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David Bowie und die Pop-Kritik: Versöhnt mit dem Alien
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Seine Arbeit sei immer dann am besten, wenn er sie "selbstsüchtig angehe", sagte Bowie selbst. Gefeiert wurde er für seine künstlerische Radikalität erst am Ende seiner Karriere - aus Nostalgie.

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01099 12.01.2016, 08:44
1.

Sehr guter Artikel und sprachlich erfrischend. Danke dafür!

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argonaut-10 12.01.2016, 08:52
2. Schwierig

wenn man immer alles beurteilen, klassifizieren und einordnen möchte. Als Bowie anfing, gab es eine schier unendliche Vielzahl an guten Musikern im Rock- und Pop-Business, man konnte nicht sicher sein, wer sich da wie durchschlagen wird. Damals war es ja so "en vogue", Künstler zu be- und verurteilen... man hatte ja genug Sterne am Himmel.
Es wird immer von "Heroes" gesprochen, ich persönlich finde Station to Station, Golden Years oder TVC 15 weitaus besser. Danach war Bowie für eine zeitlang richtig schlecht mit Let's dance oder Tin Machine. Aber er hat immer weiter gemacht und das alleine zählt. Was die Menschen dazu sagen, muss einem egal sein... ob es ihm wirklich egal war, das wissen wir alle nicht. Heathen war wieder ein großer Lichtblick und wenn man dort seinen Texten lauscht, dann kann man hören, dass er ein ganz normaler Mensch gewesen sein muss mit Ängsten und Befürchtungen. Und letztendlich (habe den Video zu Blackstar schon gesehen) hat er sich bis zum Ende mit seinen Ängsten auseinandergesetzt... Angst vor dem Tod, die wir wohl alle haben.

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AndreHa 12.01.2016, 08:59
3. Und was ist mit der Musik?

Jaja, Ikone, Subkultur, Feuilleton, alles gut - aber schlussendlich geht es doch um die Musik, die man mag oder nicht, die man kauft oder nicht.....

Ich habe nicht alles gekauft, aber das, was ich kaufte, was mich ansprach, was mir gefiel, das habe ich nicht hinterfragt, sondern auf mich wirken lassen. Und das war nachhaltig. Und nur darum geht es. Alles andere kann man kaputt besprechen.

Was mich übrigens erstaunt: In den frühen 2000er Werken ist immer von "Heathen" die Rede und nie von "Hours". Letzteres halte ich für eines seiner genialsten Spätwerke. Wohlgemerkt ich. Eben.

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MatthiasPetersbach 12.01.2016, 09:02
4.

Eigentlich kann ich mich nicht dran erinnern, daß Bowie mit den ersten Platten gefeiert wurde. Im Gegenteil. Dazu hatte er sich zu oft gewandelt und die Hörgewohnheiten der Fans beansprucht.

Der "Erfolg" kam dann mit Lets dance in DEM Sinne, daß das viele Leute kannten, die sonst Bowie nicht auf dem Schirm hatten.

Aber rückblickend beurteilen und werten zu wollen, warum sich jemand "durchgesetzt" hat, ist immer ein wenig bemüht.

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petermalysia 12.01.2016, 09:28
5. David's Musik war auch für mich erst nicht verständlich (sorry David)...

ob wohl mein Musikverständniss extrem weit war von allen Arten von Rock, Funk, Jazz, Klassik....
Aber erst Mitte der 80ziger gings los. Frank Zappa war auch so ein Fall.
Es ist eben Musik die unserer Zeit voraus ist und später verstanden / geliebt wird.
Auch die ganzen Cover Versionen von Bowie songs in den letzten Jahren zeugen davon wie spät Seine Musik geschätz wird. Selbst wenn es meist nur kommerzielle Gründe für Cover Versionen und der Mangel an eigener Kreativität, so ist es immer noch ein Stück Anerkennung Seiner Werke - aber ja, spät

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az26 12.01.2016, 09:36
6. Am Ende bleibt die Musik

Wäre er nicht so ein talentierter Musiker gewesen, wäre er allen Verkleidungen und Imagewechseln zum Trotz heute vergessen.

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uksubs 12.01.2016, 10:22
7. one more rip

für einen der ganz grossen.
ich merke gerade noch ein mal mehr, wie sehr der mein leben begleitet hat, vor allem in den frühen jahren. hero for more than one day!!

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kietzkatze 12.01.2016, 11:20
8. weis das jemand?

Wurde Beethoven zu seiner Zeit geliebt?

Egal.
David Bowie hat mich durch mein Leben begleitet,
Danke.

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MatthiasPetersbach 12.01.2016, 11:33
9.

Zitat von kietzkatze
Wurde Beethoven zu seiner Zeit geliebt?
Wenn, dann zu Unrecht :)

Da ist mir Bowie doch näher, lieber, kreativer.

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