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Debatte über G20-Camper: Hamburg, kauf Isomatten! Jetzt!
REUTERS

In Hamburg tagen die G20 - und alle reden nur noch über die Gefährlichkeit des Protests. Stattdessen sollte sich die Stadt über die Camper freuen: Sie engagieren sich für die Gesellschaft.

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BurgRitter 05.07.2017, 15:12
110. Wenn Leute die nichts bewegen,

aus Frust Demo spielen, obwohl sie mit etwas Denke wissen müssten, nur der mühselige Weg durch die Institutionen könnte zu Veränderungen führen, ist von denen nichts zu erwarten. Da ist Wille auf Event, doch aber keine Kraft für vermeintlich erforderlichen Veränderungen. Peinlich, die Einen sollte auf eine Insel gehen und die Anderen ins Schwimmbad.

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TobiasWolf 05.07.2017, 15:13
111. Was wollen wir?

Mit zunehmendem Interesse nehme ich neben den Presseverlautbarungen auch die Kommentare der Leser war.
Es wird über Fakten berichtet und vor diesen gewarnt, obwohl noch gar nichts passiert ist. Die Polizei fängt nuerdings auf Verdacht an zu knüppeln - das ist eine neue Qualität (etabliert sich jetzt die Gefährdermentalität in der Exekutive Herr de Maizière?).
Protest gehört genauso zur Demokratie wie die Analphase zur gesunden Entwicklung von Kleinkindern.
Wenn sich die Macht nur noch mit sich selbst befasst, und das Feld den Populisten jeder Couleur überläßt, ist es lediglich eine Frage der Zeit, dass sich ein ganzes Volk von seinen Anführern abwendet (siehe DDR 1989).
Es sollten alle, die nicht gerade in Hamburg vor Ort sind, aufhören über Hörensagen zu schwadronieren.
Und das endlich aufgehört wird, sich mit Problemen zu befassen, die man gern hätte, lege ich jedem geneigten Leser und Politiker ans Herz.

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rolf sternberger 05.07.2017, 15:15
112.

Zitat von j.c78.
In welcher Welt lebt der Typ? Ich empfehle einen intensiven Blick nach (Weiß-)Russland, die Türkei oder nach Saudi-Arabien... Die Polizei setzt eine vom Verfassungsgericht bestätigte Entscheidung gewählter Politiker um. Und nein, der angenommene Wille einer lautstarken Minderheit rechtfertigt keine Aussetzung der Rechtsstaatlichkeit... Ähnlich argumentieren übrigens Faschisten weltweit... Oder will der Autor ernsthaft, dass zum nächsten Pegida-Gipfel ein Camp zugelassen wird?
Hier ist noch rein gar nichts vom Verfassungsgericht legitimiert - erst heute Morgen hat das OVG HH per Verfügung ein generelles Demoverbot im Gängeviertel bestätigt - in der Begründung finden sich dann der explizite Hinweis, dass die generelle Verfassungskonformität dieser Anordnung aufgrund der Zeitknappheit nicht geprüft werden kann. Hierfür können sich die Antragsteller an das BVG wenden - ja, super!!! Dann dürfen wir also in sechs bis sechzehn Monaten erfahren, dass die Demoverbote in HH verfassungswidrig waren - jetzt bekommt aber erstmal die Polizei einen Freifahrtschein. Super! Echt, ganz großes rechtsstaatliches Kino! Eine Musterdemokratie! Besser als diese Regime...


und jetzt dürfen Sie auch schnell noch was zu Venezuela schrieben....

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tpro 05.07.2017, 15:16
113.

Zitat von jakam
Ich muß ergänzen: Gewalt geht gar nicht, mich nerven die frustrierten Gewaltaffen genauso, wie sie jeden anderen anständigen Menschen stören sollten. Dennoch muss man selbst bei diesen Leuten Ursachenforschung betreiben. Die sind sicher nicht so aggro, weil ihr Leben so toll läuft, sondern eher aus gegenteiligen Gründen so drauf. Und da komme ich dann doch wieder zu "Teilhabe" und fairen Mindestlöhnen sowie Einschränkungen im Zeitarbeitsmißbrauch zurück. Aber man muss den Friedlichen Platz für Protest einräumen.
Ich lach mich schlapp. Die da protestieren und randalieren sehen nicht so aus, als würden sie arbeiten. Ein Teil geht noch zur Schule, ein anderer Teil studiert und ein weiterer Teil holt sich monatlich sein Geld vom Staat, gegen den er randaliert. Gefühlte 90% leben auf Kosten anderer Leute.

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tpro 05.07.2017, 15:18
114.

Zitat von grommeck
sitzen woanders. Nicht die Chaoten sind es, sondern Die Schlippsträger aus Politik und Wirtschaft. Die bekommen es nicht geregelt diesen Planeten zu erhalten. Und die Extremisten ? Wie oft waren verkappte Polizisten darunter? Ist natürlich alles nur eine Verschwörungstheorie, logisch!! Nur das die Staatsmacht im s.g. 3.Reich und die Stasi es genauso machten.
Nur Pupertierende schreiben so. Denn sie wissen nicht, ob sie mal später, wenn sie erwachsen sind, nicht auch einen Schlips tragen oder sich einen kleinen Wohlstand erarbeitet haben.

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karabas 05.07.2017, 15:19
115.

Zitat von grommeck
sitzen woanders. Nicht die Chaoten sind es, sondern Die Schlippsträger aus Politik und Wirtschaft. Die bekommen es nicht geregelt diesen Planeten zu erhalten. Und die Extremisten ? Wie oft waren verkappte Polizisten darunter? Ist natürlich alles nur eine Verschwörungstheorie, logisch!! Nur das die Staatsmacht im s.g. 3.Reich und die Stasi es genauso machten.
wie oft genau waren "verkappte Polizisten darunter" und was genau haben sie gemacht? Bitte mit Quellen und Belegen aus glaubwürdigen Quellen.

