse als solche mit Macho-Helden. Umso dümmer, dass Hollywood weiterhin alte Rollenklischees bedient.
Das ist keineswegs dumm, sondern ausgesprochen smart.

Es bedeutet nichts weiter, als das "Hollywood" einfach verschiedene Ansprüche gelten lässt, und sowohl "starke Frauen" als auch "Macho-Helden" vermarktet, und dann dem Zuschauer überlässt, was er sich davon antun will.

Das kann nur für als problematisch gelten, wenn man der Vorstellung anhängt, dass es nur eine "richtige" Methode gibt, Frauen- bzw. Männerrollen auszufülllen...nun ja, wem solcherlei ideologische Vorbehalte wichtig sind - mir sind sie's nicht. Hat auch nix mit Kunstfreiheit zu tun, wenn man nur noch Filme zeigen wollte, die eine ganz bestimmte Sicht auf die Dinge haben - nur so mal nebenbei.

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kickaha74 05.04.2014, 14:35
9. Ein Wörtchen...

...überlesen, und schon wird "gebasht". ;-)

Zitat von SethSteiner
@Derax Aber Jeniffer Lawrence anorexisch? Ihr Körper ist völlig normal. Schon Mal jemanden gesehen der an Anorexie leidet? Nur weil die Frau nicht dick ist und in einer Rolle, wo Sportlichkeit gefragt ist ohnehin auch ganz logisch sportlich erscheint, ist sie noch weit weg von Anorexie. Bei solchen Kommentaren könnte man manchmal meinen, wenn Frauen schlank oder dünn sind, ist das gleichbedeutend mit unnormal. Zu Mal "Mädchen mögen sie wegen Anorexie, Jungen wegen weiblicher Proportionen" sich komplett widerspricht.
Tatsächlich steht bei Derax:
>Hunger Games ist gerade wegen Jennifer Lawrence bei Jungendlichen/(sieh 9gag) sehr beliebt, bei Mädchen wegen ihres **nicht** anorexisch aussehenden Körpers, bei Jungs wegen ihrer "weiblichen Proportionen".<
(Hervorh. v. mir)

Lesen hilft, vor allem aufmerksames. ;-)

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