Ich nehme an, dass alle 10.000 erwarete Linksextremisten in Wahrheit "verkappte Polizisten" sind.

Ansonst haben Sie recht - das ist eine Verschwörungstheorie vom Feinsten, was Sie hier verbreite. Das wussen Sie aber schon, nicht wahr?

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hestephan 05.07.2017, 15:22
116. Die Naivität einiger Menschen

ist wohl nicht zu überbieten: Ja man soll und darf Demonstrieren! Aber man setzt sich auf eine Kreuzung zum "cornern". Man trinkt sein Bier, futtert Pommes und kommt sich offensichtlich dabei mega cool und politisch engagiert vor und wundert sich doch dann tatsächlich, dass dieser hedonistisch-infantiler Unsinn nicht vom Demonstrationsrecht abgedeckt ist. Man fährt Tage vor der Veranstaltung nach Hamburg ohne sich Gedanken über die Übernachtung zu machen und meint, man könne ja überall in der Stadt zelten. Na klar, man ist ja ein tapferer Kämpfer gegen das Böse in der Welt und da darf man überall zelten, überall sein Bier trinken und demnächst auch mehr....

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beemef 05.07.2017, 15:22
117. Wer Hier Partei

nimmt für Straßen Terroristen der ist nicht nur naiv, der ist dumm und gefährdet das friedliche Zusammenleben.

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newbie99 05.07.2017, 15:22
118. Was ist aus der Demonstrationskultur geworden?

Bei der Diskussion über dieses Thema ist es m. E. absolut erforderlich, Fragen, wie die nach der Art der Demos, der möglichen Gewalt die davon ausgeht oder auch der Reaktion des Staates darauf, von den inhaltlichen Fragestellungen zur Wirtschafts- Sozial- oder Globalisierungspolitik zu trennen. Auch wenn es schwer fällt: Auch eine noch so absolut abgrundtiefe Überzeugung, man Demonstriere für die "richtige" Sache, gibt einem keine besonderen Sonderrechte, die nicht auch jeder Teilnehmer einer "Brauner-Mop"-Demo in Dresden hätte.

Warum gelingt es der Protest-Community nicht, eine Demonstration so zu abzuhalten, dass es keine Zusammenstöße mit der Polizei gibt? Es ist doch mehr als offensichtlich, dass sehr viele genau diese Konfrontation suchen. "Friedlicher Widerstand" ist so ein Begriff aus dem Beitrag, der mich irritiert. Woraus leitet man ein Recht darauf ab? Warum - mal etwas gezielter gefragt - muss es darum gehen, unbedingt den Ablauf des Gipfels zu stören? Die Polizei ist doch dazu gezwungen, genau das zu unterbinden. Und genau vor diesem Hintergrund ist es auch absolut verständlich, dass man versucht, genannte Camps zu unterbinden.

Ich finde es wirklich schade, dass so ein G20-Gipfel so ein "Clientel" aus ganz Europa anzieht und dass mittlerweile so viel Polizei aufgeboten werden muss, dass es fast an einen Bürgerkrieg erinnert. Nur ist die Ursache darin halt leider auf Seiten der Demonstranten zu suchen, die durch ihr Verhalten das alles erst notwendig gemacht haben. Wie dumpf hört es sich dann an, dem Staat vorzuwerfen, er müsse sich hinter soviel "Sicherheit" verstecken. Einfach schade, dass es notwendig ist.

Demonstranten haben das Recht ihre Meinung zu äußern. Sie haben aber nicht das Recht, diese auch durchzusetzen - das wäre tatsächlich völlig undemokratisch! Die Polizei hat die Pflicht, diese Veranstaltung zu schützen und diese Pflicht wird halt auch nicht deshalb gemindert, weil jemand ganz besonders stark davon überzeugt ist, dass die Globalisierung schlecht ist o. ä.. Das spielt halt keine Rolle!

Ich verspüre bei vielen sog. "Links-Intellektuellen" eine sehr unreflektierte Haltung zum Thema Gewalt und Gewalttätern bei solchen Demos - nicht erst in diesen Tagen. Irgendwie scheint da doch gefühlsmäßig der Zweck eine ganze Menge Mittel zu rechtfertigen. Wir leben aber nicht in einem Unterdrückungs-Staat. Es gibt die politische Teilhabe. Nur sollte man die Tatsache, dass die eigenen Vorstellungen trotz massiver Demo's nicht verwirklicht werden, nicht damit verwechseln, dass es nichts bringt. In einer Demokratie können schon definitionsgemäß nicht alle Meinungen umgesetzt werden. Die Mehrheit soll entscheiden. Und spätestens wer Mollotow-Cocktail-werfend durch Hamburg zieht, sollte sich darüber im Klaren sein, zu eben dieser nicht zu gehören!

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geradsteller 05.07.2017, 15:23
119. " was ist passiert?" Gute Frage

Wir sollten uns freuen, über Camper, friedliche Touristen. Werden diese Tage eh einen Bogen um Hamburg machen. Im Normalfall auch über friedliche Demonstranten. Ist leider aber bei Ähnlichem viel passiert, weil randalierende Kriminelle glaubten, die Ordnungskräfte seien die Schuldigen, sich provozieren ließen und Unschuldige angriffen, wie auch Geschäfte u Anwohner.. Und weil wer glaubte, Demokratie existiert nur, wenn die eigenen Rechte u Meinungen propagiert wurden. Friedliche Demonstranten wie auch einfache Polizisten sind die Opfer beidseitiger Intoleranz.

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